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Taehyung Pov
Ich betrachte Jungkooks Gesicht während er im Schatten des Sonnenschirms vor sich hin bruzelt. Es dauert so zwar länger als wenn er in der prallen Sonne liegen würde und der hohe UV-Schutz der Creme, die er aufgetragen hat, trägt nicht gerade dazu bei das der Prozess schneller verläuft, aber ich bin mir sicher, dass seine Haut am Ende des Tages etwas bräune angenommen haben wird.
Obwohl ich alles an ihm liebe, auch seine Blässe, kann ich nicht abstreiten wie sexy er gebräunt aussieht. Beides passt zu ihm, aber je nach dem was er hat, lässt es ihn anders erscheinen. Mit der Blässe sieht er so unschuldig aus, dass ich ihn am liebsten vierundzwanzig Stunden, jeden Tag in der Woche beschützen würde. Die Bräune, die seine Haut aussehen lässt wie von der Sonne geküsst, lässt ihn männlicher wirken und so unglaublich sexy.
Ich weiß, dass er trotz der geschlossenen Augen unter der Sonnenbrille noch wach ist, er war den ganzen Tag über viel zu aufgeregt um zu schlafen, also beschließe ich mir einen Spaß zu erlauben. Ich krame nach der Flasche mit der Sonnencreme in meiner Tasche und grinse als ich sie finde.
Ein wenig zögere ich, beschließe aber trotzdem mit meinem Vorhaben fortzufahren und drücke etwas vom Inhalt auf Jungkooks trainierten Bauch. Er reißt die Augen sofort erschrocken auf und fährt nach oben. Seine Hand legt sich direkt auf die Stelle, die mit der Sonnencreme bedeckt ist und er sieht schockiert an sich herunter, bis er begreift was ich soeben getan habe.
Als er mich mit Schrecken in den Augen ansieht, kann ich mein Lachen kaum verkneifen und lasse meiner ganzen guten Laune freien Lauf. Seine Lippen bilden eine dünne Linie bevor er mich an den Schultern runter in die Decke drückt, welche wir auf dem Sand ausgebreitet haben. Er setzt sich auf meinen Schoß und sieht wütend zu mir hinunter, allerdings bringt mich das nur noch mehr zum lachen.
"Es ist deine Schuld, wenn auf meinem Bauch später ein riesen weißer Fleck an genau der Stelle ist, an der meine Haut keine Bräune annehmen konnte, weil du Sonnencreme rauf gehauen hast." Er nimmt etwas von der Creme von seinem Bauch und schmiert es mir mit einem Grinsen auf die Nase.
"Wenn dir dieses weiße Zeug nicht gefällt, hätte ich da was anderes flüssiges und weißes, was dir vielleicht besser gefallen könnte." Er braucht bei dem Lächeln auf meinem Gesicht, das sich alleine bei dem Gedanken bildet, nicht lange darüber nach zu denken was ich meinen könnte und das tut er auch nicht. Er läuft Augenblicklich rot an und klettert von mir herunter.
"Sag sowas nicht, wenn du mir dabei in die Augen siehst."
"Und warum nicht?", frage ich ohne den Blick von seinem Gesicht abzuwenden.
"Weil das peinlich ist. Ich habe dann immer das Gefühl, die Leute hier könnten mir ansehen an was ich denke." Tatsächlich haben die Leute ein paar neugierige Blicke in unsere Richtung geworfen als er sich auf mich gesetzt hat, aber ich weiß ganz genau, dass das nicht der Grund ist.
"Du hast doch bloß Angst, dass ich dir ansehe an was du denkst." Ich lege mich auf die Seite und Stütze mich auf meinem Ellbogen ab während er sich weiter eincremt und so tut als würde er mich nicht hören. "Am liebsten wäre es dir doch sicher, wenn wir hier vollkommen ungestört wären, damit das auf deinem Bauch tatsächlich die weiße Flüssigkeit ist, von der ich gesprochen habe."
Er dreht mir den Rücken zu und verschränkt die Arme vor der Brust. "Du bist ein Arsch", murmelt er kaum hörbar, aber in dem mir allzu bekannten Ton wenn er beleidigt ist. Ich weiß nicht, wie andere darauf reagieren würden, aber ich finde das immer unglaublich süß, wenn er so reagiert.
"Warum? Weil ich die Wahrheit sage?"
Er nickt.
"Wenn du unbedingt willst, können wir auch ins Strandhaus, dort wird uns niemand stören." Ich habe nicht umsonst das Strandhaus gemietet, das am weitesten entfernt von den anderen ist, damit wir uns austoben können ohne das uns jemand hört. So riskieren wir es nicht das jemand uns wegen den lauten Geräuschen unterbricht und vor allem bleibt die wunderschöne Stimme dieses Mannes dann immer noch etwas, was nur ich jemals gehört habe und auch in Zukunft zu hören bekommen werde.
Tatsächlich dreht er sich um nachdem ich diesen Vorschlag geäußert habe und sieht mich hoffnungsvoll mit großen Augen an. "Wirklich? Dann können wir jetzt sofort hin und du schläfst mit mir?", fragt er und wirft in mir die Frage auf, wo seine Scham plötzlich hin ist. Vielleicht verschwindet sie auch einfach zusammen mit seiner Blässe, denn früher hätte er nie zugegeben wie sehr er Sex haben will, zumindest nicht so direkt.
"Natürlich", hauche ich glücklich gegen seine Lippen und drücke ihm einen kurzen Kuss rauf bevor ich mich mit einem breiten, etwas schadenfrohen Grinsen aufsetze. "Aber erst nachdem wir schwimmen waren."
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