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„Du hast also herausgefunden, wo der Kopf von Hydra sich meistens aufhält. Aber wir können deswegen noch lange nicht einfach in dieses Quartier stürmen und unbedacht um uns schießen", werfe ich stirnrunzelnd ein. Tony massiert sich frustriert die Schläfen und seufzt hörbar.
„Warum eigentlich nicht?" Steve zieht fragend eine Augenbraue durch, während er sich die Unterlagen von Tony ansieht. Mein Bruder weist unterstützend auf meinen Ehemann. „Wenn sie es unbemerkt in unseren Garten schaffen, wird es bestimmt nicht so schwer sein, in ihr Quartier zu stürmen", vermutet der Blonde leise. Er knabbert an seiner Unterlippe.
„Steve, wenn uns jemand erwischt, sind wir geliefert. Wir haben Kinder und ein Leben", werfe ich ein. Langsam blickt mein Mann auf. Seine strahlend blauen Augen mit den grünen Sprenkeln ziehen mich fast vollständig in ihren Bann. „Wir werden nicht einfach ohne weitere Informationen, wie den Bauplan, in das Hauptquartier unserer Feinde eindringen."
„Nein, du hast recht", murmelt Steve leise. Er sieht fest entschlossen wieder auf die Notizen von Tony. „Ich werde alleine gehen." Empört schnappe ich nach Luft, schüttle den Kopf. „Ria, die Kinder brauchen ihre Mutter", seufzt er leise. Er legt eine Hand auf meinen Oberschenkel und sieht mich flehend an.
„Sie brauchen auch ihren Vater. Steve, entweder gehen wir beide, oder keiner von uns geht!"
„Ich sage es nicht oft, aber Steve hat recht, Ria", mischt Tony sich ein. Wütend sehe ich ihn an, unterdrücke ein entnervtes Schnauben. Abwehrend hebt mein Bruder die Hände. „Ein Elternteil muss hierbleiben. Und ich werde meine kleine Schwester nicht in ihren Untergang schicken."
„Und bei Steve ist das was anderes?"
„Ja! Ich habe Steve, im Gegensatz zu dir, noch nicht verziehen", stellt Tony klar. Seufzend verdrehe ich die Augen und sinke tiefer in die weiche Couch. „Nichts für ungut Steve, aber wenn ich zwischen dir und Ria entscheiden muss-"
„Wählst du Ria. Ich verstehe dich, Tony", unterbricht Steve den Braunhaarigen schulterzuckend. Ich lege die Stirn in Falten und blicke zwischen den beiden hin und her. „Im Moment ist mir jede Unterstützung lieb, damit sie Zuhause bleibt", seufzt der Supersoldat, als wäre ich nicht im selben Raum, wie er.
„Ich bin immer noch hier. Wenn ihr Angst habt, mit mir darüber zu diskutieren, dann könnt ihr mich gleich mitnehmen. Ihr wisst, über mich könnt ihr nicht entscheiden." Trotzig verschränke ich die Arme vor der Brust. Mein Blick fällt auf Natasha. Sie sieht sich das ganze seufzend an, trägt aber nichts dazu bei. „Natasha, hilf mir doch bitte", flehe ich leise.
„Tut mir leid, Ria. Aber hierbei kann ich dir auch nicht helfen." Schulterzuckend lehnt sie sich weiter vor. „Steve und Tony haben recht. Kinder brauchen ihre Mutter. Vermutlich mehr, als sie ihren Vater brauchen. Nichts für ungut, Steve." Der Blonde vollführt eine elegante, wegwerfende Handbewegung. „Tue dir und deinen Kindern einen Gefallen. Es wird dir nicht schaden, einmal auszusetzen."
Seufzend schließe ich die Augen und massiere mir die Schläfen. Vielleicht haben die drei recht. Und doch könnte ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, Steve alleine gehen zu lassen. „Gib auf, Schwesterherz. Du bist überstimmt." Schulterzuckend steht Tony auf und packt seine Sachen. „Du bleibst Zuhause."
„Schön. Aber wenn ich nicht alle zwei Stunden ein Update von euch bekomme, fahre ich euch hinterher", drohe ich ernst. Steve atmet erleichtert aus und nickt. Behutsam drückt er mir einen Kuss auf die Stirn, bevor auch er aufsteht und Tony hilft, seine Sachen zu packen.
„Wir starten morgen bei Sonnenaufgang."
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