Kapitel 2

Und plötzlich rannte ich los. Ich rannte so schnell ich konnte. Und für einen Moment dachte ich, mir würde keiner nachrennen. Doch da hatte ich mich geirrt. Mir rannte sehr wohl jemand hinterher. Und zwar eine einzige Person. Es war ein Teenager, ein Junge, ungefähr in meinem Alter, vielleicht etwas älter. Er trug schwarze Jeans und ein graues T-Shirt. Er hatte eine Pistole in seinem Gürtel. Sein kurzes, dunkelblondes Haar wippte auf und nieder beim Rennen. Er sah nicht aus wie einer dieser schrecklichen Männer, und doch schien er zu ihnen zu gehören. Ich sah mich um. Wo sollte ich nur hinrennen? Ich sah keinen Ausweg. Ich war gefangen. Gefangen in einer dunklen Straße in der Nähe von meinem Zuhause.

Und dann hatte ich die Idee. Die mittlerweile ziemlich genervt aussehenden Männer standen immer noch am Ende der Straße und hatten sich keinen Zentimeter bewegt. Ich beschloss also, meinem einzigen Verfolger entgegenzurennen und ihn zu fall zu bringen. Ich drehte mich also ruckartig um. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich schlagartig. Es war plötzlich kein Entschlossener Gesichtsausdruck mehr, sondern eine Mischung aus überlegen und erstaunen. Plötzlich rannte ich auf ihn zu. Er hatte mittlerweile angehalten. Er stand etwas Breitbeinig da. Also fuhr ich mit einem Bein zwischen seine Beine, knickte mein Knie ein und zog an seinem Bein. Völlig unerwartet saß er auf der Straße. Am anderen Ende des Weges tat sich noch immer nichts. Ich war erleichtert.

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top