Kapitel 2
In der nächsten Stunde hatten wir Sport und alle Mädchen der Klasse teilten sich eine Kabine. Wir Mädchen waren ein Team, nicht so wie in anderen Schulen, jeder kam mit jedem eigentlich gut klar.. ich war froh dass es so war, denn die Jungs meiner Klasse stressen mich schon zu sehr.
„Y/N! Wie findest du den Neuen?" fragte Anisha.
„Genau so wie die anderen Jungs. Schlechtes aussehen trifft nicht zu aber er ist mit Jimin, Jungkook und den anderen befreundet, das sagt schon alles." antwortete ich ihr während ich meine Haare zusammen band.
„Du bist so hübsch und könntest jeden von denen haben, wieso bist du so abneigend? Klar sie sind Bad Boys und brechen die Herzen anderer aber.. so ein wenig Spaß wäre doch nicht so schlimm." entgegnete sie zurück.
Ich sah sie erschrocken an und war etwas verstört.
„Naja solange sie sich nicht an meinen Freund ran macht." sagte Milenia und zwinkerte mir zu. Allein bei dem Gedanken von ihr und Jimin wurde mir schlecht.
„Ganz im Ernst. Da würde ich lieber was mit Frederik haben, anstatt mit denen." antwortete ich und ging aus der Tür.
Ich spürte die angewiderten Blicke von den anderen auf mir, jedoch war es mir egal.
Frederik war der Streber, der in jeder Klasse eigentlich vorhanden ist.
Aber im Ernst.. er ist eigentlich ganz nett aber mehr nicht.
Ich knallte gegen etwas hartes und prallte wieder zurück.
Ich sah hoch und sah Taehyung vor mir stehen.
„Entschuldige." sagte er kalt und ging weiter.
Wenigstens hat er Manieren, ein positiver Aspekt an ihm.
Wir spielten Basketball und sollten 2 Gruppen machen, die Mädchen sollten einen Parkour machen, während die Jungen richtiges Basketball spielten. Dieser Parkour wurde in eine Note umgewandelt, die auch zählte.
Da es nach dem Alphabet ging, kam ich als letzte dran.. herrlich.. ich konnte den anderen dabei zuschauen.
Milenia war als dritte an der Reihe, Sport war nicht so ihr Ding, jedoch feuerte Jimin sie vom anderen Feld an und nervte mich so dermaßen, dass ich fasst rüber geschrien hätte, dass er doch die Klappe halten sollte, doch der Lehrer kam mir zuvor.
„Jimin halt den Rand!" schrie er und brachte Milenia etwas durcheinander.
Ich sah auf den Zettel des Lehrers. Milenia hatte eine 4.. und weinte wegen einem Nagel..
Als ich an der Reihe war, konnte ich spüren, wie Namjoon und seine Jungs auf mich starrten. Ich sah zu dem Feld der Jungen rüber, weswegen sie schnell wieder weiter spielten.
Ich machte alles einwandfrei, der Slalom funktionierte perfekt und den Ball hatte ich auch perfekt in den Korb getroffen.
Doch als ich zum anderen Korb lief, merkte ich wie etwas von hinten auf mich zu raste.
Ich drehte mich um, ließ den Ball, der von mir auf den Boden geprellt wurde auf den Boden fallen und fing den auf mich zu rasenden Ball perfekt auf.
„PASS AUF!" schrie jemand noch zuvor, aber ich war schneller. Vor mir stand Taehyung, der anscheinend vergeblich versuchte schneller als der Ball zu sein, um diesen auf zu halten, und sah mich Unglaubwürdig an.
„Hier. Das nächste mal schießt du bitte nicht auf Mädchen. Dieser hätte die anderen treffen können." sagte ich kalt, so wie er es zuvor auch tat, nahm meinen Ball wieder und rannte zum Korb, um noch mal perfekt auf ihn zu Zielen.
Meine Reflexe mussten gut sein, sonst wäre ich geliefert.
„Wow.. also Tae hast du glaube ich Mal gerade beeindruckt." sagte Lydia zufrieden und lachte.
„Y/N, du enttäuschst mich wirklich nie." sagte mein Lehrer stolz und ich war mehr als zufrieden.
Nun waren die Jungen an der Reihe diesen Parkour zu machen und wir Mädchen sollten Teams bilden.
Ich war nicht mit Milenia im Team, was mich beruhigte. Sie wusste selbst, dass ich fand, dass sie mal mehr Sport machen sollte damit sie besser wurde.
Ich mochte Niederlagen nicht, ich hasste sie. Wenn ich einmal in die Fußstapfen meines Vaters komme, würde ich mir keine Niederlage leisten können. Man sollte immer den Blick auf das Ziel halten und niemals auf was anderes, denn jede ach so kleinste Ablenkung könnte zum Tode führen.
Nach Sport hatten wir dann auch wieder Frei, weil unsere Religions Lehrerin nicht anwesend war. Ich verabschiedete mich von Milenia und ging vom Schulhof.
Als ich den Schulhof verließ sah ich, wie Taehyung mit den anderen Jungs noch redete. Sie standen neben seinem Motorrad und dem Jeep von Seokjin.
Milenia rannte zu Jimin und küsste ihn, wahrscheinlich fuhr sie mit ihnen mit. Ich kochte vor Wut, doch ich konnte mir es nicht leisten mit Jimin noch mehr Stress anzufangen, da er was wusste.
Ich ging zum Motorrad meines Vaters und zog mir meinen Helm an. Ja, ich fuhr Motorrad, es war schön den Wind im Haar zu spüren und ich kannte nur dies oder rasende Autos, diese schnecken Fahrzeuge waren mir zu langweilig. Ich brauchte diesen Adrenalin Schub einfach.
Als ich den Helm auf hatte und mich auf das Motorrad setzte, hörte ich wie Jimin fragte, seit wann ich denn ein Motorrad hätte.
Normalerweise versteckte ich es woanders, aber wieso sollte ich mein Wahres ich noch verstecken? Früher oder später weiß sowieso jeder wer ich bin.
Ich fuhr an ihnen vorbei und war ihnen keines Blickes würdig. Vielleicht ist Jimin mit meiner besten Freundin zusammen aber sie würde sich immer für meine Seite entscheiden, da war ich mir mehr als sicher.
Zuhause angekommen war mein Vater -wie immer- nicht anwesend. Meine Mutter war alleine und machte was zu Essen.
Sie war nie in irgendwas involviert, meine Mutter wollte dies nicht und mein Vater akzeptierte dies, genauso sehr wie meine Mutter es akzeptierte, dass ich wie mein Vater werden wollte. Es gab eine Zeit, da war sie strickt dagegen aber sie kannte meinen Vater und die Leute, die mich trainierten. Sie wusste, dass wenn ich sterben sollte es eben so ist und ich nicht davon abgebracht werden kann.
Meine Eltern liebten sich über alles, doch Seyoon's Eltern waren der lebende Beweis, dass es nicht immer so ist.
„Hey süße, wie war die Schule?" fragte sie, als sie mich sah und umarmte mich.
„Normal halt." antwortete ich ihr und stellte meine Sachen ab.
Sie stellte das Essen auf den Tisch und wir begannen sofort an zu essen.
„Gehst du heute wieder zu deinem Vater?" fragte sie und sah mich dabei an.
Ich nickte, während ich das Essen in meinem Mund kaute. Es gab nichts schlimmeres, als mit vollem Mund zu reden.
„Luan trainiert mich heute." antwortete ich, als ich fertig war und brachte mein dreckiges Geschirr in die Spülmaschine.
„Denk dran. Zuerst die Hausaufgaben und dann erst das Training!" entgegnete sie.
„Jaaa!" sagte ich etwas genervt und ging in mein Zimmer.
Mein Mutter legte viel Wert darauf, dass ich gute Noten schrieb und später -falls ich mich Unentschieden sollte und nicht in die Fußstapfen meines Vaters treten wolle- einen guten Beruf habe. Sie wollte schließlich nur das Beste für mich und ich kann sie verstehen, schließlich bin ich ihr einziges Kind.
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