015
Mit tackernden Schritten lief ich auf Hyunjin zu, der sich breit vor Jemandem aufgebaut hatte, den ich nur anhand seiner auffälligen Klamotten erkennen konnte.
Als ich nahe des Tumults war, sah ich kleine Zettel, die den ganzen Boden mit ihrer hellen Farbe schmückten: Rosa wohin das Auge reicht, begleitet von einem schwarzen Notizbuch, das aufgeschlagen und falschherum Bekanntschaft mit dem Dreck des Bodens macht.
Ich drang durch den Halbkreis, der sich um die beiden Jungen aus meiner Klasse gebildet hatte und stellte meinen besten Freund zur Rede:
„Das könnte ich dich auch fragen. What the fuck, Hwang?"
Er blickte verstört auf, die linke Hand krampfhaft neben Han an die Wand gedrückt, die rechte umschlossen um ein fremdes Handy, welches er mir zögernd entgegenstreckte.
Eine mir mehr als bekannte Telefonnummer.
LEE MINHO.
Ich sah auf.
Meine Augen suchten Hans, die hektisch umherhuschten, als würde er jeden Moment in Ohnmacht fallen.
„Du?"
Er presste seine Lippen zusammen, setze zu einem Kopfschütteln an, als ich mich innerhalb dem Bruchteil einer Sekunde hinunterbückte und ein Zettelchen aufhob:
Deine Augen glänzen wie gefroren Seen an Weihnachten.
Mein Blick fing den seinen auf, der weiterhin panisch, ob es nun wegen mir oder wegen Hyunjin, war. Ich erkannte blanke Angst.
Angst,
die ich in seinen Augen nicht sehen wollte.
„Lass ihn los, Hwang. Sofort."
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