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Memories - Conan Gray

»du bist wie eine Sonnenblume, die im Sommer heller strahlt als jeder Stern am Nachthimmel«

Ich weiß noch, wie Changbins trauriger Blick früher immer auf Felix und Hyunjin lag, als sie kurz nachdem Hyunjin an unsere Schule gewechselt hatte zusammen kamen.

Ihre reine Anwesenheit zerfraß ihn, wenn er seinen Felix ohne sich so glücklich sah - es muss weh getan haben, dass Felix sich nach zwei Jahren von ihm trennte, um mit jemandem eine Beziehung zu führen, den er erst seit einer Woche kannte.

Und inzwischen, inzwischen kann ich Changbin verstehen. Selbst wenn ich ihn nicht mehr mag, es kotze mich langsam an, wie Jungkook Taehyung von allen Seiten umgarnte, wie er es vor knapp einem Monat bei mir ebenfalls noch getan hatte.

„Es scheint so, als ob in seinem Kopf nicht das kleinste bisschen Mitgefühl vorhanden wäre."
Hyunjin trat dicht neben mich und legte mir brüderlich einen Arm um die Schulter, während Seungmin still neben ihm auftaucht: „Der erste Geburtstag den er nicht mit uns verbringt."
Ich lachte bloß trocken: „Er ist 17, er hat ganze 13 Jahre ohne uns Geburtstag gefeiert." dann zog ich Hyunjin, natürlich brüderlich, hinter mir her wie einen nassen Sack, um nicht länger diese Folter für meine Netzhaut ertragen zu müssen, die mir Taehyung in Form eines Geburstagsgeschenks für meinen Exfreund Kookie zeigte.

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„Du besitzt etwas, das nicht schwarz ist? Das muss eine optische Illusion sein!" Hyunjin lachte, und blickte abwertend auf Han, der mit verschränkten Armen und rosanem Pullover auf dem Boden vor dem Kunstraum saß, die Kapuze ins Gesicht gezogen, als würde er in den Fliesen versinken wollen.

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Stimmt.

Obwohl Hyunjin an unsere Schule gewechselt hat, weil er gemobbt wurde, wie er mir einst gestand, kann er es nie lassen auf seinem Lieblingsopfer herumzuhacken.
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Ich hörte beinahe, wie es in Hans Kopf rasselte, bevor er beinah erzwungen still wie ein Grab blieb.
Ich spürte, wie sehr er Hyunjin etwas ins Gesicht spucken wollte, was nicht gerade freundlich war, doch er erwiderte nichts, starrte zu Boden, der genauso leer war wie der Rest des Gangs.

Genervt schüttelte ich den Kopf, schob Hyunjin brutal in Richtung Oberstufenraum und befahl ihm, Felix suchen zu gehen: „Und kauf mir eine Karottenlimo."
Ich konnte einfach nicht verstehen, wie er versuchte anderen das Leben schwer zu machen.
Als mein bester Freund endlich um die Ecke verschwand, um mir hoffentlich mein Lieblingsgetränk zu besorgen, blickte ich zu Jisung zurück.

Da wir sowieso nur zu zweit auf dem nun einsamen Gang standen unterdrückte ich mein schüchternes Lächeln nicht, was begann mein Gesicht zu zieren:

„Das steht dir super. Hör nicht auf Hwang."

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