Kapitel 31

Aus einem Loch in einer anderen Zelle spritzt Wasser herein, und die beiden Besessenen beginnen sofort, zu schreien. Jay und ich haben wenige Sekunden um zu flüchten. Wir rennen beide Richtung der Treppe, die an die Oberfläche führt.

Da sich diese Zellen Kilometerweit unter der Erde befinden, müssen wir nun beide mehrere Kilometer rennen. Bergauf.

Ich gerate schon nach einigen Metern außer Puste. Jay hingegen rennt unbeirrt weiter. Erst als er bemerkt, dass ich nicht hinterher komme, bleibt er stehen, packt mich an der Hand und zieht mich mit.

Als wir uns umdrehen, sehen wir, wie das Wasser in den Treppentunnel spritzt.

"Ich hab was vergessen", schreie ich plötzlich verzweifelt.
"Was denn? Ist das wichtig? Du kannst es nicht mehr holen", brüllt Jay und zieht mich weiter mit sich.
"Das mein' ich nicht", rufe ich. "Wir tragen keine Wasserkleidung!"

Abrupt bleibt Jay stehen und ich rempele ihn an.
"Mal!", fordert er mich auf. "So schnell du kannst!"
Hektisch reisse ich mein Tablett aus der Tasche und beginne, darauf herum zu malen. Schweißtropfen bilden sich und ich ziehe die beiden Anzüge und Schuhe aus dem Pad.

Jay schlüpft so schnell er kann in seinen schwarzen Anzug und in seine Schuhe. Ich tue es ihm nach und stelle voller Entsetzen fest, dass das Wasser uns fast eingeholt hat. Unmöglich können wir es schaffen.

Meine Entscheidung fällt schnell. Ich forme meine Hand zur Faust und schlage die Glaswände des Tunnels ein. Meine Faust beginnt sofort, zu Schmerzen und mein Handgelenk fühlt sich gebrochen an. Panik macht sich breit in mir.
"Wir müssen hier raus!", schreie ich.
Wasser spritzt uns entgegen und ich zerschlage das Glas noch weiter.

Schnell ziehen Jay und ich uns mit aller Kraft aus dem Tunnel heraus ins Meer.

Das Wasser brennt überall, was mich vermuten lässt, dass die Anzüge nicht ganz dicht sind. Aber besser als nichts. Die Schmerzen sind nicht so stark wie die ohne Anzug. Deshalb schwimmen wir schnell weiter. Ich bemerke, wie die Farbe aus meinen Haaren weicht und stattdessen ein leichtes Blau eintritt.

Vor Schock vergesse ich, die Luft anzuhalten und atme etwas Wasser ein. Binnen weniger Sekunden verliere ich das Bewusstsein.

***
Leider sehr kurz, aber ich sitze im Auto^^ (auf dem Heimweg von Kroatien) und stehe ständig im Stau... Hoffentlich gefällt euch das Kapitel:D Wenn ja, drückt doch einfach kurz auf das Sternchen unten links:) Das wars erstmal von meiner Seite:D

Wenn es Interessenten gibt, lade ich heute noch ein Kapitel hoch. Also, wer will?!^^

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