Kapitel 9

Ich lag still da. Die Augen weiterhin geschlossen, zumindest bis ich hörte wie die Tür sich öffnete. Sofort öffnete ich die Augen und setzte mich auf, nur um Sebastian zu erblicken. Er musterte mich kurz still ehe er seufzte. ,,Irgendwann wirst auch du Verträge schließen müssen und da werden dir deine ,Butler Fähigkeiten' die du bei Madame Red hattest nichts nützen.", sagte er dann. ,,Aber ich kann das doch~", sagte ich nur. ,,Tee kochen? Generell kochen? Tische richtig decken? Alles ordentlich halten? Alles andere was man als Butler tun muss?" ,,Naja also...zumindest einen Teil davon.", gab ich zu. ,,Dann komm. Wir haben viel zu tun." Ich nickte und freute mich irgendwie da ich nun was zu tun bekam. Sebastian verließ den Raum woraufhin ich aufsprang und ihm folgte. Beim Folgen blickte ich aus den Fenstern an denen wir vorbei gingen. Die Flure waren nur schwach beleuchtet durch Kerzenlicht, da es draußen stockduster war. Es war mitten in der Nacht, anscheinend wollte Sebastian die Zeit nutzen in der sein Herr schlief...
Gemeinsam gingen wir in die Küche und er holte alles raus was wir brauchten um einen Tee vorzubereiten. ,,So Grell wie würdest du jetzt diesen Tee kochen?" Er deutete auf die Verpackung ich musterte eben diese und überlegte. ,,Na heißes Wasser und....5 Löffel von dem Tee Pulver." Einige Zeit war es still ehe Sebastian den Kopfschüttelte. ,,Also war nicht alles nur geschauspielert hm? Ich habe es dir bereits schonmal erklärt! Ein Löffel pro Tasse und einen für die Kanne. Also zwei." Ich hörte ihm aufmerksam zu und nickte.
Sebastian brachte das Zubehör wieder weg. ,,Für den Tee ist es noch viel zu Früh. Aber wir können das Frühstück vorbereiten."
Ich nickte und sah dabei zu wie Sebastian die verschiedensten Zutaten holte. Er erklärte mir was wir nun kochen würden und wie wir vorgehen mussten. Ich half ihm bei den Vorbereitungen und war zufrieden mit dem Ergebnis. An Sebastian's Blick sah ich das er es ebenfalls war. ,,Na Gut. Wir können schonmal den Tisch für den Morgen decken." Er drückte mir Geschirr in die Hand und ich folgte ihm in den Speisesaal. Gemeinsam deckten wir den Tisch. Anschließend half ich Sebastian schonmal etwas beim putzen. Den Rest würden wir später nachholen.
Ich bemerkte erst spät das die Sonne schon langsam aufgegangen war. Sebastian erklärte mir noch einige Sachen ehe er auf seine Taschenuhr guckte. ,,Es wird Zeit den jungen Herren zu wecken, komm." Er lief vor und ich folgte. Sebastian befahl mir im Türrahmen zu warten, weshalb ich eben dieses tat und still dabei zusah wie Sebastian das Schlafzimmer betrat, seinem jungen Herren einen ,guten Morgen' wünschte und die Vorhänge aufzog. Mir fiel auf das ich Ciel zuvor noch gar nicht gesehen hatte, aber das war mir auch eigentlich relativ egal. Aber naja...vielleicht war das auch sowas wie ein Neuanfang hier...
Ciel öffnete müde die Augen und blickte fragend zu mir und dann zu Sebastian. ,,Ich habe Euch bereits berichtet was passiert ist. Grell schaut nur zu um zu lernen.", erklärte Sebby und Ciel nickte.
Der Junge setzte sich auf und Sebastian kleidete ihn um, was mich wieder überzeugte das dieser Junge nichts alleine konnte.
Anschließend zog Sebastian ihm die Augenklappe an und Ciel zog sich seine Ringe über die Finger. Dann stand er auf und ging an uns vorbei. Sebastian folgte ihm direkt und berichtete ihm was wir zum Frühstück vorbereitet hatten. Ciel nickte einverstanden und lief zum Speisesaal.
Ich folgte Sebastian in die Küche und half ihm beim servieren, vorher musste ich allerdings noch den Tee unter Sebastian's strengem Blick vorbereiten. Wir stellten alles vor Ciel auf den Tisch, da eben dieser bereits saß. Dann standen wir still an der Seite während Ciel Frühstückte.
Als er fertig war räumten Sebastian und ich den Tisch und die Küche auf. ,,Läuft so jeder morgen ab?", fragte ich neugierig und Sebastian nickte. ,,Meistens ja."
Vielleicht war es wirklich sowas wie ein Neuanfang....
Wer wusste schon ob es vielleicht doch ganz schön werden würde..

,,Lass uns die Vorbereitungen für den Lunch treffen.", sagte Sebastian nach einer Weile. Ich nickte einverstanden.
Ich half ihm auch dabei und nach einiger Zeit waren wir fertig. Wir putzen noch das restliche Haus und machten den Garten anständig da dieser komische Gärtner alles verwüstet hatte. Als wir endlich fertig waren blickte ich zu Sebby auf. ,,Teufel haben doch auch ihre Tier- und wahre Gestalt oder?" Sebastian blickte mich ruhig an und nickte aufmerksam. ,,Aber...wie kann man sich da rein und wieder zurück verwandeln?" ,,Du fragst dich was passiert wenn du dich aus Versehen verwandelst oder wie du es generell tust?" Ich nickte. ,,Naja also wenn du länger ein Dämon bist wirst du es nur noch wollen müssen und dich darauf konzentrieren dann klappt es auch. Jetzt für den Anfang kann es sein das es noch nicht so funktioniert. Es kann also sein das du dich plötzlich mal verwandelst. Aber wenn du dich auf dein Eigentliches Aussehen konzentrierst solltest du dich problemlos zurückverwandeln können." ,,Okay...", gab ich von mir.
Trotzdem war ich unsicher...
Es hieß immerhin eigentlich...

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top