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Ich glaube wir sind da.

Sofort richtete sich meine Aufmerksamkeit nach vorn und mein Blick folgte Likas ausgestrecktem Arm.

Vor uns erhob sich ein gigantischer Wall aus Dornen und vertrockneten Ästen.
Ich ließ meinen Blick nach oben wandern, legte meinen Kopf in den Nacken und konnte dennoch das obere Ende nicht erkennen.

Kommt

Zwischen den Ranken war nichts zu erkennen, nur eine schleichende Dunkelheit.

Kommt mit uns

"Das Portal sollte nicht weit entfernt sein," meinte An mit gedämpfter Stimme.

Um uns herrschte komplette Stille, die sich auf unsere Gemüter legte, uns schläfrig machte.
Die Pferde tänzelten nervös auf der Stelle und waren nicht zu beruhigen, weder durch gute Worte, noch durch Magie.

Kommt mit uns in den Garten der Schatten

Ich war kurz davor vom Pferd zu klettern, als die Stute sich plötzlich auf die Hinterbeine stellte und dann zurückwich.
Ich musste mich in der Mähne festkrallen um nicht wie ein Sack Mehl auf dem Boden zu landen.

Es wird euch an nichts fehlen
Ihr werdet unsterblich sein
Euch kann nichts geschehen
Kommt mit uns

Ich erinnerte mich an ein Schlaflied, das unser Kindermädchen uns immer vorgesungen hatte:

Und wenn die Schatten kriechen
Wollen sie dir böses
Lauern in totem Leben
Am Zaun ihres dunklen Gartens

Wenn du mit ihnen gehst
Verliert deine Seele das Licht
Dein Herz wird von Dunkel erfüllt
Und nie wieder frei davon sein

Dein Kopf wird hängen
Dein Körper verschwinden
Und niemand wird sich erinnern
Dass deine Augen erblickten das Licht
Vergessen in den Schatten

Ich zuckte zusammen.
"Weg von der Hecke!"
Weder An noch Lika reagierten.
Langsam kamen Faden von Dunkelheit, schlangen sich um Likas Hufe und kletterten ihren Körper hinauf.

"An, erinnere dich an unser Kindermädchen. An das Lied, das sie immer gesungen hat. Bitte. Lika, sonst merkst du doch immer, was böse ist und was nicht."

Ans Pferd wich den Fäden aus.
Ich schickte ihm eine Botschaft. Das Lied, das jetzt wieder in meinem Bewusstsein war.

Die Stute wieherte schrill und wendete auf der Hinterhand.
"Gutes Mädchen. Lass sie bloß nicht absteigen."

"Elisa?"
"Ja, Prinzessin?"
"Was bedeutet dieses Lied?"
Das Kindermädchen seufzte leise.
"Es handelt von der großen Hecke, die unsere gesamte Heimat umfasst."
"Aber was genau ist damit gemeint?"

Elisa ließ sich ins Gras sinken und strich mit den Fingerspitzen sanft über die weißen Apfelblüten die auf dem Boden verteilt lagen.

"Komm her, ich will dir eine Geschichte erzählen."
Ich hockte mich neben sie und schaute erwartungsvoll zu ihr auf.

"Was weißt du über die Hecke?"
"Sie umschließt das gesamte Feenreich und ragt bis in die Wolken. Man kann durch die Portale in ihr an bestimmte Punkte reisen. Und sie ist sehr gefährlich."

"Du hast gut aufgepasst. Also, was glaubst du bedeutet die erste Strophe?"
Ich pustete mir ein Blütenblatt von der Nasenspitze und schaute auf in die ausladenden Baumkronen.

"Und wenn die Schatten kriechen
Wollen sie dir böses
Lauern in totem Leben
Am Zaun ihres dunklen Gartens.

Hmm. Also lauern in totem Leben ist leicht. Damit ist die Hecke gemeint. Schließlich war die mal lebendig, jetzt ist sie es aber nicht mehr.

Und wenn die Schatten aus der Hecke herauskommen, dann ist das nicht gut weil sie dir dann was antun wollen.

Aber die letzte Zeile verstehe ich nicht so ganz. Was ist der dunkle Garten?"

"Sehr gut, Prinzessin.
Der dunkle Garten wird auch als Schattengarten bezeichnet.
Es ranken sich viele Legenden darum, keine ist nachgewiesen.

In manchen wird erzählt der Schattengarten sei das Totenreich, aber das macht wenig Sinn, da manche, die an der Hecke verschwunden sind wieder aufgetaucht sind.

Eine Legende erzählt von einem Paradies aus dunkler Magie in dem Wesen leben, die die Manifestion des wirklich bösen sind. Keine Dämonen sondern Bosheit, die eine Gestalt angenommen hat.

Und wieder andere erzählen, dass der Schattengarten das Zuhause eines Zauberers ist, der die Toten wiedererweckt und sie für seine Zwecke in den Kampf schickt. Oder als Meuchelmörder um seine Gegner zu dezimieren."

"So wie ein Nekromant?"
"So wie ein Nekromant, Prinzessin."

"Ist davon irgendetwas wahr?"
"Ich weiß es nicht, Prinzessin. Ich weiß nur, dass niemand, der von der Hecke verschlungen wurde je in der Lage war zu erzählen wie der Schattengarten aussieht.

All diejenigen, die lebend wieder herauskamen waren in der Seele tot. Die Auren waren schwarz wie der Totenfluss und die Augen so leer wie der Zwischenraum. Diese Wesen kannten nur zwei Emotionen: Hass. Und Mordlust.

Das war das Einzige, was auf den Gesichtern dieser Toten zu sehen war. In sehr selten Fällen konnte man auch einen Ausdruck der Qual erkennen. Aber keiner von ihnen hat je ein Wort gesprochen.
Ihre Sprache waren Mord und Blut.

Ich habe vor vielen Jahren so jemanden gesehen, eingeschlossen in eine Zelle und bewacht von der halben Leibgarde deines Vaters.
Dieses Wesen war gefährlich, konnte die Titangitter verbiegen und hat sich an den Eisenstäben die Hände weggeätzt ohne einen Laut von sich zu geben.

Eine der Wachen, die allein zu ihm hineinging wurde regelrecht in Stücke gerissen, viel mehr als Schnipsel sind von ihm nicht übriggeblieben.

Das Wesen musste nicht essen, trinken oder schlafen und hätte ewig so weitermachen können, hätte das Eisen es nicht langsam aber sicher verätzt."

Ich schaute Elisa mit großen Augen an. Sie hatte den Kopf gesenkt, die blonden Strähnen rahmten ihr trauriges Gesicht ein und eine Träne tropfte ins Gras.

Mit einem Mal kam mir der ganze Garten vor wie eine Kulisse aus Pappe und schöner Farbe.

Wie ein Spiegelteich. Wenn man ihn nur ansah war er wunderschön, der Himmel spiegelte sich auf der Oberfläche und nachts waren die Sternbilder zu erkennen.

Wenn man aber hineinfiel, wurde man von Schlingpflanzen in die Tiefe gezogen und langsam gekocht. Kleine Pflanzen zogen einem die Haut ab und trugen sie als Schmuck.
Blüten saugten einem alles Blut aus den Adern und Jahre später war nichts mehr von einem übrig.

Die Welt in der ich sicher zu sein glaubte war falsch und hässlich. Nichts Schönes darin, alles Maskerade um ahnungslose Leben zu zerstören.

Ich schauderte.
"Und die zweite Strophe?" flüsterte ich vorsichtig.
Elisa räusperte sich und wischte sich die Augen.
"Das findest du selbst heraus, Prinzessin."

"Wenn sie dich mitnehmen, wirst du so wie dieser Gefangene?"
"Ganz genau, Prinzessin."

Ich berührte ihre Hand und schaute in ihre wolkengrauen Augen.
"Du kanntest den Gefangenen, stimmt's?"
"Ja. Er war mein Bruder," hauchte sie.

Ich starrte sie erschrocken an.
"Das ist schrecklich! Ich kann mir gar nicht vorstellen was ich machen würde, wenn das mit An passieren würde."
"Und ich hoffe, dass das niemals passieren wird, Kyra."
"Du hast mich gerade zum ersten Mal mit meinem Namen angesprochen."

"Oh, das... das tut mir so unendlich leid, ich..."
"Hör auf dich zu entschuldigen! An nennt mich ja auch nicht Prinzessin, nicht mal Vater. Und du gehörst ja auch irgendwie zur Familie. Also nenn mich Kyra, wie jeder andere auch."
"Sehr wohl Prinzessin. Kyra. Daran werde ich mich wohl erst gewöhnen müssen."

"Und die dritte Strophe?"
"Dein Kopf wird hängen
Dein Körper verschwinden
Und niemand wird sich erinnern
Dass deine Augen erblickten das Licht
Vergessen in den Schatten.

Wenn du die Hecke entlanggehst wirst du auf tausende schwarzer Schädel treffen. Nur noch Knochen. Sie hängen sie dort auf, wenn sie dich nicht gebrauchen können. Körper wurden nie gefunden."
"Die zweite Zeile?"
"Ja.

Und die dort gestorbenen werden vergessen. Nichts erinnert mehr an sie. Nur selten gibt es ein paar Helden, die viel vollbracht haben, bis sie sich aufmachten die Hecke zu bezwingen.

Noch heute existieren Lieder, die nie fertig wurden, weil die Hauptpersonen von einer Sekunde auf die andere von allen vergessen wurden.
Wenn einen Tag später der Text erneut gelesen wurde, fragte man sich, wer dieser Held sei."

"So will ich nicht sterben. Einfach nie existiert zu haben muss schrecklich sein."
"Es gibt nichts in den Weiten meiner Vorstellung, das schlimmer ist."

Ich ließ mich auf den Blütenteppich sinken und strich mir ein Strähne aus der Stirn.
Meine Gedanken waren weit weg, am anderen Ende des Reiches. Bei den vielen vergessenen Seelen.

Und dorthin kehrten sie in diesem Moment zurück.
Der Moment, in dem ich An eine beherzte Ohrfeige gab, die ihren Kopf von Ost nach West fliegen und sie verwirrt blinzeln ließ.

Und der Moment, in dem ich registrierte, dass Lika bereits bis zu ihren menschlichen Hüften von Schatten überzogen war.

Okee, ich wurde getaggt.
Von der lieben DramioneLovee.

1) Was ist euer Harry Potter Haus?
Slytherin!
Okay, eigentlich Ravenclaw, aber hey, who cares xD

2) Wer sind eure top 3 Harry Potter Charaktere?
-Luna
-Fred und George
-Neville/ Bellatrix

3) Was ist euer Lieblingsessen?
Pizza!

4) Was ist eure lieblings Wattpadstory?
Im Moment "Temparis- Die Fremde" von Eisblumenmaedchen
Alle anderen sind in meiner Leseliste ^^

5) Was sind eure Hobbys?
Lesen, Schreiben, Tanzen, Reiten, Essen... xD

6) Bellatrix Lestrange oder Lucius Malfoy?
Bellatrix!

7) Dramoine oder Fremoine?
Dramoine

8) Lieblingsort?
Bevorzugt auf einem Pferd, sonst alle Arten von Wald.

9) Lieblings Harry Potter Tierwesen?
Niffler!! *-*

10) Schreibt ihr am Handy oder am Computer?
Am Handy (Wattpad gibt's auch am Computer? Echt?)

11) Natur oder Stadt?
Natur. Städte können zwar ganz nett sein, aber ich bin schon immer ein Waldkind und Städte stressen mich eher.

So, das waren jetzt alle Antworten.

Ich tagge:
Mini-Luna
Wolkenschloss
SilverfeatheredRaven
moonshine_sunshine
Skorpionengift
Eisblumenmaedchen

Und meine Fragen an euch sind:

1) Wenn ihr auswandern müsstet, wohin?

2) In welches Buch würdet ihr gerne reisen?

3) Lieblingsfilm/buch/serie?

4) Was denkt ihr von Verschwörungstherorien?

5) Lieber Großstadt oder Kuhkaff?

6) Lieblingsfach in der Schule?

7) Handysuchti oder geht's auch ohne?

8) Könnt ihr euch Namen gut merken oder Hirn wie ein Sieb?

9) Campingplatz oder Hotel?

10) Habt ihr irgendwelche Buchempfehlungen für mich? Ich hab Langeweile xD

11) Lieblingzitat?

Sooo, viel Spaß damit ^^

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