S E V E N

S E L E N A

Ich wurde von lauten gelächter geweckt. Ich nahm mein Handy und schaute auf die Uhrzeit. 11:37 Uhr. Stöhnend ließ ich meinen Kopf wieder auf mein Kissen fallen. Das gelächter hatte aufgehört und ich versuchte wieder zu schlafen, aber zu meinem Pech fing es wieder an. Genervt stand ich auf. Die können was erleben!

Ich ging die Treppen runter, ins Wohnzimmer. Mir war es im Moment scheiß egal wie ich aussah. Ich wollte einfach nur meine Ruhe.

Im Wohnzimmer traf ich auf Christian, Ashton, Grayson und Nathan.

"Könntet ihr eure Lautstärke eventuell etwas runter schrauben? Ich möchte schlafen."

"Ohh waren wir so laut? Sorry.", lachte Grayson sarkastisch.

"Garnicht witzig.", murmelte ich und ging zu Nathan.

"Hey.", sagte ich und umarmte ihn.

"Hey.", lacht er.

Anscheinend hatte er sich mit den Jungs angefreundet. Das heißt kein schlaf mehr für mich. Na toll.

Ich ging in die Küche und setzte mich auf einen Stuhl. Dann ließ ich meinen Kopf auf die Tischplatte fallen. Natürlich langsam und schloss meine Augen.

"Machst du mir einen Kaffee?", fragte ich Harry, der ebenfalls in der Küche war.

"Ich wünsche dir auch einen guten morgen."

Ich gab keinen ton von mir. Wenn man müde ist, kommt einen diese Tischplatte echt gemütlich vor.

5 Minuten vergingen, bis der Kaffee fertig war. Harry stellte ihn vor mich und ich hob meinen Kopf.

"Danke.", sagte ich und gähnte.

Er setzte sich vor mich und beobachtete mich.

"Was?"

"Nichts, es ist nur...", er hielt inne.

Ich schaute ihn abwartend an. Kommt da noch was?

Er schüttlete den Kopf.

"Ach nichts.", lächelte er.

"Du bist komisch."

Ich nippte an meinem Kaffee.

"Wir gehn heute feiern. Kommst du mit?", sagte er und stand auf.

"Nein."

"Wieso nicht?"

"Ich bin kein Party typ. Ich war noch nie jemand der gerne Mitten in einer Menschenmenge stand, eher gesagt versuche ich jeglichen Kontakt mit ... betrunkenen, zu gleich auch tanzenden Leuten zu vermeiden."

Er nickte.

"Hast du Hunger?"

"Nein, du kannst wieder zu deinen Freunden."

"Ruf mich wenn was ist.", sagte er und strich über meinen Arm.

Ich saß lange in der Küche und schaute aus dem Fenster. Nach Frühstück war mir nicht. Ich dachte nach. Über Harry. Ich wusste selbst nicht warum. Ich fragte mich was das für ein Gefühl war, als er mich umarmt hat. Oder als wir zusammen im Bett lagen. Man kann hier nicht wirklich von liebe sprechen. Nein. Aber was war es sonst? Das Gefühl war mir völlig fremd.

"Selena! Ich rede mit dir!"

Eine Hand fuchtelte vor meinem Gesicht und riss mir aus meinen Gedanken. Ich zuckte zusammen.

"Was?", fragte ich stutzig.

"Ich rede schon die ganz Zeit mit dir, aber du hörst garnicht zu.", lachte Nathan. "Ich fahr zu Ethan und schlaf wahrscheinlich bei einer Freundin. Wollte nur Bescheid sagen."

"Wieso lässt du mich in letzter Zeit immer alleine?", fragte ich traurig.

"Sein nicht traurig. Heute ist das letzte mal versprochen. Montag Unternehmen wir was. Das versprech ich dir.", sagte er und umarmte mich.

Ich erwiederte die Umarmung und er ging. Auch die anderen Jungs gingen und wieder einmal waren Harry und ich alleine zuhause.

"Ich geh dann mal duschen. Wenn was ist, weißt du dann wo ich bin.", kam es von hinter mir.

Ohne mich umzudrehen nickte ich.

Nachdem ich meinen Kaffee getrunken hatte legte ich mich auf die Couch und schalltete den Fernseher an.

H A R R Y

Ich zog mich aus und stellte mich unter die Dusche. Das warme Wasser prasselte auf meine Haut und fühlte sich so gut an. Es beruhigte mich.

Meine Gedanken schweiften unwillkürlich zu ihr. Sie war nahe zu Perfekt. Ihre Augen. Ihre Haare. Ihr Körper. Alles ist perfekt. Ich liebe alles an ihr. Als ich diesen Job angenommen hatte, wusste ich nicht das ich auf jemanden wie sie treffe.

Ich wollte sie haben. Ich wollte sie spüren. Verdammt wie sehr ich es wollte. Seit ich bei ihr bin, habe ich mit keiner Frau mehr geschlafen. Verdammt ich habe nicht mal mehr eine Frau angeguckt.

Dieses Gefühl ist neu und unbeschreiblich. Ich habe noch nie für jemanden so empfunden, wie für sie.

Die Tatsache das wir niemals etwas sein werden machte mich verrückt. Wieso will sie nicht?

Das kannst du doch nicht wissen.

Ich weiß es aber!

Gib ihr Zeit. Das wird schon.

"Ich will sie aber jetzt!", schrie ich und schlug mit der Faust gegen die Wand.

Plötzlich klopfte es an der Tür.

"Alles okay, Harry?", fragte ihre liebliche Stimme. Sie war durch die Tür nur noch gedämpft.

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