O N E

S E L E N A

Es war ein ganz normaler Tag. Ich kam grade von der Schule, als ich bemerkte das unsere Haustür einen spalt offen stand. Es war wie in diesen 0815 Horrorfilmen, wo man in der nächsten Scene seine tote Familie auffindet. Dies war aber kein Horrorfilm.

Also ging ich in das Haus, ließ diesmal aber meinen üblichen Spruch 'Ich bin zuhause.', sein. Ich legte meine Tasche auf den Boden und ging in die Küche, wo ich nach einem Messer griff. Keine Ahnung wieso, ich tat es einfach. Dann schritt ich in das Zimmer meiner Eltern, mit dem Messer fest umklammert.

Auch diese Tür war ein spalt geöffnet. Leise öffnete ich sie ganz und mir stoppte der Atem. Sie lagen dort. Zur Hälfte im Bett und die andere Hälfte im Zimmer verteilt. Es sah so aus als hätte der Mörder viel Spaß mit ihnen gehabt.

Ich sackte auf meine Knie und ließ das Messer fallen. Das konnte nicht war sein. Niemals. Ich brach in Tränen aus. Ich weiß nicht wieso, aber sofort griff ich nach dem Messer und stand auf. Nur um wenige Sekunden später einen stechenden Schmerz im Magen zu spüren. Ich schaute runter und erkannte recht schnell die Spitze eines Messer. Ich drehte mich mit aller Kraft um und-

Schweißgebadet fuhr ich hoch. Nicht zum ersten mal war ich glücklich meinen Wecker zu hören. Seit Tagen plagten mich schon diese Albträume. Keine Ahnung was es ist, aber es ist unheimlich. Es ist nie der gleiche Traum, nur das gleiche Schema. Immer wieder finde ich die Leichen meiner Eltern.

Ich schüttelte den Schock des Albtraumes ab und strich mit einer Hand über mein Gesicht. Wenige Minuten später stand ich auf und ging ins Bad. Dort wusch ich mich, zog mich an, schminkte mich und machte meine Haare. Wie jeden Morgen ging ich nachdem ich fertig war nach unten um zu frühstücken. Ich war überglücklich meine Eltern zu sehen.

Glücklich mit dem Gedanken das es nur ein Traum gewesen war. Nachdem auch das Frühstück fertig war, fuhr ich mit Nathan in die Schule. Wie immer wartete meine Freundin Amber vor der Schule auf mich und begrüßte mich herzlich.

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"Keine Ahnung, Amber. Aber es ist immer gleich. Immer finde ich sie- tot. Ich werde langsam wahnsinnig.", sagte ich, angelehnt an meinen Spind.

"Vielleicht musst zu ja auch nur zum Psychologen."

Ich schaute sie mit einem 'Willst-du-mich-verarschen-Blick' an.

Seufzend schlug sie ihren Spind zu und ging Richtung Chemie Raum.

"Ich mein es ernst. Wie lange hast du diese Träume schon? Zwei Wochen? Du musst mit jemanden reden."

"Ich hab ja dich. Ausserdem brauche ich keinen Psycho Doc, der denkt er könne etwas tun."

Schulter zuckend betrat sie unseren Chemie raum und setze sich auf ihren Platz. Auch ich ließ mich auf meinen Platz fallen.

-

Nach der Schule nahm mich Nathan wie gewohnt mit nach Hause. Wir redeten kaum, auch wenn wir eigentlich die besten freunde waren. Er war der perfekte große Bruder. Immer für mich da und was ich am meisten an ihm mochte war, das er mir freiheit gab. Sozusagen. Er mischte sich nicht in mein Liebesleben ein, solange ich nicht verletzt werde.

Fast bemerkt ich nicht das wir ankamen. Die 20 minütige fahrt kam mir kürzer als sonst vor. Man sollte wissen wir wohnen etwas weiter weg. Nachbarn haben wir nicht. Sie wohnen alle ein paar Meter weiter weg von uns. Es war komisch das wir weit weg wohnten, aber es machte uns nichts aus. Keine nervigen Nachbarn halt.

Als wir grade das Haus betraten, hörten wir gelächter aus der Küche. Wir schauten uns gegenseitig verwirrt an, da eine Stimme unter ihnen war, die uns fremd war. Nathan ging vor in Küche und ich ging ihm nach.

"Ohh Nathan, Selena. Da seit ihr ja.", sagte Dad erfreut und schaute zu einem Mann der mir erst jetzt auffiel. Er hatte lange braune locken und Gift grüne Augen die herrausstachen. Sein Gesicht wurde von 2 Grübchen geschmückt. Ebenso wie von seinen strahlend weißen Zähnen und seinen pinken Lippen.

"Das ist Harry Styles. Er wird ab morgen euer Babysitter sein.", sagte Dad schnell und riss mich aus meiner starre.

Jetzt bemerkte ich erst das er mich auch gemustert hatte, was ziemlich peinlich war. Ich fing an zu lachen, genauso wie Nathan. Mum, Dad und Mr. Styles schauten uns verwirrt an, bis ich sie aufklärte.

"Ich denke nicht das wir einen Babysitter brauchen. Nath ist 19 und ich bin 18. Ich glaube wir können gut auf uns selbst aufpassen.", sagte ich mit einen gespielten lächeln.

"Du, meine liebe hast fast das Haus in Flammen gesetzt und Nathan hat nicht mal eine Ahnung wie man sich selbst Spiegeleier zu bereitet.", sagte Mum.

Ich fing an zu lachen, doch riss mich sofort wieder zusammen, als Nathan mir einen bösen Blick zu warf. Könnten Blicke töten, wäre ich wahrscheinlich jetzt tot umgefallen.

"Das war nur fast, Mum. Und vor 3 Jahren!", protestierte ich, worauf Styles anfing etwas zu lachen.

"Hör jetzt auf, Selena. Er wird euer Babysitter, Punkt.", meldete sich mein Dad, woraufhin Nath und ich nickend in unsere Zimmer liefen.

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