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Selena
Stöhnend drehte ich mich auf die Seite und drückte mein Gesicht in mein Kissen, als es erneut an meiner Tür klopfte.
Ich erhaschte einen kurzen Blick auf die Uhr, die auf meinem Tisch stand. Es war 09:26 Uhr.
Erneut klopfte es und genervt schlug ich die Decke von mir. Welcher Mensch weckt mich an einem Samstag um diese Uhrzeit auf?
Ich machte mich bereit die Person, die hinter der Tür stand, fertig zu machen.
Der hat ja nerven um diese Uhrzeit bei mir zu klopfen.
Als ich grade zur Tür ging, klopfte es erneut. Mit einem Ruck öffnete ich die Tür und stockte.
Mit einem Schlag wurde ich hellwach. Die Wut, die ich grade noch in mir hatte, wandelte sich in Angst um.
"Hey.", sagte er kurz, ehe er ohne Einladung in mein Zimmer kam.
Ich stand noch wie angewurzelt an der Tür. Ich spürte wie mein Herz immer schneller Schlug und ich anfing zu zittern.
"Schön hast du es hier.", hörte ich ihn hinter mir sagen.
Langsam drehte ich mich um.
Träume ich? Ich muss träumen. Das kann doch nicht wahr sein.
Ich schloss die Tür nicht.
"Woher weißt du das ich hier wohne?", fragte ich mit zitternder Stimme.
Er hatte sich auf mein Bett gesetzt und schaute sich um.
"Ich hab dich was gefragt.", sagte ich nun mit etwas mehr Selbstbewusstsein.
Er schaute mich komisch an, ehe er aufstand und mir gefährlich Nahe kam. Ich trat einen Schritt zurück und stieß dabei gegen die Tür.
Er lehnte sich näher zu mir, sodass seine Schulter meine traf und schloss die Tür.
"Gestern.", erwiederte er kurz und trocken.
"Und was willst du hier?"
"Ich wollte dich sehen.", hauchte er und nahm mein Gesicht zwischen seine Hände.
"Harry.", hauchte ich. Ich bekam nichts mehr raus.
"Ich hab dich vermisst, baby."
Mein Herz sprang mir fast aus der Brust.
Ich umfasste seine Hände, die immer noch auf meinen Wangen lagen.
"Du solltest nicht hier sein, Harry. Wir haben das vor drei Jahren beendet. Außerdem ist deine Frau im Krankenhaus und hat grade ein Kind bekommen."
Er lachte. "Das war nicht meine Frau. Das war Gemma, meine Schwester."
Jetzt wusste ich wieso sie mir so bekannt vor kam. Ich hatte sie kennengelernt, als Harry im Krankenhaus war.
Ohne Vorwarnung zog mich Harry zu sich und drückte seine Lippen auf meine. Geschockt, erwiederte ich den Kuss nicht.
Ich drückte ihn weg von mir. "Harry, tu' das nicht."
"Hast du mich nicht vermisst?", fragte er traurig.
"Natürlich hab ich dich vermisst. Ich hab jeden Tag an dich gedacht, aber du hast das alles beendet. Du wolltest das alles nicht mehr und bist gegangen."
"Ich weiß. Das hab ich aber für dich getan. Ich wollte nicht das dir etwas passiert, aber das ist jetzt vorbei. Du brauchst keine Angst mehr zu haben, es ist vorbei. Selena, du weißt das ich alles für dich tun würde. Ich werde nicht hier raus gehen, ohne das du mir sagst, das du es nicht auch willst. Alles was wir hatten."
Ich schluckte schwer. "Harry, das kommt alles so plötzlich. Ich weiß micht was ich davon halten soll."
Er lächelte. "Mach dir keine Sorgen. Du brauchst dir mit mir über nichts mehr Gedanken machen."
"Gib mir Zeit darüber nachzudenken."
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