1.

"Wieder so ein Tag, wo jemand das Fass Idioten auf die Straße gekippt hat" jammert Oliver und Franco scherzt "ja, Pandoras Büchse ist geöffnet."

Kurz darauf sind beide Männer froh, denn der Feierabend ist da und Margrete wartet auf beide.
Auf der Heimfahrt sehen sie ein Fahrzeug mit offener Motorhaube am Straßenrand und eine Frau, die sich in den Motorraum beugt.
Margrete hält an und Oli fragt freundlich "brauchen sie Hilfe?"
Die Frau blickt zu ihm und sagt "nicht wirklich. Ich fürchte mein Auto ist nun endgültig tot und ich werde wohl trampen müssen."
Oli blickt sie fassungslos an und sagt "kommt gar nicht in Frage. Wir können dich ein Stück mitnehmen."
Sie blickt ihn an, bemerkt Margrete neben ihm und fragt "wo fahrt ihr hin?"
"Endstation Worringen" antwortet Margrete freundlich und schaut die Frau neugierig an.
Oliver steigt aus und lässt sie vorne neben Margrete einsteigen.
"Hi, ich bin Franco und die beiden sind Oliver und seine Frau Margrete" stellt sich Franco freundlich vor und alle merken, wie sie Margrete komisch ansieht und kurz zögert.
"Ich heiße Freya" antwortet sie nach kurzem Zögern.

An der Kirche in Worringen bittet Freya freundlich "hier könnt ihr mich gern raus lassen, von hier aus ist es nicht mehr weit für mich."
Margrete hält den Wagen an und wendet sich ihr zu, fragt "sicher, dass du durch die Dunkelheit allein weiter willst?"
Freya lächelt, reicht ihr fünf Euro und antwortet "ja, das ist kein Problem für mich. Euch vielen Dank und schönen Abend noch."
Als Margrete den Geldschein nimmt fällt ihr Blick auf Freyas Kette und sie fragt erstaunt "Tara?" Warte mal...."
Aber die Frau ist schon raus und die Autotüre zu.
"Oli, das war Tara! Verdammt, sie darf nicht so verschwinden" ruft Margrete aufgeregt und will schon aussteigen, aber die Frau ist in der Dunkelheit verschwunden.

"Bist du sicher, dass es Tara war? Ich bin da nicht so sicher" erklärt Oliver zu Hause und Franco fragt nun "Freya, Tara? Ich verstehe gerade nur Bahnhof, kann mir mal einer sagen was los ist?"
Margrete dreht sich zu ihm und erklärt "ja, Tara war oder ist meine beste Freundin aus Kindertagen, sie sollte vor 20 Jahren auch meine Trauzeugin werden, aber sie verschwand damals ohne eine Spur. Ihre Eltern fand man ermordet im Haus und die Familie hatte Geld, viel Geld. Tara wurde nie gefunden, konnte aber als Täterin ausgeschlossen werden. Diese Freya trug heute eine Kette, ein besonderes Stück, das haben Tara und ich extra anfertigen lassen und es gibt genau zwei Anhänger dieser Art. Einen hat Tara und einer ist hier."
Margrete zieht eine hübsche Kette mit einem wunderschönen Anhänger aus dem Pulli und Franco versteht was sie meint.
Oliver versteht was Margrete meint und sagt "dann lass uns Gino anrufen und mit ihm reden."

Kurz danach kommen Gino Meyer, Peter Rothmeyer und Marc Westerhoven bei Oli an und hören was geschehen ist.
Marc bittet "Oli, zeig uns bitte die Stelle wo das Auto stand."
Oli nickt und Peter begleitet Marc und Oli während Gino bleibt.
Franco fragt nun "warum hat sie gesagt, sie heißt Freya?"
Gino antwortet "weil sie richtig Freya heißt. So jedenfalls wurde sie von ihren richtigen Eltern  den Olafsons genannt. Die Runarsson gaben ihr den Namen Tara."
"Tara oder Freya, aber warum läuft sie weg? Ich hätte mich gefreut, wenn ich sie wieder bei mir und in meinem Leben hätte" erklärt Margrete.
"Das ist aktuell noch nicht möglich. Aber eins kann ich dir sagen. Ja sie lebt, ja Freya ist Tara und ja, bald kannst du sie wieder in die Arme nehmen. Nein, ich darf nicht sagen wo sie ist, noch nicht. Erst nach der Gerichtsverhandlung, bis dahin muss sie verschollen bleiben" antworten Gino.
Margrete versteht nun und bittet "wenn ich ihr ein paar Zeilen schreibe und dir mitgebe, kommen die bei ihr an?"
Gino überlegt einen Moment und antwortet "ja, aber ich müsste lesen und genehmigen was ich ihr weiterleite."
Margrete schnappt sich einen Block und Stift und fängt an zu schreiben.

Liebe Freundin

Ich habe dich lange vermisst und immer gehofft, dass du lebst.
Das Zusammentreffen heute war überraschend, ich verstehe zwar noch nicht was los ist, aber ich bitte dich, wenn alles vorbei ist, komm zu mir.
Ich bin für dich da und ich würde gern unseren Schwur von damals an der Zeitkapsel erneuern.
Du weißt doch noch.....Eine für die andere, die andere für die eine, immer ein wir gemeinsam.....
In der Hoffnung auf ein Wiedersehen

Margrete

Sie reicht Gino den Brief, der liest, nickt und steckt den Brief ein.

Kurz danach kommen Marc und Peter an, Gino verabschiedet sich von ihnen und sagt an Margrete gewand "es kommt alles zum Guten."
Die drei Männer gehen und Franco verabschiedet sich auch nach nebenan.
Oliver sitzt mit seiner Frau beisammen und sie reden über Tara und die Begegnung mit Freya am heutigen Abend.
Gerade als sie schlafen gehen wollen klingelt es und Oliver fragt "hat Gino etwas vergessen?"
Er geht zur Tür und öffnet sie.

"Freya?! Margrete" ruft er überrascht und lässt die Frau rein.
Margrete kommt in den Flur und schaut überrascht die zierliche Frau an, fragt "was? Woher? Wie?"
Einen Moment stehen beide Frauen sich noch gegenüber, dann murmelt Margrete nur "ach egal, komm her" und zieht ihre Freundin fest in ihre Arme.
Oli will gerade die Tür schließen, als Franco auftaucht und ruft "Oli, da schlich jemand um unsere Häuser......oh Margrete......äh Freya?!"
Oli zieht ihn ins Haus und schließt die Tür.
Alle vier stehen im Flur und sehen sich an, dann beginnt Freya leise "ja richtig, Freya oder auch Tara. Margrete, es tut mir leid, ich musste damals verschwinden und durfte mich nicht melden. Ich habe damals zu viel mitbekommen und muss bald aussagen. Aber nach dem heutigen Zusammentreffen konnte ich dich nicht länger im Ungewissen lassen. Gino hat es die ganze Zeit gewusst und mich immer auf aktuellem Stand gehalten."
"Ich bin froh, dass du hier bist und es dir gut geht" erklärt Margrete und Oli fragt nun "wo lebst du denn und wie nennen wir dich?"
"Bleibt bitte vorerst bei Freya, das ist wichtig. Ich bin eigentlich untergebracht wo es sicher sein soll, aber ich habe den Verdacht da ist ein Maulwurf. Darum musste ich da verschwinden" erklärt sie leise.
Franco erwacht aus dem Traumland, blickt Freya an und schlägt vor "dann komm zu mir nebenan. Wir gehen durch den Garten."
Sie blickt ihn überrascht an und Oli erklärt "Franco ist mein Kollege und bester Freund."
Frey nickt und folgt Franco rüber.
Alle gehen erschöpft schlafen.

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