Ich bin Dein

Lyla

Nach den ganzen förmlichen Begrüßungen und anderen Pflichten, die ich nun als Königin von Bredinia hatte, konnten ich endlich etwas entspannen als das Bankett eröffnet wurde und Stimmung heiterer wurde.

Matthew und ich begannen die Hochzeitstorte anzuschneiden, wobei die kleinen Figuren, die ein Hochzeitspaar darstellten, leider nicht überlebten, da Matthew mich, also meine Figur, lieber essen wollte. Liebe ging ja bekanntlich durch den Magen, somit hab ich den Kopf von Matthews Figur abgebissen und den Rest wieder auf die Torte gestellt.

Besonders lustig war das gegenseitige Füttern, denn die Schokoladenfüllung lief Matthew bei dem großen Stück aus den Mundwinkeln.
Auch die Gäste wirkten leicht amüsiert über unsere Manieren, aber das war mir gleich.
Es ging nur um uns.

Schließlich eröffneten Matthew und ich dann die Tanzfläche mit unserem Hochzeitstanz. Und wie immer fühlte es sich an als würde ich auf Wolken schweben, denn meine Füße berührten kaum den Boden. Matthew führte mich wie ein junger Gott, ließ mich schweben und völlig aus der Realität gleiten. Jeder Schritt saß perfekt, jede Figur gelang uns ohne Schwierigkeiten und es wirkte sehr harmonisch und leichtfüßig. 

Ich genoss es. Denn der Moment gehörte nur uns.

"Ich bin so unfassbar glücklich, dass du dich schlussendlich für mich entschieden hast.", hauchte Matthew nach unseren Tänzen ins mein Ohr und führte mich weiter in Richtung Tisch, damit wir uns endlich setzen konnten. 

Als ich mein Kleid endlich soweit gerichtet hatte, sodass ich mich setzen konnte, atmete ich erst einmal tief durch und die Anspannung wich sobald Matt meine Hand in seine nahm und mich erneut liebevoll anblickte. Um uns herum war das Fest im vollem Gange und die Gäste waren vergnügt und gelassen. Auch Ella und Lena schienen sich am heutigem Tage prächtig zu amüsieren, was mich zusätzlich freudig stimmte.

"Und wie fühlt Ihr Euch, meine Königin?", fragte er charmant, wobei er über meine Wange strich.

"Ich bin die glücklichste Frau der Welt!", meinte ich ehrlich und setzte flüsternd hinzu:" Und das werde ich dir gleich beweisen" Spielerisch leckte ich mir die Lippen und strich über Matthews Oberschenkel, während ein Grinsen sein Gesicht erhellte. Er wusste ganu, worauf ich hinauswollte.

Wie von einen auf den anderen Moment änderte sich unsere Stimmung, denn wenn ich seine Blicke richtig deutete, wusste ich, dass er in seinen Gedanken schon längst unanständige Dinge mit mir vorhatte. Und ich spürte ebenfalls eine gewisse Spannung in mir aufsteigen. Meine Hand wanderte ein paar unartige Schritte weiter, sodass sie auf der Innenseite von Matthew Oberschenkeln lag. Ich grinste ihn verstohlen an und ich merkte sofort wie er sich versteifte und aufrecht hinsetzte. Er umfasste meine Hand mit festem Griff, beugte sich zu mir herüber und flüsterte mit heiserer Stimme:"Lyla, du machst mich ganz verrückt!"

Ich kicherte leicht und entzog ihm meine Hand wieder, danach erhob ich mich, sah noch einmal durch den Saal und stellte mit Freude fest, dass sich alle prächtig amüsierten. Somit machte ich mit langen eleganten Schritten auf dem Weg zum Ausgang, natürlich nicht ohne demonstrativ mit dem Hüften zu schwingen und mich lüstern nach Matthew umzudrehen. Er folgte selbstverständlich und wackelte anzüglich mit den Augenbrauen als unsere Blicke sich trafen. An den Toren des Saales holte er dann auf, ergriff meine Hand und begann loszulaufen, ehe wir die Korridore erreicht hatten.

Ich kicherte:" Matthew nicht so schnell"

Er lachte auf und rief über seine Schulter:" Ich warte darauf schon viel zu lange!"

Nicht nur er hatte sich in letzten drei Tage beherrschen müssen, sondern ich ebenfalls, denn gleich ob, wir uns nah waren oder nicht, er musste nur im selben Raum, wie ich sein und ich wollte ihn küssen, ihn berühren und mich ihm hingeben. Natürlich hatte ich es verhindern müssen, da wir seit unserer Ankunft unter Beobachtung standen und kaum einen unerlaubten Schritt machen konnten.

Als wir um die Ecke bogen, wurden uns schon von den Wachen die Türen geöffnet und Matthew wünschte, dass wir in nächster Zeit nicht gestört werden sollen, ganz gleich, was auch im Schloss geschehen mag. Die Wachen stimmten wie gewohnt zu und schlossen die Türen, nachdem Matthew mich hinein gezogen hatte.

Danach ließ er meine Hand los, wandte sich sofort zu mir und küsste mich. Es war nicht so ein Kuss, wie der am Altar heute Morgen, nein, es war ein fordernder und leidenschaftlicher Kuss, bei dem unsere Zungen miteinander zu tanzen begannen.

Seine Hände fuhren begierig meinen Körper rauf und runter und auch mein Hände begaben sich auf Wanderschaft. Ich riss schon beinahe an seinem Mantel, sodass er sich einen Moment lang von mir löste, um ihn abzustreifen. Doch es dauerte keine Sekunde, da lagen sie wieder warm und besitzergreifend an meinem Körper. Er tastete sich bis zu den Schnüren an meinem Kleid vor, drehte mich einmal schwungvoll um, sodass ich mit dem Rücken zu ihm stand und er meinen Nacken liebkosten und die Schnüre lösen konnte.

Sein Atem ging schwer, seine Küsse brachten mich um meinen Verstand und ganz von selber presste ich meinen Körper gegen seine Mitte. Ich spürte sein Verlangen und seine Erregung ganz deutlich und in meinem Körper begann es zu kribbeln.

"Nun mach schon", drängte ich ihn ungeduldig.

"Zwei noch", hörte ich ihn murmeln und einen Augenblick später, riss er mir das Kleid beinahe vom Leib und ich stand nur noch in einem Unterkleid vor ihm.

Ich wandte mich zu ihm um und bemerkte laut: "Du hast noch zu viel an." Somit war ich an der Reihe, ihn zu entkleiden, wobei ich jeden Knopf einzeln löste und jedes Stück seines Körpers küsste, wenn ein Knopf aufging. Zum Schluss kam ich langsam wieder hoch und streifte das Hemd von seinen Schultern, um ihm danach unschuldig, aber gleichzeitig gierig entgegen zu blicken.

Er sah es als die Forderung an, die ich ihm geben wollte, denn seine Hände griffen um meine Taille und er trug mich zu Bett. Als sich sein Körper über mir befand und er sich mit den Armen abstützte, damit nicht sein volles Gewicht auf mir lastete, reckte ich mich ihm entgegen. Presste meine Mitte gegen seine.

Er lachte mit rauer Stimme.

"Nicht so ungeduldig, Lyla.", ermahnte er mich grinsend, doch presste er im Gegenzug seine Mitte noch fester gegen meine.

"Küss mich", bettelte ich und sah in seine wunderschönen Augen, die vor Lust nur so glühten. Und er tat, was ich wollte. Küsste meine Lippen, meinen Hals hinab und befreite mich dabei von meinen Kleidern Stück für Stück, bis ich sein Atem an meinem Oberschenkel spürte. Sofort überzog mich eine Gänsehaut und ich blieb augenblicklich still. Was hatte er vor?
Doch einen Moment später, richtete er sich auf und entledigte sich seiner Hose.

Meine Verlangen stieg ins Unermessliche, meine Mitte kribbelte und ich wollte es. Er beugte sich erneut über mich. Mein Atem ging schwer, seiner ebenfalls. Dann grinsten wir einander an und vereinten uns zum dritten Mal in diesem Leben.

"Ich bin Dein!", raunte er in einen Kuss hinein und stöhnte meinen Namen. 


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