1. Der Eingang
Die Neuigkeit verbreitete sich wie ein Blitz. In der Mädchentoilette der Maulenden Myrthe sollte das Waschbecken einen Geheimgang freigegeben haben. Natürlich ließen die Marauders sich das nicht nehmen. Außer Remus, dem es wegen Vollmond nicht sehr gut ging. Schlussendlich konnte ihn Sirius dazu überreden. Wer konnt diesen Hundeaugen auch wiederstehen?
Nun standen sie vor dem marmorenden Durchgang. Niemand wusste, woher er kam. Keiner wusste davon. "Geht ziemlich tief runter, oder?", fragte James. "Lass uns doch was runterwerfen", schlug Remus vor. "Gute Idee" meinte Sirius. "Irgendwelche Freiwillige, die runter gehen?", stellte James.
"Du spinnst wohl! Was, wenn man da nicht mehr hoch kommt?! Wenn man sich da was bricht oder gar stirbt!", machte ihn Remus klar. "Hast Recht Moony", gab James seufzend zu, "aber ich bin so neugierig, was da unten ist."
"Das sind wir alle James, aber echt jetzt: das ist gruselig. Ich würde da nicht gerne runter. Der läuft nicht weg", beteiligte sich Wormtail.
"Wer sagt das? Wer sagt, das der Geheimgang morgen noch da ist?", konterte James.
Auf einmal, niemand sah es kommen, flog Myrthe mit einem "Buh!" auf sie zu. Die Marauders flogen nach hinten. Zu ihrem Pech standen sie nah am Abgrund und flogen deshalb in die Tiefe. Zu ihrer Verwuderung landeten sie leichter als gedacht, aufgrund einer Rutschbahn.
"Verdammt! Vedammt, verdammt, VERDAMMT! Muss uns Myrthe so erschrecken?! Hat die nichts besseres zu tun?! Warscheinlich nicht aber: WIE BEI MERLINS LÖCHRIGEM REGENSCHIRM KOMMEN WIR DA WIEDER HOCH?!", rastete Remus vor Panik aus. "Hey Rem, beruhige dich erstmal", sagte Sirius zu ihm und nahm ihn in den Arm. Augenblicklich beruhigten sich beide.
"Wir müssen da doch irgendwie hochkommen", überlegte Peter und versuchte die Rutsche hoch zu klettern, ohne Erfolg. "Geh mal aus dem Weg, Wormtail", befahl James. Auch er rutschte immer wieder ab. Es war zu steil und lang.
"Verdammt! Wir müssen hier raus! Ich hab's gesagt! Ich hab's gesagt, dass kann nicht gut enden! Was machen wir vedammt!", schrie Remus immer panischer. "Warum wirst du jetzt so unruhig?", fragte Sirius rüchsichtsvoll.
"Ich glaube, da hinten ist irgendwas. Ich kann es hören. Irgendwas schlängelndes. Macht so komisches Gezische. Und dann auch noch bei Vollmond! Das macht mich verrückt!", antwortete Remus ehrlich und sanft.
"Oh...was könnte das sein? Zischlaute und Schlängeln...Passt ja auf eine Schlange", sprach James seine Vermutung aus. Bei Sirius machte es Klick. Wenn sein Gedanke stimmt, war das gar kein gutes Zeichen.
"Oh Merlin nein...ist das Tier groß?", fragte er seinen Freund. "Groß? Wohl eher rießig", erklärte Gefragter. "Wir müssen hier raus! Ich glaube, das ist ein Basilisk!" teilte Sirius seine Vermutung. "WARUM MUSS UNS IMMER SOWAS PASSIEREN? KÖNNEN WIR NICHT EINMAL EINEN NORMALEN SCHULTAG HABEN?" schrie Remus gereizt.
"Was bei Merlins gepunktetem Zylinder ist ein Basilisk?", fragten James und Peter. "Basilisken sind rießige Schlangen, die bis zu siebzehn Meter lang werden können und alles mit einem einzigen Blick töten können! Auch das Gift ist tödlich! Warum hat man keinen Hahn, wenn man einen braucht? Damit kann man die töten", erklärte Sirius.
Ein Knall. "Haltet euch die Augen zu!", befahl Sirius und hielt sich auch die Hände vors Gesicht. Die anderen taten es ihm gleich.
Ein Schmerzensschrei. Offentsichtlich von Remus. "Verwandelt...euch", krächzte er unter Qualen hervor. Sirius leidet immer wieder aufs neue mit. Die drei anderen zögerten keine Sekunde.
Wenn das mal kein schlechtes Timing war.
Remus hatte aufgehört zu schreien, also musste er sich vollständig verwandelt haben. Doch auch das Geräusch vom Basilisken kam immer näher. Sirius traute sich, nach links zu schauen, wo Remus stand, doch an seiner Stelle stand der Werwolf Moony.
Er konnte die Verwirrung erkennen, die ungewohnte Umgebung. Die Aggressivität verschwand auch sofort, als Moonys Blick auf Padfoot glitt. Moony schaute sich um, was nicht gut war.
Plötzlich, blieb Moony stehen. Er bewegte sich nicht. War in Starre. Das war für höchstens für eine Sekunde, bevor er mit leerem Blick umkippte...
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