Prolog

Ich starrte hinaus, auf die ruhigen Wellen, die im Mondlicht glänzten. Der Mond stand genau zwischen den beiden schwarzen Klippen. Genau wie damals. Vor zwei Jahren. Ich konnte mich noch gut daran erinnern. Ich hatte hier gesessen und auf die Wellen geschaut, als sich diese Idee in meinem Kopf bildete. Ja, ich saß damals genau hier, auf der Terrasse des Ferienhauses meines Freundes und beobachtete die Klippen, die diese kleine Bucht einrahmten. Diese Idee, die mein Leben veränderte.

Ich hatte mich schon als kleines Kind gefragt, wieso die Bösen immer von der Polizei gefangen wurden. Ich liebte es, darüber nachzudenken, was sie hätten machen müssen, um nicht gefangen zu werden. Später beschäftigte ich mich mit Dokus, die über die Aufklärung von Kriminalfällen erzählten. Und immer wuchs dieser Traum in mir weiter. Der Traum, den ich vor zwei Jahren in die Realität umsetzten wollte. Ich wollte ein Verbrechen begehen, und nicht gefangen werden.

Es mochte sein, dass ich gewissenlos war, weil ich ein Verbrechen begehen wollte, nur um mir einen dummen Kindheitstraum zu erfüllen, aber das verdrängte ich damals. Ja, das war ein Spaß gewesen. Die Frage war nur, was für ein Verbrechen ich begehen sollte. Als ich vor zwei Jahren da saß und von drinnen den Partylärm hörte, war mir das noch nicht klar. Ich tendierte aber ein bisschen zu Mord. Ich blickte wieder hoch zum Mond. Eine Sache war das damals. Ein richtiger Spaß. Ich konnte mich noch gut daran erinnern. Mit einem schadenfrohen Lächeln auf den Lippen, ging ich das ganze nochmal in Gedanken durch.

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