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Auf dem Rückweg aus der Schule geht Alana in das Archiv der Stadt, um sich einen Termin geben zu lassen. Dummerweise kann man dort nicht einfach so hin, weil eine Person sie wohl beaufsichtigen müsste. Als wäre sie ein Baby. Sie sollte in zwei Stunden wiederkommen, daher würde sie die heutige Show des Zirkus wohl verpassen. Sie hatte bis siebzehn Uhr Schule und sie hasst diese Tage. Nun macht sie sich auf den Weg nach Hause, um erstmal ihren knurrenden Magen zu füllen, bevor sie sich zwei Stunden später mit einem Rucksack, Collegeblock und Stift bewaffnet auf den Weg ins Archiv macht.
"Schönen guten Abend. Ich habe um neunzehn Uhr dreißig einen Termin" , erklärt Alana dem Mann am Empfang lächelnd.
"Begleiten Sie mich gerne" , sagt er und steht auf, um sie in einen Keller zu führen. In dem alten Keller ist es kalt und Alanas Haut ziert eine Gänsehaut. Die beiden gehen hinein und die schwere Metalltür fällt krachend hinter ihnen ins Schloss. Irgendwie hat Alana ein ungutes Gefühl und ihr wird ganz flau im Magen. Sie ist ganz alleine mit diesem Mann und irgendwie ist dieser super gruselig.
"Was möchten Sie denn genau wissen und anschauen?", fragt er sie.
"Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau, wonach ich suche. Einfach nach der Vergangenheit dieser Stadt, schätze ich" , erklärt sie ihm. Er schaut sie stirnrunzelnd an.
"Ich denke, dann kann ich dir gar nicht helfen. Ist es okay, wenn ich dich alleine suchen lasse?", fragt er.
"Ja, natürlich" , sagt sie und ist etwas erleichtert, als die schwere Tür hinter ihm ins Schloss fällt und sie endlich wieder alleine ist. Auch wenn diese Kammer super gruselig ist, hat sie trotzdem weniger Angst, als eben noch. Dabei ist der Mann wahrscheinlich harmlos. Immerhin hat er ihr nichts getan und wollte ihr bloß helfen. Sie verdreht allerdings trotzdem die Augen, denn sie hätte auch vor zwei Stunden schon alleine suchen können.
Sie sucht systematisch ohne System in dem Archiv, denn immerhin weiß sie nicht, ob die Artisten überhaupt alle in Rumor gelebt haben. Gree offensichtlich schon und Skylar auch. Vick ist allerdings um die ganze Welt gereist, weshalb sie nicht davon ausgehen kann, dass es bei allen anderen auch so ist, wie bei den beiden Mädchen. Sie beginnt mit den Jahreszahlen, die sie bei den drei schon herausgefunden hat und arbeitet sich von dort schließlich in die Vergangenheit und in die Zukunft von Rumor.
Als sie im Jahre 1972 angekommen ist, kann sie ihren Augen kaum glauben. Sie findet verschiedene Zeitungsartikel aus der Morgenpost von Rumor selbst. Es hat einen schrecklichen Mord gegeben und es werden wirklich alle Einzelheiten beschrieben. Alana kommt das Mittagessen wieder hoch und sie schafft es gerade noch rechtzeitig zum Mülleimer, bevor sie die Artikel beschädigen kann. Sie muss das unbedingt Mandrik zeigen, bevor Rüya selbst erfährt, wie sie gestorben ist. Sie kann es ihr einfach nicht sagen. Alana braucht erst einmal eine Pause, nachdem sie von dem Mordfall um Rüya erfahren hat. Der Mörder wurde nach ihren Recherchen nie gefasst. Vielleicht ist Rüya deshalb noch in dem Zirkus. Vielleicht hat sie nie die Ruhe gefunden, die man braucht, um in den Himmel zu kommen, wenn es diesen gibt.
Zwei Stunden später sitzt Alana immer noch im Archiv der Stadt. Sie hat nach dem Fall von Rüya eine Weile gebraucht, um weitermachen zu können, doch nun ist sie wieder total in die Recherche versunken. Als sie im Jahre 1992 angekommen ist, stutzt sie. Es wird von einem einzelnen Mord an einem Kind berichtet. Das Kind in dem Artikel ist genauso alt, wie Zazie, aber es trägt nicht ihren Namen, sondern den Namen des Kindes, in das Zazie sich verwandelt hat. Zumindest hat das Mädchen, welches ermordet wurde das gleiche Gesicht, wie Zazie es bei ihrer Verwandlung im Zirkus hatte. Alanas Haut überzieht nun wieder eine Gänsehaut. Es ist, als würde ein kalter Schwall Luft aus einmal aus dem Nichts kommen und zu ihr rüber ziehen.
Drei Jahre später ist wieder ein Mord an einem Kind geschehen und die Artikel zu diesem weisen auf die von vor drei Jahren hin. Das Mädchen in diesem Artikel, bei dem auch ein Bild hinzugefügt wurde, zeigt das andere Mädchen, in das Zazie sich verwandelt hat. Es ist irgendwie seltsam, ihre Stimmen und Gesichter zu kennen, obwohl sie schon so viele Jahre verstorben sind. Es könnte sein, dass diese Morde etwas gemeinsam haben, dass sie etwas miteinander zutun haben. Die Medien gehen von einem Serientäter aus. Umso geschockter ist Alana, als sie vier Jahre später, als sie in den Akten im Jahre 1999 angekommen ist, einen dritten Mord erfährt und hier das Kind aus dem Artikel exakt so aussieht, wie Zazie. Es ist Zazie, die von einem Serientäter umgebracht wurde, mit verdammten sieben Jahren. Sie hatte ihr ganzes Leben noch vor sich. Alana kullert eine einzelne Träne die Wange herunter, die sie schnell wegwischt, als der Mann wieder hereinkommt.
"Wir würden in zehn Minuten schließen. Hast du gefunden, was du gesucht hast?", fragt er.
"Ein paar Sachen schon, aber ich bin nicht ganz fertig geworden" , sagt sie und zeigt entschuldigend auf den hohen Stapel der ganzen Akten, der vor ihr in die Höhe ragt. "Könnte ich morgen noch einmal wiederkommen?" , fragt sie.
"Immer. Darf ich fragen, was du gefunden hast und was du gesucht hast?", fragt er. Alana kann es ihm nicht verraten und sucht verzweifelt nach einer Ausrede. Der Mann beugt sich über die aufgeklappten Akten, die sie auf dem Tisch liegen hat, mit den Todesfällen der Artisten.
"Schulprojekt. Langweiliges Zeug" , sagt sie und klappt die beiden Akten schnell zu, bevor er darin etwas lesen kann. Sie will nicht, dass er weiß, worüber sie recherchiert und Zusammenhänge schließt. Sie hat keine Lust auf Fragen und neugierige Blicke. "Ich räume das hier noch schnell wieder weg und komme dann hoch. Dann können sie schließen" , erklärt sie.
"Ich kann dir doch schnell helfen" , erklärt der ältere Mann.
"Nein, schon okay. Ich mache das alleine" , versucht sie ihn zu verscheuchen. Sie muss die beiden Akten unbedingt mitgehen lassen, damit er sie nicht findet und alle Beweise über die Artisten hat. Er besteht darauf, ihr zu helfen und sie weiß nicht, wie sie ihn wieder loswerden soll. Ihre Rettung ist eine Kollegin, die nach ihm ruft.
"Entschuldige. Dann musst du das wohl doch alleine machen. Die Pflicht ruft" , erklärt er und verschwindet durch die schwere Metalltür nach draußen. Sie atmet erleichtert auf. Die beiden Akten über die Mädchen steckt sie sich in den Rucksack und den Rest stellt sie zurück in die Regale, wo sie hingehören. Sie weiß nicht, ob sie beim rausgehen durchsucht wird, aber die Hülle der Akten legt sie vorsichtshalber in das Regal zurück. Den Inhalt steckt sie in den Collegeblock, den sie extra mitgenommen hat, damit es so aussieht, als wenn sie etwas für sie Schule recherchieren würde. Nachdem sie alles an ihren Platz zurück geordnet hat, schreibt sie sich noch schnell die Daten auf ihre Hand, bei denen sie aufgehört hat, zu suchen. Sie würde morgen wiederkommen. Sie verlässt das Gebäude mit einem schlechten Gewissen und jeder Menge Adrenalin in den Adern. Sie hatte noch nie etwas mitgehen lassen. Sie wusste nicht, wie sie den beiden Mädchen weiß machen sollte, dass sie verdammt nochmal, umgebracht worden sind. Das ist noch viel schlimmer, als Gree und Vick zu erzählen, dass sie selbst an ihrem Tod Schuld sind. Sie kann doch keinem siebenjährigem Mädchen erklären, dass sie umgebracht wurde.
Heute Abend würde sie nicht in den Zirkus gehen. Sie würde es nicht schaffen, den anderen zu erzählen, was sie herausgefunden hatte. Sie musste selbst erst einmal mit diesen Informationen klar kommen. In dieser Nacht hat sie Alpträume. Sie träumt davon, wie ein Mörder ein Mädchen nach dem anderen auf dem Schulweg heimsucht und mit Chlorofom betäubt, bevor er sie missbraucht und tötet. Sie weiß nicht, ob der Mörder die Kinder missbraucht hat, aber es ist einer der schlimmsten Albträume, die Alana in ihrem ganzen Leben bisher hatte. Sie wacht schweißgebadet auf und muss erst einmal etwas trinken und sich beruhigen, bevor sie die Augen wieder schließen kann. Als die letztlich wieder einschläft, werden die Träume jedoch nicht besser. Nun träumt sie davon, wie Rüya mit ihren toten Haaren von einem großen starken Mann mit einer Hornbrille sie zuerst tötet und dann ihre Leiche in Stücke schneidet und in einem Koffer transportiert. Auch hier wacht sie verschwitzt auf und muss sich erst einmal orientieren. Sie knipst sofort das Licht an und kann die restliche Nacht nicht schlafen. Sie hofft, dass sie nicht weiterhin von diesen Alpträumen geplagt wird und es noch einmal träumt. Sie fragt sich, ob sie eine Verbindung zu diesen Geistern hat und sie vielleicht deren echte Mörder gesehen hat. Ob sie die Morde nun in ihrem Traum, die echten Morde wirklich gesehen hat oder ob ihr Hirn sich etwas aus den Informationen, die sie nun besitzt, etwas zusammen gesponnen hat. Sie weiß nicht, ob sie einfach so weitermachen kann und die restlichen Tode herausfinden kann. Sie hatte keinen Bock auf noch mehr Träume dieser Art. Bei den anderen Artisten hatte sie allerdings auch nicht davon geträumt. Wahrscheinlich machte es sie einfach nur fertig, zu wissen, dass diese Menschen ermordet wurden und das sie niemandem davon erzählen kann. Wahrscheinlich hat es sie beschäftigt und es war ihre Art der Verarbeitung gewesen.
Am nächsten Tag beschließt sie trotzdem, nach der Schule noch einmal in das Archiv zu gehen, aber dieses Mal ist zum Glück eine nette Dame am Empfangstresen, die sie in Ruhe lässt. Es wäre den anderen Artisten unfair gegenüber, nun einfach mit der Suche aufzuhören. Immerhin hat sie versprochen ihnen alle ihre Todesarten zu nennen, auch wenn sie noch so grausam sind. Sie kann diese Menschen nicht im Stich lassen, nur weil sie Angst vor noch mehr Alpträumen hat.
Alana macht dort weiter, wo sie aufgehört hat, doch dieses Mal kommt es zu einem frustrierendem Ergebnis, denn sie findet rein gar nichts mehr. Zumindest keine neuen Informationen mehr. Sie findet noch ein paar Dinge über die Morde heraus, die ihr auch gerne hätte erspart werden können, aber ansonsten findet sie in diesem Archiv nichts weiter über die Artisten oder den Zirkus an sich. Aber nun hatte sie zumindest auch echte Beweise, dass zumindest die Menschen in dem Zirkus einmal existiert haben. Fünf von zehn ist doch schon einmal eine gute Quote. Und sie ist sich sicher, dass sie über die anderen auch noch etwas herausfinden würde. Sie würde zumindest nicht aufgeben, bis sie etwas gefunden hat. Sie sucht an diesem Tag noch alle möglichen anderen Akten ab, aber sie findet nichts und irgendwann ist es wieder spät am Abend.
"Junge Dame, wir machen in fünf Minuten zu. Räumst du alles wieder an seinen Platz zurück und kommst dann raus?", fragt die Dame von vorhin. Alana nickt. Sie ist völlig fertig mit den Nerven. Sie könnte dieses Archiv wahrscheinlich nie wieder betreten, weil sie jeden einzelnen Zentimeter kennt und gelesen hat.
*
An diesem Abend schleppt sie sich noch zum Zirkus. Es ist unfair, die Informationen für sich zu behalten, wenn sie ihnen doch versprochen hatte, ihnen von ihrem Tod zu berichten, auch wenn es noch so schrecklich ist. Und das ist es. Sie weiß immer noch nicht, wie sie einem siebenjährigem Kind, auch wenn es tot ist, berichten soll, dass es umgebracht wurde. Sie weiß noch, wie die anderen das letzte Mal reagiert haben, weshalb ihr ein bisschen unwohl ist und ihr Bauch grummelt.
Sie schleppt sich regelrecht zum Zirkus und es ist das erste Mal, seit er aufgetaucht ist, dass sie sich nicht freut, dorthin zu gehen. Sie macht ziemlich kleine Schritte, denn je länger sie braucht, desto mehr kann sie die unangenehmen Gespräche aufschieben. Mandrik sieht sie schon vom weitem und winkt ihr zu. Sie winkt vorsichtig zurück. Die Vorstellung scheint schon seit einiger Zeit vorbei zu sein, denn die Lichter sind aus und es taumeln auch keine Menschen mehr herum. Alana ist die einzige Seele weit und breit. Sie fragt sich, wie lange sie zur Hölle dieses Mal im Archiv gewesen ist, denn die Vorstellung beginnt erst um Mitternacht. Oder gibt es die Vorstellung erst noch?
"War die Vorstellung schon?", fragt Alana müde. Eigentlich hat das Archiv doch nur bis einundzwanzig Uhr offen, aber sie hatte zwischenzeitig nicht auf die Uhr geschaut. Mandrik geht nicht auf ihre Frage ein.
"Oh Gott. Alana, was ist denn passiert?" , fragt er. Sie hat tiefe Augenringe und ihre Haare sind ziemlich verstrubbelt. Sie sieht aus, als wäre sie gerade erst aus dem Bett gekommen und sich noch nicht die Haare gekämmt hat. Sie ist tot müde. "Komm erstmal mit ins Zelt" , sagt er. Die beiden gehen nebeneinander her, bis Mandrik das Zelt öffnet und sie eintreten.
"Ich habe etwas schreckliches-" , beginnt sie, doch jetzt strömen die Tränen ihr das Gesicht herunter.
"Wo sind die anderen?"
"In der Stadt unterwegs" , antwortet Mandrik.
"Sie können uns also nicht hören?", fragt sie zur Sicherheit noch einmal.
"Nein"
"Also ist wirklich niemand von den anderen da?"
"Nein, alle sind ausgeflogen"
"Okay." , sagt sie und atmet einmal stark aus, um Mut zu sammeln. Die Tränen wischt sie sich selbst aus dem Gesicht. Sie fragt sich, weshalb Mandrik sie nicht in den Arm nimmt. Vielleicht ist er mit der Situation überfordert. Immerhin hat er bisher noch nie mit einem Menschen geredet und sie weiß nicht, ob Geister weinen können. Vielleicht hat er verlernt, wie man sich verhält.
"Warst du deshalb gestern nicht hier?" , fragt er nun.
"Nein"
"Ich habe dich vermisst" , gesteht er. "Aber was hast du herausgefunden?" , stellt er schnell noch hinterher. Sie glaubt, dass sein Gesicht ganz rot wird.
"Ich weiß nicht, wie ich es ihnen jemals beibringen soll" , schluchzt sie.
"Was denn, Alana? Was?" , fragt er.
"Rüya und Zazie. Sie wurden beide umgebracht" , erklärt sie. Es folgt ein unangenehmes Schweigen.
"Wie hast du das herausgefunden?" , fragt er nach einer Weile.
"Ich war im Archiv der Stadt" , sagt sie und holt die Akten heraus, die sie mitgehen lassen hat.
"Hast du die etwa gestohlen?" , fragt er nun mit großen Augen.
"Ausgeliehen"
"Wenn das rauskommt, gibt es richtig Ärger, Alana"
"Dir kann es doch egal sein. Du bist tot"
"Aua. Es ist mir nicht egal, Alana. Weil du mir wichtig bist" , gibt er zu.
"Ich bin dir wichtig und du vermisst mich, wenn ich nicht da bin?" , fragt sie und ihr Herz macht schon wieder Saltos. Sie kann es gar nicht glauben. Er antwortet nicht darauf, sondern liest sehr interessiert die Akte, die auf dem Boden liegt. Besser gesagt den Umschlag der Akte, auf dem nur das Jahr steht.
"Lies die Akten, okay? Ich will es nicht aussprechen" , fragt sie und gibt ihm die eine in die Hand. Sie fällt allerdings auf den Boden, weil sie durch seine Hände hindurch fällt.
"Tut mir Leid, ich kann nichts festhalten, weißt du doch" , erwidert er grinsend, als ob diese Situation lustig wäre. Dabei ist es eigentlich ziemlich traurig. Als Alana gerade nicht hinschaut, schaut er verlegen zu Boden und seine Mundwinkel verziehen sich in Richtung Boden.
"Kann ich sie auf den Boden legen und du liest sie dann?" , fragt sie. "Ich blättere auch um" , bietet sie an.
"Okay" , erwidert er und sie schlägt die erste Akte auf. Die von Rüya, die sie auch als erstes gelesen hat. Als er fertig ist mit Lesen, schaut er sie an und schluckt.
"Fuck" , sagt er.
"Wie soll ich ihr das jemals erklären?" , fragt sie.
"Sie sah aus, als wenn sie keine Knochen hätte. Sie hat verdammt nochmal keine Knochen, weil sie ermordet wurde und der Psychopath ihre Leiche im Land verteilt hat." , rastet Alana aus.
"Das kannst du ihr nicht sagen" , erwidert Mandrik. Inzwischen ist sich Alana sicher, dass sie den Alptraum hatte, weil sie den Mörder kennt, weil sie eine Verbindung mit diesen Geistern hat. Die Information, dass der Mörder die Leiche im Land verteilt hat, hatte sie noch nicht, als sie den Traum hatte. Das hat sie erst später herausgefunden.
"Ich weiß, aber ich habe es versprochen. Und ich weiß nicht, was schlimmer ist. Zazie oder Rüyas Tod" , sagt sie und schlägt Zazies Akte auf, die sie gemeinsam noch einmal Lesen. Alana wird schon wieder übel, aber dieses Mal kann sie das Abendbrot in ihrem Magen halten.
"Sie hat verdammt nochmal drei Gesichter, weil sie einem Serienmörder zum Opfer gefallen ist. Diese Mädchen, zu denen Zazie sich formt, dass sind die anderen Leichen, die er umgebracht hat, Mandrik" , fässt sie die Akte noch einmal zusammen.
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