🌊Chapter 2🌊
Giyu Sicht
Oh Sabito, was soll ich nur ohne dich machen? Ich kann doch gar nicht kämpfen, so schwach wie ich bin. "Ähm Entschuldigung, können Sie bitte kurz zu Seite gehen?" werde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich drehe mich um und sehe, dass ein etwas älterer Herr mit Holz an mir vorbei möchte. "Oh natürlich, Verzeihung." entschuldige ich mich, verbeuge mich kurz und gehe dann zur Seite. "Kann ich Ihnen helfen?" frage ich nach und der Mann schaut mich skeptisch an. Scheiße, ahnt er etwa, dass ich ein Dämon bin? "Danke, das ist nicht nötig, aber Sie sollten sich hier nicht lange aufhalten." antwortet er nur und geht weiter. Was genau meint er damit ? Ich soll mich nicht hier lange aufhalten.. "Ähm, was meinen Sie damit?" versuche ich noch herauszufinden, aber da war er auch schon weg. Ich schaue hoch zum Himmel und sehe das es anfängt langsam dunkler zu werden. Also beschließe ich zurück zu gehen, in meine kleine Hütte, die ich in den letzten Monaten irgendwie zusammen gebaut habe. "Trautes Heim, Glück allein oder sowas. Ach Sabito, warum sind wir nicht gemeinsam einfach abgehauen? Nein, stattdessen bin ich dort geblieben wegen dir. Jetzt bist du Tod und sagst einfach ich soll verschwinden und neu anfangen! Lächerlich, wie soll ich das denn schaffen ohne dich!" rufe ich verzweifelt und wütend, da mich Sabito einfach allein gelassen hat. Ich nehme etwas Holz und lege es in den Kamin, den ich irgendwie aus Steinen gebaut habe. Tja, auch ich friere, wie die Menschen. "Hm, was könnte ich hier noch hinbauen, damit es wirklich mein Zuhause wird..." sage ich zu mir selbst und setze mich vor den Kamin. Ich lebe im Wald nahe einem Berg. Hier habe ich meine Ruhe und kann so leben, wie ich bin. Ein Dämon, der mit Menschen zusammen leben möchte.
//kleiner Zeitsprung//
Auf der Suche nach Nahrung laufe ich durch den Wald, der seit einem Jahr mein Zuhause geworden ist. "Pass auf dich auf Großer Bruder." höre ich eine Kinderstimme in der Nähe. "Werde ich, keine Sorge. Ich gehe ja nur schnell ins Dorf, um Holzkohle zu verkaufen." höre ich eine andere Kinderstimme. Ich verstecke mich hinter einem Baum, um nicht gesehen zu werden. Als der Junge vorbei gelaufen ist, atme ich erleichtert aus und setze meinen Weg fort. Hm, ob ich mal zum Dorf sollte? Lieber nicht, das ist zu riskant. Aber die Neugier ist größer. Also beschließe ich im Dorf nach etwas Nahrung zu suchen. Hoffentlich bereue ich es nicht. Im Dorf angekommen schaue ich mich erstmal um, und beobachte wie die Leute hier friedlich leben. Das möchte ich auch gerne. "Verzeihung Miss, möchten Sie vielleicht etwas Holz kaufen?" , "Aber gerne doch" höre ich ein Gespräch mit und ich glaube es war der Junge von vorhin. Er scheint etwas jünger als ich zu sein. "Wollen Sie vielleicht auch Holz kaufen?" werde ich plötzlich aus meinen Gedanken gerissen und sehe, dass der Junge vor mir steht. "Oh, danke sehr, aber leider besitze ich kein Geld... tut mir leid." , "Das muss Ihnen nicht leid tun, das ist schon in Ordnung. Dann nehmen Sie es einfach so mit. Das ist okay" antwortet mir der Junge lachend und reicht mir etwas Holz, das ich dankend annehme. Ein Mensch war das erste mal Nett zu mir. Das hat sich gut angefühlt. Gerade, als ich nach sein Namen fragen wollte, war der Junge auch schon weg.
FORTSETZUNG FOLGT
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