Schuss

Viele werden sich jetzt vermutlich fragen, warum ich so lange gebraucht habe, um meinen einfachen Plan zu planen. Tja, es hat nicht lange gedauert es zu planen. Sondern um die Waffe zu bekommen! 

Außerdem wollte ich das Krankenhaus nicht angreifen. Ich wusste ja nicht, in welchem Zimmer sie war. Schließlich konnte sie ja verlegt worden sein.  Und ich wollte auf keinen Fall einen Fehler machen.

Es war wichtig, dass alles perfekt lief. Außerdem hatte ich so noch genug Zeit zu lernen mit der Waffe umzugehen.

Wolfy lag noch immer am Eingang.  Er blieb dort jeden Tag und auch über Nacht. Er wartete auf mich, was mich sehr glücklich machte. 

Noch nie war Wolfy soange fort gewesen. Was sollte ich nur tun? Ich saß alleine in meinem Zimmer in dem Waisenhaus und band mir einen Zopf. Das hatte ich noch nie gemacht, aber man konnte es ja mal ausprobieren. Es gefiel mir.

Draußen wurde es immer kälter und der Herbst war fast vorbei. Seit ich aus dem Krankenhaus gekommen war, waren sowohl Fred als auch Wolfy spurlos verschwunden. 

In diesen Wochen hatte ich erfahren, dass Fred im gleichen Waisenhaus lebte, wie ich, denn fast jeden Tag war die Polizei da und brachte neuste Informationen mit, die eigentlich immer die gleichen waren.

Ich ging ihnen aus dem Weg. Nicht weil ich Angst hatte, etwas falsches zu tun, oder verdächtigt zu werden. Nein, ich hasste sie.  Einige von ihnen waren im Bunker gewesen. Ich erkannte sie wieder.

Ich wollte nicht, dass sie mich wiedererkannten und mich wegsperrten, damit niemand von dem Bunker erführe.

Nein, mich würden sie nie wieder sehen. Das hoffte ich zumindest.

Wochen vergingen und meine Sorgen um Wolfy wuchsen. Hoffentlich war ihm nichts passiert. Hoffentlich hatte Fred ihm nichts angetan, falls er ihn getroffen hatte und hoffentlich war er nicht abgehauen, weil ich so lange weg gewesen war.

Ich beschloss ihn selbst zu suchen. Ich nahm das Messer aus dem Schreibtisch,  dass ich mir vor einigen Jahren besorgt hatte und steckte es an meinen Gürtel.  Mehr brauchte ich nicht und kletterte dann aus dem Fenster, damit die Polizei mich nicht sehen konnte.

Ich machte mich auf den Weg in den Wald, in dem ich und Wolfy immer spazieren gingen. Dann fiel mir ein, dass der ja abgebrannt war. Ich kehrte um und nahm den weg, den der Bus immer fuhr. An einer Stelle reihten sich die Wälder ja aneinander.

Es dauerte lange, bis ich den ersten Wald erreicht hatte. Und ich wusste auch nicht, wohin dieser Wald mich führen würde...

Es rief nach mir. Es wollte, dass ich es öffnete. Mein Kopf pochte. Es wollte, dass ich es laß. Es wollte, dass ich es endlich nahm.

Das Tagebuch quälte mich. Es wurde immer lauter in meinem Kopf: " Öffne mich!", rief es. Ich konnte nicht essen und nicht schlafen.

Der Wald flüsterte mir zu. Ich wusste, es würde mich irgendwo hinführen.  Nur wohin, wusste ich nicht. Jede abzweigung ein Flüstern in die Richtung in die ich gehen sollte. Ich ließ mich einfach führen. ich wusste ja doch nicht wohin.

Da, weiter hinten in der Ferne war eine Höhle und ich wusste, ich war am Ziel.

Es schmerzte jetzt so laut in meinem Kopf, dass ich glaubte, er würde explodieren. Plötzlich setzte Wolfy sich auf. Er sah mich an. Dann hörte ich es auch. Diese Schritte. Mir war klar, wer es war. Ich wusste,  dass es nur Mary sein konnte. Ich wusste nur nicht, woher sie wusste, wo ich war.

Aber egal. Dann musste ich meinen Plan eben schneller durchführen. Und draußen stand sie tatsächlich. Ich hatte mein Gewehr geschnaplt und richtete es auf sie.

Wolfy stand neben mir. Doch mit einem Blick auf das Gewehr lief er auf Mary zu. Diese starrte ihn nur mit leerem Blick an.

"Tu's nicht!", sagte sie leise. "So wie du meinen Vater nicht getötet hast?!", rief ich zurück. Tränen rannen meine Wange hinunter. Ich schloss die Augen... und drückte ab.

Hey Leute, na wie gefällt euch dieses Kapitel?

Wow. Alter Verwalter wir haben schon ungefähr 950 reads. 145 votes und 32 komments.. das hätte ich mir nie träumen lassen. Vielen Dank an euch. Ich hoffe dass es euch gefällt.

Danke :D

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