S E V E N

S E L E N A

Mein Magen knurrte und ich hielt es hier nicht mehr aus. Wie lange war ich schon hier drinne? 3 oder 4 Stundne? Keine Ahnung! Ich werde hier bald verrückt.

Ich glaube ich bin schon eine Million mal im Zimmer auf und ab gelaufen.

Ich scheiß auch Harry's Regel!

Ich öffnete die Tür leise und hörte gelächter von unten. Langsam versuchte ich ohne geräusche die Treppe runter zu gehen.

Als ich dies nach einer gefühlten Ewigkeit schaffte, stürmte ich in die Küche. Ich nahm mir eine Wasserflasche und trank sie halb aus. Dann nahm ich einen Apfel. Das Gefühl von Erleichterung überkam mich.

Plötzlich räusperte sich jemand hinter mir. Scheiße! Ich war doch die ganze Zeit über leise.

Langsam drehte ich mich um. Harry stand mit verschrenkten Armen vor mir.

"Hab ich dir nicht-"

"Ich hatte Hunger.", sagte ich leise und unterbrach ihn.

"Soll Henry dir was machen?", fragte er mit zusammen gezogenen Augenbrauen. Sein Blick war so .. als wäre er ziemlich sauer.

"Das müsste vorerst reichen.", sagte ich und hob Apfel und Wasser hoch.

*

Ich saß auf dem riesigen Bett von Harry. Ein Bein angewinkelt und mit dem Rücken angelehnt. Ich las ein Buch das mir Henry gegeben hatte, als er mich hier sah.

Es ging um ein Mädchen, das ein schweres Leben hat. Wow, garnicht Déjà vu haft. Jedenfalls lernt sie bald die Liebe ihres Lebens kennen, mit dem sie vorerst garnicht auskommt. Dann küsst er sie und sie vergisst das sie ihn hasst, bla bla bla. Sehr klischeehaft.

Ich zuckte zusammen, als Harry die Tür voller Wucht aufschlug. Er stürmte ins Zimmer und schmiss die Tür zu. Ich hatte schon angst das sie aus ihren angeln reißen würde, so doll wie er sie auf und zu schlug.

Ich legte das Buch neben mich und setzte mich aufrecht hin. Ich beobachtete Harry. In seinem Gesichtsausdruck lag Wut und Terror spiegelte sich in seinen Augen.

Aus Angst gab ich keinen mucks von mir. Ich wusste jetzt würde er mir etwas antun. Aus was weiß ich für einem Grund.

Dutzende Szenarien spielten sich in meinem Kopf ab.

"Hatte ich nicht gesagt du sollst nicht runter kommen!", schrie er mich an.

Ich bekam keinen Ton raus. So groß war die Angst.

Mein Puls stieg in die höhe.

"Ich erwarte eine Antwort wenn ich mit dir spreche!"

"I-ich hatte Hunger und vorhin hast du garnichts gesagt, als du mich gesehen hast.", protestierte ich.

Er lachte.

Was zur Hölle war los mit ihm?

Er kam auf mich zu und zog mich an meinen Haaren vom Bett. Schmerzvoll schrie ich auf. Tränen liefen über meine Wangen.

"Das nächste mal hörst du auf mich!", schrie er und schmiss mich mit voller Wucht auf den Boden.

Dann knallte er wieder die Tür zu und ich vernahm ein klicken. Abgeschlossen.

Ich massierte meine Kopfhaut. Scheiße tat das weh.

Ich weiß nicht wie lange ich noch dort lag, aber es war ziemlich lange. Mit zitternden Beinen stand ich auf und versuchte langsam aufs Bett zu kommen. Dort schaute ich auf meine Beine. Nur rote stellen, sonst nichts.

Ich hatte keine Ahnung was ich jetzt tun sollte. Ich konnte nicht aus dem Fenster springen, dafür war es viel zu hoch. Ich würde mir bestimmt ein paar Knochen brechen.

Ich lehnte mich zurück und machte die Augen zu. Ich konnte nichts anderes tun, als zu schlafen. Ich wollte nicht weinen. Er hat keine einzelne Träne verdient.

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