🧸 whiny - attitude 🧸

"Kann es sein, dass wir uns kennen?"

Auf die Frage hin musterte Herr Jung den Jüngsten mit den schlumpfblauen Haaren überlegend, bevor er seinen Kopf schüttelte.

"Ich glaube nicht.", lächelte Herr Jung ihn an und Jungkook ließ das Thema ruhen.

Es qar gar nicht möglich, dass sich die beiden kennen. Woher auch? Sie konnten unmöglich die selben Freunde haben, da der Lehrer sicherlich acht oder neun Jahre älter war als er selbst. In der Uni können sie sich ebenfalls nicht begegnet sein, da an Jungkooks Uni Lehramt nicht unterrichtet wurde.

Mit Sicherheit hatte er sich vertan und sein Gesicht mit dem eines anderen verwechselt. Sicherlich sah er nur jemanden ähnlich.

Der Lehrer führte sie aus dem Raum heraus. "Es tut mir leid, Herr Kim. Sowas wird kein weiteres Mal vorkommen."
"B-Bitte sorgen Sie dafür, dass nur ich sie abmelden kann...", bat Taehyung ihn nur, bevor sich die Wege trennten.

Taehyungs Hand glitt sofort in seine Hosentasche, wo er Sunmis Nummer wählte. Er lauschte dem monotonen, nervigen Piepen, während sie aus der Schule herausgingen und umtentschlossen vor dem Eingang standen.

"Sie geht nicht ran.", wisperte der Schriftsteller frustriert zu sich selber, bevor er erneut die Nummer wählte. Dieses Mal war direkt die Mailbox zu hören, so ein Mist!

Ahnungslos schaute er sich in seiner Umgebung um. Wo sollte er nach ihr schauen? Er wollte am liebsten sofort lossprinten und nach seiner Tochter suchen, seinetwegen jeden einzelnen Zentimeter. Doch er hatte keine Ahnung wo er anfangen sollte und wo derzeit Sunmis Bleibe war

"Was hast du jetzt vor?", fragte Jungkook ihn mit gespitzten Lippen und gerade als der Ältere geschlagen seufzte und antworten wollte, hörte er plötzlich eine laute, helle Stimme.

"Daddy!"

"S-Sora!"

Sofort fuhr sein Kopf herum, wo er tatsächlich seine kleine Tochter entdeckte, die auf ihn zu gesprintet kam, mit weit geöffnet Armen.
Er ging in die Hocke woraufhin sie sich sofort sehnsüchtig in seine Arme warf.

Taehyung atmetete erleichtert auf und ließ seine Augen zuflattern, während er seine Arme fest um ihren kleinen Körper schloss.
"Oh Prinzessin - ha-hab ich mir sorgen gemacht..."
Er löste sich von ihr, musterte sie besorgt, doch außer ein Strahlen auf ihrem Gesicht war nichts außergewöhnliches zu sehen.
"Geht es dir gut? Wo warst du?"

"Mommy hat mich abgeholt und wir hatten so viel Spaß zusammen!", sie sagte dies so voller Euphorie und strahlte dabei vor Freude, dass er sanft lächeln musste. Mit seiner großen Hand strich der Schriftsteller über ihre Wange.
"Ist das so, mein Spatz?"
Er hatte nichts, dass sie ihre Mutter traf. Himmel, sie hatte genau so das Recht dazu sora zu sehen, wie Taehyung es hatte. Und insbesondere wenn seine kleine so glücklich war, würde er sich nicht beschweren.

Doch es handelte sich in Sunmi. Seit langem zeigte sie keinerlei Interesse in ihrem Kind und nun kam das. Sie plante etwas krankes in ihrem Kopf und nutzte ihre Tochter aus. Taehyung wollte nicht, dass mit Sora gespielt und sie ausgenutzt wird.

Klackernde Geräusche ertönten, als die Absätze der teuren Pumps der jungen Frau auf den Bürgersteig trafen.

Taehyung sah auf und starrte direkt in das Gesicht seiner Ex-Freundin. Er schluckte, ein Kloß bildete sich in seinem Hals. Mit einem Mal trafen ihn die Emotionen wieder, obwohl er dachte inzwischen besser mit der Sache klar zu kommen. Doch nun wo er sie nach ihrer Trennung zum ersten Mal nach knapp zwei Wochen zu Gesicht bekam, krachten der Schmerz und die Enttäuschung wie eine Welle über ihn ein.

Er gab sich sein bestes dies jedoch nicht anmerken zu lassen, als er sich mit Sora an der Hand wieder aufrichtete und seine Ex anstarrte.
Diese hatte einen gelangweilten, hochnäsigen Blick aufgesetzt.

"Warum... hast du mir nicht Bescheid gegeben?", entkam es ihm leise, während er zur Ablenkung seiner geliebten Tochter über ihre weichen, seidigen Haare strich.

Sunmi schnaubte laut auf und es klang so höhnisch und angriffslustig, dass Sora sachte aufjapste und sich ans Hosenbein seines Vaters krallte.
Besagter spürte, wie seine Tochter ängstlich wurde, weswegen er ihr ein sanftes Lächeln zuwarf, obwohl sein eigenes Herz hastig gegen seine Brust hämmerte.

"Sie ist genau so meine Tochter wie deine Taehyung, ich habe das Recht dazu, sie zu sehen! Und ich brauche mit Sicherheit nicht deine Erlaubnis.

Ein amüsiertes Schnauben riss Sunmis Aufmerksamkeit an sich. Abneigung zeichnete sich in ihrem Gesicht ab, als sie zu dem Blauhaarigen Studenten blickte, der wie ein Stein neben Taehyung stand.

"Das fällt dir aber früh ein, meine Liebe...", murrte dieser.

Aber sunmi konnte es ganz genau verstehen und ungläubig starrte sie den anderen an.
"Du schon wieder.", keifte sie gehässig in Jungkooks Richtung, welcher nur die Augen verdrehte.

"Klebst du immer noch wie eine Klette an Taehyung?"

Jungkook schritt angriffslustig vor und funkelte sie genervt an. Er hatte keine Angst vor ihr, wie Tae und auch Verband die beiden kein gemeinsames Kind und keine gemeinsame Geschichte. Also würde er sich definitiv nicht zurück halten.

"Immerhin weiß ich, wie ich Menschen die mir was bedeuten bei mir behalte, statt sie zu verjagen.", wisperte er ihr grinsend zu, sodass nur sie es vernehmen konnte.

Mit einem Mal wurde ihr Gesicht zornig. "Das werden wir ja noch sehen.", keifte sie.

"Sunmi bitte...", warf Taehyung endlich ein und ging dazwischen. Sachte schüttelte er den Kopf und deutete auf ihre Tochter, die mit großen, panischen Augen das Geschehen zwischen den drei Erwachsenen beobachtete.
"N-Nicht in ihrer A-Anwesenheit.", bat Taehyung verzweifelt.
Sora hatte genug Streitigkeiten ihrer Eltern mitbekommen, es reichte allmählich.

Die Brünette sah so aus als habe sie noch einiges zu sagen, doch sie schluckte ihre bissigen Kommentare runter. "Wir sehen uns bald noch, Taehyung.", sagte sie ernst zu ihm, bevor sie sich zu ihrer Tochter leicht hinkniete und auf die Wange küsste.

"Mommy gehst du?", fragte sie mit großen, runden Augen. Die Frau nickte nur.

"Denk an das, was ich dir gesagt habe, ja mein Schatz?"

Ein wenig irritiert verzog Taehyung seine Brauen, dachte sich jedoch nichts weiteres. Er war erleichtert, dass Sunmi Kommentarlos verschwand, nachdem sie ihrer Tochter ein letztes Mal durch die Haare strich.

Seine Anspannung fiel und er ließ die Schulter sacken. Gott sei Dank war die Situation nicht eskaliert - vorerst.

Jungkook lächelte ihn locker an und striff seine Hand mit der eigenen.  "Lasst uns was leckeres essen gehen."

🧸🧸🧸

"Willst du ein Eis, Kleines?"

"Mh-mh.", machte das kleine Mädchen nur und verschränkte ihre Arme launsich vor der Brust.
Taehyung seufzte nur und schielte zu seinem Liebhaber, der nur mit den Schultern zuckte.
"Ich hätte nichts gegen ein Eis als Nachtisch.", grinste Jungkook gut gelaunt und stellte sich bereits an, um sich ein Eis zu holen.

"Ich möchte keins.", murmelte Taehyung sanft, als Jungkook ihm erwartend anschaute und besagter zuckte nur mit seinen Schultern.

"Sora-lein sicher dass du keins haben willst?"

Beleidigt schaute sie in der Umgebung herum, noch immer die Arme vor der Brust verschränkt.
"Ich sagte doch nein!", zickte sie leise herum und schmollte nur noch mehr.

"Sora!", stieß ihr Vater fassungslos über dieses freche Verhalten aus. "So redest du nicht... verstanden?"
Sie war die ganze Zeit unfassbar schlecht gelaunt und verhielt sich bockig. Es verwunderte den jungen Vater, weil Sora stets ein freundliches Kind war und sich nie so verheilt. Es war neu und das gefiel ihm ganz und gar nicht. So hatte er seine Tochter nicht erzogen und würde auch nicht zulassen, dass sie solche Eigenschaften erlernte.

Sie setzte noch eine Schippe drauf und drehte sich wortlos von ihrem Vater weg. "Hmpf!"

Taehyung seufzte angestrengt auf. So anstrengend wie heute war sie in den letzten sechs Jahren nicht gewesen. Was hatte sie denn bloß für ein Problem?

"Dreh dich um Sora.", er drehte sie an den kleinen Schultern sachte zu sich um und kniete sich auf ihr Level.
"Warum benimmst du dich so, Kleines... ? Das ist unhöflich, was du hier machst."
Für einen Moment hielt sie diese Miene aufrecht, bevor es langsam brökelte.
"Bist du sauer auf mich, Dada?"
Er seufzte leise, wie könnte er den bloß sauer auf seine kleine sein?
Er schüttelte seinen Kopf.
"Aber ... ich werde traurig, wenn du dich so verhältst.", stellte er klar und setzte ein trauriges Schmollen auf, um sie zu überzeugen.

Sie schien einen Moment zu überlegen, bevor sie ihre Arme um den Hals des Mannes warf.
"Tut mir leid, Dada", murmelte sie leise und er strich über ihre Haare.

Sora hatte erzählt,  dass Sunmi sie auf den Spielplatz gebracht hat und sie ein wenig geplaudert haben, was das ganze noch eigenartiger machte. Warum sollte sie sich die Mühe machen? Sie hätte das auch wann anders machen können. Es war ja nicht so, als würde Taehyung es verbieten und das wusste sie sicherlich.

Er konnte nicht anders, als immer wieder zu grübeln, was Sunmi damit erreichen wollte...

Der Ältere japste leise auf, als ihm ein Eis vor die Nase gehalten wurde. "Wollen wir teilen, ich habe deine Lieblingssorte geholt, Tae."
Jungkook hielt ihm sein Erdbeereis vor die Nase und wackelte mit den Augenbrauen. Er musste schon sagen, es sah ziemlich einladend aus, weswegen er einmal daran schleckte.

Sie liefen wieder los, Tae hielt Sora an der Hand und mit der anderen hielt er die Hand des Studenten, der friedlich sein Eis aß und dieses ab und an dem Älteren vor die Nase hielt.

Jungkook bemerkte, wie die kleine Tochter seines Geliebten immer wieder zu ihm schaute, doch sobald er sie anlächelte, drehte das kleine Ebenbild von Taehyung den Kopf auch schon wieder weg.

A

n einem Spielplatz suchte der Blauhaarige ihren Blick auf. "Willst du schaukeln?", fragte er sie.
"Ich kann das auch alleine!", kam es prompt aus ihr.
Er lachte nur leise auf.
"Na dann zeig uns was du drauf hast."
Sie sprintete kurz darauf mit Ohren kurzen Beinchen zur Schaukel, auf die sie ohne Hilfe kletterte und zu schaukeln begann.

Taehyung und Jungkook setzten sich auf eine Bank, die in diesem Spielplatz lokalisiert waren und hatten das Mädchen von da aus im Blick.

Jungkook seufzte leise.

"Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, sie hätte etwas gegen mich..."

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