47| Großeltern

Jimin Pov

Wir kamen in Busan an. Die Busfahrt verlief ruhig. Bis zu der kleinen Pause schliefen Yoongi und ich seelenruhig weiter. Bis wir von der lauten Stimme von Mr. Wang geweckt wurden. 

Natürlich fuhren wir nicht allein mit Mr. Wang. Mr. Cheng unser Sportlehrer und Sklaventreiber fuhr mit. Na ob das gut geht? Ich glaube wenn er könnte würde er uns um Punkt 0600, nach Militärischen Zeitangaben wecken und uns früh erstenmal eine ordentliche Sporteinheit geben. 

Wie damals Lisa und Rose schon sagten, der gehört definitiv nicht in einer Schule für Sportunterricht. Mir behagte es ganz und gar nicht, dass er mit fuhr. Ich hoffte nur das wir nicht gezwungen waren jeden Tag Sport zu treiben, dann hätten wir auch gleich in der Schule bleiben können.  

Nach der Pause, nachdem wir an einer Raststätte angehalten hatten und uns kurz die Beine vertreten,  ging es auch wieder weiter. Ich meine hätte man nicht gleich durchfahren können? Immerhin dauerte die Fahrt nach Busan nicht lange. Das musste man nicht verstehen. 

Und jetzt, standen wir direkt vor der Herberge und warteten auf die Anweisung von Mr. Wang. Er kam mit seinem Klemmbrett und Zimmerschlüsseln zu uns. 

"So, ich verteile jetzt die Schlüssel und ihr begebt euch in eure Zimmer, richtet euch für die Zwei Wochen gut ein. Den restlichen Tag, habt ihr frei. Macht was ihr wollt, aber kommt bitte Leben wieder hier her. Ich habe kein Bock euren Eltern euren Tod zu vermitteln. 18 Uhr gibt es Essen, wer nicht dabei sein kann oder will, gibt bescheid. 21 Uhr seid ihr hier wieder hier und 23 Uhr in euren Zimmer, danach ist es mir egal was ihr macht. Morgen von 8-10 Uhr gibt es Frühstück und 12 Uhr, treffen wir uns wieder hier und laufen zu einem Museum, hört gut zu! Macht euch Notizen, es könnte wichtig sein.", sprach Mr. Wang und wiederholte einiges was er schon sagte. Ich war immer wieder begeistert wie locker er drauf war.

Dann rief er die Gruppen auf. 
"Lisa, Rose, Jeannie und Jisoo! Ihr seid in einem 4er Zimmer, benehmt euch.", sprach er und reichte Lisa einen Schlüssel für ihr Zimmer. Diese nahm freudig den Schlüssel entgegen. Die anderen Mädels folgten ihr.

"Jungkook, Taehyung, Hoseok, Namjoon, Jin, Yoongi und Jimin! Ihr seid im 7er Zimmer, benehmt euch.", sprach er ebenfalls zu uns aus und gab Yoongi den Schlüssel. Gleich darauf nahmen wir unser Gepäck und gingen in unserem Zimmer. 

Ein Glück das wir für den restlichen Tag nichts weiter vorhatten. Ich war am überlegen. Mein Vorhaben gleich abzuarbeiten und meine Großeltern zu besuchen. Von hier aus war es nicht allzu weit und man kann gemütlich dorthin laufen. 

Es gab in den Zimmer drei Doppelstockbetten und ein Einzelbett, den sich Hobi gleich einnahm. 
"Haha! Hier schlafe ich.", grinste er und an und schmiss sich auf das Bett. 

Ich musste schmunzeln, mir war es egal wo ich schlief. Hauptsache man hat überhaupt einen Bett unter dem Hintern. 
Ich lief mit meinen Sachen zur Fensterseite. Yoongi folgte mir. 
"Ich schlafe oben.", sagte ich ihm. 

Yoongi nickte, man sah ihm seine Erleichterung an. Wir packten alle unsere Sachen in die vorgegebenen Kommoden. Nur das einzige Manko. Wir hatten nur ein großes Bad zusammen. Doch das würden wir schon überleben. 

Die anderen verteilten sich ebenfalls. Namjoon und Tae schliefen ebenfalls unten. Jin und Jungkook oben. Ich war ganz froh dass Jin oben schlief. Bei Namjoons Körpergröße hatte ich etwas Angst, das das Bett einkracht und auf Jin landet. Wäre nicht so toll. 

"Leute, was wollen wir für den restlichen Tag anstellen?", fragte Tae. 
"Wir könnten in die Stadt? Was Essen gehen?", sprach Hobi und sah in die Runde. 
"Das klingt nach einer guten Idee. Essen ist immer gut.", sprach Namjoon aus. 

Bei dieser Aussage musste ich schmunzeln. Jin verdrehte nur die Augen. 
"Ich bin dabei.", sprach Jungkook und spielte an seinem Handy. 

"Jimin, wie schaut es aus? Kommst du mit?", fragte mich Tae. 
"Sorry Leute, aber ich passe. Ich möchte die Freizeit nutzen und jemanden besuchen. Wer weiß, wann wir wieder so lange Freizeit haben.", sprach ich aus und bekam verwunderte Blicke, bis auf Yoongi. Er sah mich skeptisch an. 

"Cool, wen willst du besuchen? Wir kommen mit und können doch danach in die Stadt.", sprach Tae freudig. Oh! Ich glaube nicht dass sie erfreut darauf waren meine Großeltern zu besuchen? Auf einem Friedhof? Jedoch wollte ich es ihnen nicht sagen, denn ich wollte ihnen nicht die Freude, des freien Tages nehmen. Auch wenn es nicht schön war, jemanden zu besuchen der schon länger Tod war, so waren sie doch meine Großeltern und haben mich bis zu meinem 9ten Lebensjahr begleiten und waren einer der liebsten Menschen. 

"Ach Quatsch, ich gehe schnell allein zu ihnen und komme dann hinzu. Macht ihr euch einen schönen Tag…", versuchte ich sie umzustimmen. 

Doch das sorgte nur noch mehr für skeptische Blicke. 
"Jimin? Man sieht förmlich in deinem Blick, das etwas im Busch ist.", sprach Yoongi und kam auf mich zu und nahm eine Hand. 
"Was ist los, warum willst du uns nicht dabei haben?", fragte er. 

"Oh nein, bitte denkt so was nicht. Ich habe euch gern bei mir.", sprach ich aus und sah alle an. 
"Es ist nur… ich glaube nicht, dass ihr Lust habt mit mir auf einem Friedhof zu gehen, oder?", lachte ich leicht gekünstelt auf und sah zu Yoongi. 

Sein Blick wurde weich, bis er auf seufzte. 
"Jimin, wir haben dir oft genug gesagt, das du mit uns reden sollst. Du gehörst zu uns, zu mir und wir entscheiden als Gruppe zusammen. Denkst du wirklich, ich lasse dich allein dorthin gehen? Während wir uns amüsieren?", sagte er und schnappte mir mit seinem Finger an die Stirn. 

"Aua…", grummelte ich und rief mir die Stelle. 
"Ich hoffe das hat dein Hirn zu Recht gerückt, Jimin! Du bist so schlau, aber bei manchen Dingen, scheint dein Super Brain, abzuschalten.", sprach Tae energisch der seine Hände in die Hüften gestemmt hatte. 

"Wie Yoongi, schon sagte. Wir sind eine Gruppe, eine Familie, also gehen wir zusammen. Wir können auch danach noch in die Stadt und was Essen gehen.", sprach jetzt auch Namjoon. Die anderen nickten einstimmig. 
"Ach Leute…danke!", sprach ich erleichternd aus und lächelte alle an. 

"So genug, geredet. Wenn wir noch so weiter machen, muss ich heulen! Schnappt euch eure Taschen und los geht es.", kam es von Jin und zog Namjoon raus. Die anderen schnappten sich ebenso ihre Taschen. Ich musste leicht bei Jins Aussage lachen.

Ich drehte mich mehr zu Yoongi und sah ihn an. Er hatte immer noch einen leicht besorgten Blick drauf, das wollte ich nicht mehr, daher drückte ich ihm einen Kuss auf die Lippen. 
"Danke, Yoongi! Ich weiß, das ihr für mich da seid, doch ich muss mich einfach noch daran gewöhnen, dass ich nicht mehr alles allein machen muss.", sprach ich aus und lächelte ihn an. 

Sein Blick war fest auf mir bis er lächelte. Er sagte nichts und zog mich einfach an sich und umarmte mich. Herrlich! 
"Jungs! Genug geknutscht… kommt jetzt!", sprach Hobi der wieder reinkam um uns zu holen. 

Wir lösten uns und schnappte uns unsere Sachen und gingen raus. Ich lief mit Yoongi an meiner Hand gleich weiter, die anderen Folgten mir. Wir liefen eine knappe halbe Stunde, da kamen wir an einem kleinen Blumenladen vorbei. 

"Wartet ihr kurz? Ich bin gleich wieder da.", sprach ich aus und ging hinein. Die anderen warteten. Ich sah das Yoongi mich von draußen beobachtete. 

"Guten Tag!", was kann ich Ihnen bringen?", sprach die ältere Dame.
"Guten Tag! Ich hätte gern, einmal die Tulpen und einmal Lilien."
"Wird gemacht! Sie besuchen ein Friedhof? ", fragte sie. 
Ich nickte. 

Nachdem sie mir die beiden Blumen eingepackt hatte. Bezahlte ich und ging wieder raus. Yoongi nahm mir die Blumen ab. Dann liefen wir weiter. 

Keine zehn Minuten später, kamen wir an. Wir schritten durch das Tor und ich lief auf das Grab meiner Großeltern zu. Yoongi neben mir und die anderen dicht hinter uns. 

Ich hielt an und blieb stehen und drehte mich zu dem Grab um. Es war eine größere Fläche mit zwei Steinen, wo zwei Namen drauf standen. Da wir schon immer Geld besaßen und meine Großeltern vorgesorgt hatten, konnten sie sich die Fläche damals erkaufen. 

Ich legte die Lilien auf das eine Grab und die Tulpen auf das andere. 
"Leute, das sind meine Großeltern, mütterliche und väterliche Seite.", sprach ich aus und sah zu meinen Freunden. Sie sahen mich nur Stumm an, doch ich lächelte. Es war okay. 

Ich wandte mich wieder der Gräber zu und schloss für ein Moment meine Augen. Für einen Moment war es Windstill, da hatte man das Gefühl, dass die Großeltern anwesend waren. 

Ich öffnete meine Augen und verbeugte mich. Dann drehte ich mich zurück zu den Jungs, Yoongi der neben mir stand, drehte sich ebenfalls um. Dann schaute ich perlex und musste plötzlich los lachen. Yoongi sah skeptisch zu ihnen. Gott, das war so niedlich und doch verrückt! Typisch Jin und Tae! Beide standen nebeneinander, daneben ihre Partner und weinten. Warum auch immer?! Es gab gar keinen Grund so traurig zu sein, das man weinen musste…

Ich musste mich an Yoongis Schulter festhalten und lachte. 
"Was… was ist denn mit euch los?", fragte ich lachend nach und ging auf die beiden zu. Die anderen die nicht weinten, stand nur daneben und versuchten die anderen beiden etwas zu beruhigen. 

"N-Nichts! Wir...wir haben nur was ins Auge bekommen.", schniefte Tae. Jin nickte wild.
"Ja, der Wind war so Stark, deshalb Tränen uns die Augen."

Ich sah kurz zu Yoongi, dieser sah mich ebenfalls an. 
Ich lachte erneut auf.
"Ja ist klar! Das es, aber gerade Windstill war, wisst ihr schon oder?", gluckste ich. 
Ich ging auf die Jungs zu und wischte beiden die Tränen von den Wangen. 
"Hey! Es ist alles gut. Seht mich an. Ich Weine doch auch nicht, obwohl ich nahe am Wasser gebaut bin.", sprach ich aus und lächelte die beiden an. Sie waren einfach so niedlich. Namjoon stand still und leise neben Jin und hatte sein Arm um seine Schulter gelegt und strich ihm beruhigend über den Arm. Jungkook machte dasselbe mit Tae. 

"Trotzdem, das ist einfach so traurig! Während wir noch alle Mitglieder unsere Familien haben, hast du nur noch dein Dad. Das Leben ist so unfair. Du bist so ein kleiner unschuldiger niedlicher Engel, du hast das nicht verdient!", schniefe Jin. 

"Aww...komm her Eomma!", sagte ich und öffnete meine Arme. Daraufhin lachte er nur und umarmte mich und drückte mich fest an sich. Paar Sekunden später wurde ich von Jin weggezogen und Tae nahm mich in Anspruch, dieser drückte mich ebenso sehr an sich wie Jin. 

Ach! Was für ein verrückter Haufen, aber ein liebenswerter Haufen!
"So, jetzt aber genug gekuschelt. Darf ich mein Mochi wieder haben Tae, geh mit deinen Keks kuscheln.", sprach Yoongi und zog mich zu sich. Das brachte uns am Ende alle zum Lachen. 

Ich kuschelte mich an Yoongi. Bis mein Blick auf Hobi fiel. Dieser sah uns alle mit einem Lächeln und glücklichen Strahlen an. Auch wenn er so positiv war, tat er mir Leid. Er hatte noch niemanden an seiner Seite. Bis er mein Blick erwiderte und mir nur zu zwinkerte. 

Er hielt sein Telefon hoch und grinste. Dann fiel es mir ein. Ich machte große Augen. Da musste ich doch bei Gelegenheit ihn mal austragen, was da im Busch war. 

"So, wenn wir wollen können wir in die Stadt, ich kenne zufällig einen Leckeren Burgerladen, dort machen sie alles frisch und man wird satt.", sprach ich aus. 

"Auf zum Burgerlanden!", rief Namjoon und stürmte los und riss Jin regelrecht mit. 
"Hey, reiß mein Arm nicht aus…", sprach Jin aus. 

Wir sahen den beiden hinter. Tae und Kookie schlossen sich den beiden an und gingen raus. Hobi folgte ihnen. Nur ich und Yoongi standen noch da. Ich an ihn gelehnt. 

"Alles gut bei dir?", fragte er mich. 
"Ja! Es ist alles bestens. Ich kann momentan nicht glücklicher sein. Danke dafür, dass ihr bei mir seid.", sagte ich und sah zu ihm hoch. 

Yoongi sah zu mir herunter und gab mir einen Kuss.
"Für dich immer mein Engel!"
Dies ließ mich lächeln. 
"Na komm, lass wir die anderen nicht warten. Hunger macht Böse…", sagte er und schmunzelte. 
Er zog mich mit. Innerlich verabschiedete ich mich von meinen Großeltern und ging. 

Wir verbrachten einen gemütlichen Tag in der Stadt und ich war glücklich in meiner Heimat zu sein. Es war wie man so schön sagt. Nach Hause kommen. 
Ich freute mich schon auf die anderen Tage und war gespannt, was alles so passierte…


Copper-Curly 

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