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Die Pflastersteine waren hart und drückten an jeder Stelle des Körpers, als ich nun schon zum vierten Mal meine Position wechselte. Die Kälte die von den Boden und dem Wind ausgingen, zerrten an meinen Gesicht und kroch bis in meine Glider.
Ich hasste es jetzt schon.
Ich hoffte nur das Brooke sich nicht erkältet, bei solch einem Wetter.
Wir lehnten an dem dicken Eisenpfosten der die Brücke stütze, und dösten vor uns hin. Ich hatte auf der Lankarte bereits einen Weg ausgemacht- wir mussten auf alle Fälle noch eine Weile lang reisen, denn mit dem Motorrad ist man nicht immer so flink unterwegs...
Brooke lehnte an meiner Schulter und starrte wie hypnotisiert nach vorne. Ich legte den rechten Arm um ihr und versuchte sie so nahe wie möglich an mir zu halten. Vielleicht brachte ihr meine Körperwärme ja etwas...
"Ich kann nicht schlafen..."
Sagte sie jetzt.
"Ich auch nicht."
Seufzend sah ich mich um. Wir lagen hier an einem Meer- dessen Wasser bestimmt so kalt war wie der Boden. Oder sogar noch kälter.
"Ich erzähl dir eine Geschichte, dann hörst du mal was anderes als die Autos..."
Fing ich an und legte eine kurze Pause ein, um mir eine einigermaßen sinnvolle Geschichte zu überlegen. Doch eigendlich brauchte ich mir gar nichts auszudenken. Geschichtenstoff hatten wir schon erlebt.
"Im Wald gab es zwei Rehe... das eine Reh war schon etwas größer und konnte sich schon alleine im Wald zurechtfinden... doch, das Reh wurde wegen eines Jägers von seiner Mama getrennt, also lebte es bei seinem Vater, einen mächtigen Hirsch der nicht nett zu dem Reh war. Er war sauer das der Jäger die Mama vertrieben hatte, und ließ alles an sein Reh Kind aus. Dann traf es eines Tages ein Rehkits, was ganz ängstlich zu wirken schien. Es war von seinen echten Eltern verstoßen wurden, und lebte jetzt bei zwei Elchen , die das Rehkitz dachten zu akzeptieren- es aber nicht konnten da es anders war als sie. Die beiden Rehe aber- verstanden sich dafür umso besser, und so spielten sie so oft sie konnten miteinander. Sie spielten fangen , und liefen durch den Wald- manchmal suchten sie auch nach Kastanien den beiden sehr gut schmeckten. Ihre Lieblingsbeschäftigung war das herumtollen auf Wiesen. Doch irgendwann gefiel es den Elternpaar der beiden Rehe nicht mehr das die zwei sich so gut verstanden. Also fingen sie... zu kämpfen an. Sie wollten die beiden Rehe voneinander trennen. Aber das ließ das Reh nicht zu, und flüchtete mit dem Rehkitz aus dem Wald, auf der Suche nach der Mama des großen Reh's. Sie begingen eine Reise, zu einen anderen Wald... und was sie auf ihrer Reise erlebten, das steht noch in den Sternen..."

Als ich über der Geschichte nachdachte , fing das Mädchen in meinen Armen an zu murren.
"Werden die zwei Rehe es schaffen, Avery"?
Ich lächelte etwas wehmütig.
"Oh das wissen die beiden noch nicht. Aber egal was passiert, sie werden immer auf einander aufpassen..."
Sagte ich und ich merkte wie meine Augen feucht wurden.
Nach einiger Zeit war Brooke dann eingeschlafen, was ich daran merkte das sie immer schwerer wurde, und gleichmäßig atmete.
Also hing ich meinen eigenen düsteren Gedanken nach, und lauschte das Rauschen des Meeres, und das Brummen der Autos über uns.
Es könnte so friedlich sein...
Von irgendwoher hörte ich Sirenen, und für einen kurzen Augenblick malte ich mir aus das sie hinter uns her waren... was früher oder später auch der Fall sein würde, da mein Vater und Greta es bestimmt nicht auf sich sitzen ließen, uns einfach gehen zu lassen. Sie werden die Polzei auf uns aufhetzen, und würden uns vielleicht noch ein paar Tage lang selber suchen.
Doch bevor sie uns finden werden, würden wir schon aus diesen Land weg sein... jedenfalls redete ich mir das ein.
Ich durfte nicht zweifeln. Ich konnte nicht.
Ich musste darauf hoffen das wir irgendwie zurück zu meiner Mutter kamen, egal wie lange es dauerte.
Ich wünschte nur das ich ihre Nummer hätte, oder ihr wenigstens einen Brief zukommen lassen könnte. Aber ich wusste das sie ein neues Leben angefangen hat- dort wo sie jetzt ist. Sie durfte sich nicht in unserer Nähe blicken lassen, uns nicht besuchen, nicht anrufen. Es war fast so als wenn sie einfach aus unseren Leben gestrichen wurde.
Ich wusste nur das sie in Cresent Beach lebte. Doch wo genau wusste ich auch nicht. Doch wenn wir erstmal da waren, würde ich wohl nach ihr suchen müssen. Leite fragen ob sie sie kennen, vielleicht sogar einen Flyer aufhängen. Aber das waren alles Probleme der Zukunft.
Zuerst einmal mussten wir überhaupt bis dahin kommen...
Durch den ganzen gegrübel meldeten sich bereits Kopfschmerzen an, weshalb ich den Kopf zurück lehnte und die Augen schloss.
Ich musste morgen fahrfähig sein , und wenn ich wie ein Zombie auf's Motorrad stieg, endete das böse.
Nach gefühlten 20 Minuten schlief ich dann endlich traumlos ein.

Doch die Ruhe währte nicht lange, da ich von einem Ruf geweckt wurde.
Ich riss die Augen auf und sah mich um. Zuerst hatte ich Panik das es vielleicht mein Vater oder die Polizei waren, die uns gefunden hatte- aber stattdessen war es bloß ein Obsachloser. Ich schaute auf meiner Armbanduhr; 5:45 Uhr .
"Hey!!! Was wollt ihr zwei Plagen hier? Verzieht euch gefälligst!"
D

er Penner kam wankend auf uns zu. Er hatte einen grau zerzausten Bart, der an der Mundseite gelblich verfärbt war. Auf seinem Kopf thronte ein zerfetzter Hut, und seine Kleidung war Lumpig.
Außerdem hatte er eine Plastiktüte in der Hand, in der es bei jedem seiner Bewegungen schepperte.
"Brooke, wach auf..."
Ich rüttelte das Mädchen was immer noch an mir angelehnt war, und war schon dabei aufzustehen.
"Hm..."
Sie sah sich verwirrt um, und als der alte Knacker schon wieder zu schreien begann, wurden ihre Augen plötzlich ganz groß.
"Was ist bloß mit der beschissenen Jugend los? Zu viel gesoffen? Los, verpisst euch bevor ich euch eine klatsche!"
Keifte der Alkoholiker und fuchtelte mit seiner faltigen Hand wie wild in der Luft herum.
"Passen Sie mal auf wer hier wohl zu viel gesoffen hat! Schauen Sie sich erstmal selber an!"
Rief ich jetzt zurück als ich mir noch schnell den Rucksack überschmiss.
"Du wagst es so mit mir zu reden? Respeklose Schlampe!"
Er holte aus und wollte mir eine verpassen, als ich ihn in den Magen trat und Brooke am Arm packte.
"Komm!"
Ich zog sie mit mir, doch als ich den wiederstoß merkte und mich umdrehte sah ich das der Penner sie am Arm gepackt hat.
"Du mieses..."
Brooke schrie sich fast die Seele aus dem Leib, als ich Wutentbrannt auf den Alten zugestampft kam und mit der Faust ausholte und ihn ins Gesicht schlug.
Er taumelte zurück , und mit der vermischten Besoffenheit fiel er komplett um und stieß einen Schmerzensschrei aus.
Ich nutze den Momemt um Brooke zu schnappen und mit ihr zum Mottorad zu rennen.
Ich setze sie drauf und zog mir den Helm über.
Ich startete die Maschine als ich hörte wie der Obdachlose wieder auf uns zukam.
Doch wir waren schneller und brausten los, ohne zurück zu schauen.
Dieser Dreckssack. Was viel ihn eigendlich ein!
Wir saßen im selben Boot, wor beide waren Obdachlos- anstatt uns so anzumachen hätte er auch einfach fragen können!
Ich war so wütend das ich am liebsten umgekehrt  und ihn mit seinen Bierflaschen den Schädel zertrümmert hätte- aber er war unsere Zeit nicht wert.
Stattdessen rufte ich mir den Weg von der Karte zurück ins Gedächtnis- den ich zuvor noch studiert hatte , und lenkte auf die andere Straßenseite.
Wenn wir jetzt schon wach waren, konnten wir auch weiterfahren...




























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Bis zum nächsten Kapitel ♡♡♡

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