52.

Namjoon's PoV.:

Die folgenden Tage zogen unheimlich schnell an uns vorbei. Das mochte vor allem daran liegen, dass Yoongi eine Menge Arbeit zu erledigen hatte. Nach jedem Frühstück begab er sich sofort in die große Halle, um den Pflichten seines Vaters nachzugehen. Danach widmete er sich seinem üblichen Unterricht. Zwar war er anfänglich sehr froh darüber gewesen diesen nicht mehr antreten zu müssen, doch er hatte eingesehen welche Wichtigkeit er hielt.

Das alles war ziemlich stressig für den Älteren. Ich versuchte ihm zu helfen, wo ich nur konnte, doch da ich weder lesen noch schreiben gelernt hatte, fiel meine Hilfe recht karg aus. Als ich Yoongi mein Dilemma erklärte, winkte er bloß mit einem müden Lächeln ab und versicherte mir, dass es vollkommen ausreichen, wenn ich nur an seiner Seite stehen würde. Zugegeben glaubte ich ihm kein einziges Wort davon. Vielleicht war ich auch selber einfach nur zu stur, um mich mit meiner wenigen Hilfe zufrieden zu geben. Und genau deswegen versuchte ich mir etwas auszudenken, womit ich den Prinzen wenigstens ablenken konnte. Es musste nichts Großes sein; kein Fest, oder Ausritt, selbst kein Picknick. Es musste ihn einfach nur für ein paar Minuten, vielleicht auch eine Stunde abschalten lassen.
Ich kam ziemlich schnell mit einer Idee auf, war mir allerdings viel zu unsicher in dessen Wirkung. Vorher musste ich sicherstellen, dass es auch wirklich klappen würde.

„Warte mal kurz, Yoongi", ich griff nach der Hand des Älteren und hielt ihn somit davon ab, durch die Tür der Bibliothek zu spazieren. „Was ist?", er drehte sich verwirrt zu mir um. Als unsere Blicke sich trafen, machte mein Herz einen aufgeregten Satz. Mit deutlich warmen Wangen starrte ich auf unsere Hände herab, die nach wie vor ineinander verschränkt waren.
„Kann ich dich heute während deines Unterrichtes alleine lassen? Ich muss zu jemandem reiten...".
„Zu wem denn?", Yoongi's Augenbrauen zogen sich verwirrt zusammen.
„Das kann ich dir nicht sagen. Sehe es als eine Art...Überraschung?", wenn er wüsste wo ich hingehen wollte, würde er mich definitiv nicht gehen lassen.
„Eine Überraschung? Wozu der Anlass? Mein Geburtstag ist erst in drei Monaten...", merkte er an.
„Yoongi, bitte. Stell nicht so viele Fragen, sondern lass mich einfach gehen, ja? Glaub mir, du wirst es nicht bereuen", versuchte ich ihn zu überzeugen. Er fühlte sich sichtlich unwohl dabei, nickte dann jedoch widerwillig. „Wenn du meinst... Aber wehe es wird keine gute Überraschung", warnend hob er seinen Zeigefinger an.
„Danke. Ich werde zwei Wachen bescheid geben, dass sie vor der Bibliothek Patrouille stehen sollen und werde wieder da sein, wenn dein Unterricht zu ende ist", ich drehte mich einmal rasch zu allen Seiten um und als ich mir sicher war, dass niemand in unserer Nähe war, drückte ich Yoongi einen Kuss auf die Wange. Dieser blinzelte daraufhin überrascht und lief rot an. „O-Okay. Dann bis nachher", stammelte er schließlich und ließ von mir ab.

Erst als er in der Bibliothek verschwunden war, drehte ich mich um und ging die endlosen Flure zurück, auf den direkten Weg in die Stallungen. Kurz davor bat ich allerdings noch zwei wahllose Soldaten auf den Prinzen aufzupassen und drohte gleich dazu, dass, wenn ihm etwas passieren würde, ich die beiden höchstpersönlich kastrieren würde. Sie waren sichtlich eingeschüchtert durch meine Worte, kamen dem Befehl aber trotzdem nach.

Zufrieden ging ich weiter, ließ mir schließlich eines der vielen Pferde von dem Stalljungen aufsatteln und galoppierte dann aus dem Palast heraus. Das Wetter war heute wieder etwas milder. So langsam bemerkte man den Wechsel der Jahreszeit, von Sommer zu Herbst. Die Blätter fingen hier und da an orange und braun zu werden, der Wind hatte deutlich mehr zugenommen und es schwebten mehr Wolken an dem Himmel. Nichtsdestotrotz war es noch warm. Eine angenehme Briese fegte durch meine Haare, während ich die Straßen durch das Dorf der Adeligen ritt. Ich schlug genau denselben Weg ein, den ich auch damals zu der Heilerin geritten war. Dieses Mal steuerte ich allerdings nicht ihr auffällig geschmücktes Häuschen an, sondern stattdessen das Bordell was direkt gegenüber davon stand.
Es sah am Tag noch eindrucksloser aus, als in der Nacht. Nicht mal ein Kind würde erkennen können, was hinter den Lehmmauern dieses Hauses vor sich ging.

Etwas außer Atem band ich mein Pferd an einem der Pfeiler an. In der Hoffnung nicht gesehen zu werden, verschwand ich mit schnellen Schritten und einem gesenkten Kopf im inneren des großen Gebäudes. Als ich auch die zweite Tür passiert hatte, schlug mir wieder der stickige Geruch von Sex und Schweiß entgegen. Auch bei Tag war hier alles in roten Tüchern geschmückt und durch das Sonnenlicht, welches durch die vielen Fenster fiel, tauchte es den Raum in fast denselben Rotton, den ich auch das letzte Mal bei Nacht gesehen hatte.

„Na, wenn das nicht Namjoon ist", hörte ich plötzlich eine mir allzu bekannte Stimme sprechen. Erschrocken drehte ich mich zu meiner linken und fand dort Hoseok vor. Er trug wieder diese anzügliche Kleidung und hatte ein breites Lächeln auf den Lippen.
„H-Hey... Also bevor du jetzt irgendetwas sagst: Ich bin nicht hier um einen Service zu erhalten", stellte ich sofort klar. Hoseok's fröhliche Miene fiel sofort ein. „Nicht? Und ich dachte wir hätten endlich mal einen weiteren Kunden... Die Leute kommen für gewöhnlich nicht Mittags, deswegen ist nicht so viel los und es ist ziemlich langweilig hier".
„Tut mir leid...", murmelte ich, bemerkte im selben Augenblick aber das ich gar keinen Grund hatte mich zu entschuldigen und schüttelte den Kopf, „Naja, ich bin eigentlich hier um mit Jimin zu sprechen".
„Mit meinem Freund?", Hoseok machte ein überraschtes Gesicht.
„Ja. Ich habe eine wichtige Frage an ihn", antwortete ich zögerlich, aus Angst meinen Gegenüber eifersüchtig zu machen. Doch er reagierte recht entspannt. „Ich würde ja zu gerne wissen worum es dabei geht, aber ich habe das Gefühl das du es mir eh nicht sagen wirst... Jimin ist einen Raum weiter, das weißt du ja", er deutete mit dem Daumen nach hinten. „D-Danke", mit einem kleinen Lächeln huschte ich an ihm vorbei, wich dabei geschickt den grabschenden Händen der vielen Frauen aus und verschwand dann in dem Nebenraum.

Hier waren bis jetzt gar keine Kunden. Die angestellten Jungen saßen in ihren hauchdünnen Tüchern gehüllt auf den Sofas verteilt und redeten miteinander. Allerdings galten ihre Blicke sofort mir, als ich den Raum betrat. Ich wurde mit einer Mischung aus Neugierde und Erwartung angestarrt.

„Ich-... Ich wollte J-Jimin sprechen", stammelte ich zögerlich in die Runde.
„Er möchte Jimin sprechen... Ist das die neue Art zu sagen, dass man jemanden flachlegen will?", grinste einer von den Jungs. Daraufhin fielen die anderen in lautes Gackern. Lediglich eine Person stand schließlich auf und winkte mich mit der Hand zu sich. „Ich bringe dich zu ihm. Hör nicht auf die anderen, denen ist nur langweilig, weil sie nichts in ihren Mäulern haben", sagte er und machte sich damit automatisch sympathisch bei mir. Die anderen johlten belustigt. Scheinbar wussten sie, wie recht ihr Kamerad hatte.

„Jimin wollte sich vorhin etwas zu trinken holen, deswegen müsste er noch in der Küche sein", der junge Mann vor mir trat am Ende des Raumes durch einen offenen Türrahmen hindurch und lugte damit in einen weiteren Raum, „Jimin! Du hast Besuch von-...". Er hielt kurz inne und sah mich fragend an.
„Namjoon", flüsterte ich ihm zu.
„Von Namjoon! Er möchte mit dir reden!".

Kaum hatte er zu Ende geredet, tauchte der dunkelbraune Haarschopf des Jüngeren auf. Seine plumpen Lippen zogen sich bei meinem Anblick zu einem niedlichen Grinsen hoch. „Namjoon! Ich dachte ich hätte mich verhört, als Hwanwoong meinte das du es bist. Was bringt dich hier her?", fragte er nach.
Ich wollte meinen Mund aufmachen und ihm antworten, doch im selben Augenblick merkte ich, dass genannter Hwanwoong noch neben mir stand. Ich warf ihm einen entschuldigenden Blick zu und erwiderte dann: „Können wir irgendwo hingehen, wo wir alleine sind? Es ist etwas kompliziert".
„Klar", zwinkerte Jimin und unter dem amüsierten Blick Hwanwoong's führte er mich schließlich davon. Ich dachte erst, er würde mich in die Küche bringen, doch zu meiner Überraschung landeten wir in einem der exklusiven Schlafzimmer; für Gäste die genug Geld in der Tasche hatten um sich eine private Show der hübschen Jungs zu leisten. Der Raum war klein, mit nichts weiter als einem großen Bett und einem Sofa ausgestattet.

„Also, was gibt es?", Jimin ließ sich mit einem lächeln auf letzterem nieder und klopfte auf das Polster neben sich. Die Situation kam mir ziemlich merkwürdig vor, ganz zu schweigen von dem Raum, in dem wir uns befanden. Hier wurden immerhin die wildesten Dinge getan und ich sollte hier jetzt mit Jimin über meine Beziehung reden. Zögerlich ließ ich mich auf der Kante des Sofas nieder, dem Jüngeren nur minimal zugewandt.
„Naja-... Du meintest bei unserem ersten Treffen das ich dich fragen solle, wenn ich-...".
„Wenn du Fragen zu deinem Sexleben hast, ja", beendete er meinen Satz. Es war faszinierend wie locker er das aussprechen konnte, während ich am liebsten im Erdboden versinken wollte.
„G-Genau. Und naja, es gibt da jemanden, den ich sehr gerne habe. Dieser jemand hat in letzter Zeit ziemlich viel zu tun und ist sehr gestresst. Ich dachte mir, ich könnte ihn etwas ablenken, in dem ich mit ihm-...".
„Sex habe, verstehe", wieder beendete Jimin meinen Satz. Ich nickte schüchtern. Mein Kopf schien mittlerweile einer Tomate zu ähneln.
„Du willst also Sex haben, mit dieser Person die viel Stress hat, um ihn abzulenken?", wiederholte er.
„J-Ja... Nur weiß ich nicht wie und worauf ich achten muss und ob das überhaupt etwas bringt. Ich meine, es gibt einige Soldaten die hierherkommen, um sich zu entspannen, richtig? Aber bringt das auch wirklich etwas? Und worauf muss ich achten?", brabbelte ich aufgeregt drauf los.

Jimin sah mich schmunzelnd an, sichtlich amüsiert darüber wie hilflos ich mir vorkam. „Bei deinem Aussehen ist es mir immer noch ein Rätsel wie du Jungfrau und so wenig Ahnung von alledem haben kannst", sagte er, „Aber naja, ich gebe dir jetzt meine ehrliche Meinung dazu. Also, ich denke das es eine gute Idee ist. Für die meisten ist es tatsächlich ein sehr gutes Mittel um sich abzulenken, oder Frust abzubauen. Da es dein erstes Mal ist, würde ich es langsam angehen lassen. Oh warte, bist du der aktive Part, oder ist die andere Person der aktive Part?".
„Aktive Part?".
„Bist du derjenige, der den Sex gibt, oder erhält?", wiederholte Jimin sich und dieses Mal verstand ich ihn allemal besser. „Uhm... Naja, ich denke ich bin derjenige, der den Sex gibt. Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, weil wir es noch nie miteinander getan haben...".
„Stimmt auch wieder. Aber gut, wenn du der aktive Part bist, dann habe ich nur einen einzigen Tipp für dich, denn ich selber bin der passive Part und habe nicht sonderlich viel Ahnung in dem anderen Feld. Ich kann dir also nur empfehlen die Person mit der du Schlafen willst gut vorzubereiten. Eine gute Vorbereitung ist das wichtigste, ansonsten tut es nur weh", der Jüngere erhob sich von seinem Platz und ging zu dem Nachttisch neben dem Bett rüber. Aus dessen oberster Schublade zog er eine kleine Glasflasche heraus. „Das hier ist Körper Öl, mit Lavendel Duft. Bei einer Massage entspannt es den Körper und es ist das perfekte Gleitgel. Mit dem Zeug hat man guten Sex, ich spreche aus Erfahrung", ehe ich mich versah, hatte er mir die Glasflasche zugeworfen, „Ich schenke sie dir, für dein erstes Mal".
„D-Danke", murmelte ich und schaute auf die ölige Substanz herab. Sie war leicht gelblich, duftete allerdings herrlich gut aus der Flaschenöffnung.
„Kein Problem. Kommen wir jetzt zu den Einzelheiten", Jimin zwinkerte einmal, bevor er sich wieder neben mich setzte. Ich schluckte trocken und versuchte mich mental auf seine bevorstehende Erklärung vorzubereiten. Doch mich hätte vermutlich nichts auf die bevorstehende Stunde vorbereiten können.

Oh my-... Ego ist so gut. Wenn man Hoseok mit einem Lied beschreiben müsste, würde ich wahrscheinlich Ego nehmen. Es passt einfach richtig gut zu ihm (ღ˘ω˘ღ) Aber ich muss sagen das ich von einigen "Armys" mal wieder ultra enttäuscht bin, weil die angefangen haben Bighit vollzuheulen und das Outro von Hobi zu haten, nur weil sie meinen das Jungkook das Comeback hätte machen sollen. Like wtf... Ich weiß nicht ob es denen nicht aufgefallen ist, aber die Intros und Outros werden gerade in chronologischer Reihenfolge zu den Intros von den ersten Alben gemacht und Hoseok war nun mal der Dritte. Mal abgesehen davon glaube ich das Bts nach der Tour eine Pause einlegt, damit die Jungs zum Militär gehen können und ich denke die Hyung Line wird zusammen gehen, deswegen könnte man die letzten Intros auch als die letzten Songs ansehen.
But oh well hauptsache rumheulen xD

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