²⁴ 🥀 karma hitting back 🥀
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🥀 karma hitting back 🥀
"Das reicht. Diese Sache wird heute ein für alle mal geklärt. Du kommst jetzt nach Hause zu deinem Ehemann, sofort. Und Bete auf deinem Weg zu Gott, dass er sich nicht am morgigen Tag von dir scheiden lässt, du Idiot!"
Jeongguks Augen wurden panisch weit und er schüttelte vehement mit seinem Kopf, auch wenn er wusste, sein bester Freund konnte dies natürlich nicht durchs Telefon sehen.
"Bitte nicht! Ich rede mit ihm, a-aber-"
Doch seine Stimme erstarb, als die Leitung dasselbe tat. Das penetrante Tuten hallte in seinen Ohren wieder, in seinem Kopf, seinem Gehirn und versetzte jede Faser seines Körpers in reine Panik.
Sein Kopf fuhr hoch, vor ihm so viele Gesichter, die ihm plötzlich nichts mehr sagten, nur noch die Bange um seine Familie erfüllte ihn. Scheiße, er musste sofort nach Hause fahren und Jimin aufhalten. Doch er brauchte mindestens zwanzig Minuten, wenn die Verkehrslage es zuließ. Bestimmt würde Jimin dem Älteren bis dahin alles gesagt haben.
"Alles in Ordnung?" Die Stimme seines Sekretärs riss ihn aus den Gedanken. Irritiert blinzelte er, als er die wärme auf seiner Schulter und den leichten Druck vernahm. Es war Seokjins Hand, er schaute ihn aus besorgten Augen an. Neben ihm war Namjoon, dem das Unwohlsein des Jüngeren genau so aufgefallen war.
Er schüttelte den Kopf. Nein, nichts war in Ordnung. Er war ein verdammter Idiot, der seine eigene Familie zerstört hatte. "War das eben Tae? Ist etwas los?", fuhr Namjoon mit weiten Augen dazwischen. Irritiert nickte, dann schüttelte er seinen Kopf.
"Die - Die Kinder. Soobin scheint es nicht gut zu gehen.", die Lüge rollte über seine Zunge, bevor er es stoppen konnte. Es war glaubwürdig und wichtig genug um sein Abhauen zu legitimieren.
Scharf sog Seokjin die Luft ein. "Geh ruhig Gguk. Ich bin ja noch hier und du warst kurz da, das reicht."
Er nickte hektisch. Er musste gehen, es war ihm alles egal. Nichts spielte eine Rolle, wenn es um seine Familie ging. Er spähte herüber zu Herrn Choi und seiner Tochter. Namjoon folgte seinem Blick und lächelte ihn leicht an. "Keine Sorge, ich lass ihn wissen, dass dein Kleiner krank ist. Er versteht es, schließlich ist er auch Vater."
Herr Choi war ein guter und Verständnisvoller Mann, das war seine letzte Sorge. Es ging viel mehr um seine Tochter, die nichts von seinem Charakter hatte, sondern eine hinterlistige Furie war. Wenn er sie nun alleine ließ und einfach abhaute, würde sie sicherlich durchdrehen. Ihm doch egal. Nun spielte es keine Rolle mehr... Sollte Taehyung ohnehin alles durch seinen besten Freund erfahren, gab es kein Geheimnis mehr. Und somit würde sie kein Druckmittel mehr in ihrer Hand gegen ihn haben.
Flüchtig verabschiedete er sich von den beiden, sowie einiger Bekannter, die ihn auf sein frühes Verlassen des Events ansprachen.
Er verließ die große Location, lockerte im Sprinten seine Krawatte, bis er zu seinem Wagen kam. "Jeongguk! Bleib stehen!"
Das fehlte ihm gerade noch... Tief atmete er durch, ließ den Kopf nach vorne fallen, bevor er sich zu ihr drehte. "Ich habe keine Zeit dafür, erspar es uns.", hob er die Hand, als sie zum Reden ansetzte. Sie schnaubte. "Willst du mich verarschen?! Du bist meine Begleitung, was glaubst du wo du hingehst?"
Ihre Stimme wurde immer lauter, weswegen er sich umblickte. Doch hier draußen stand niemand auf dem Parkplatz. Alle waren viel zu sehr damit beschäftigt der Rede von Herrn Choi zuzuhören. Nicht etwa weil es interessant war, nein es war einschläfernd, sondern aus Respekt - oder Neid.
Nun, alle außer seiner eigenen Tochter.
Diese war viel zu sehr damit beschäftigt einem verheirateten Mann hinterher zu laufen, welcher nichts weiter von ihr wollte, um ihn zu erpressen.
"Du solltest rein. Ich bin mir sicher, dein Vater sucht in der Menge nach dir.", entgegnete er nur und ließ sich erst gar nicht in eine Auseinandersetzung reinziehen. Fassungslos schaute sie ihm nach, wie er in sein Auto stieg, den Rückwärtsgang einlegte und vom Grundstück fuhr.
Sie stieß einen frustrierten, lauten Schrei aus, bevor sie auf ihren hohen Schuhen wieder ins Innere stöckelte. Kurz vorher machte sie Halt, strich ihre Haare zurecht und setzte das falsche Lächeln der perfekte Tochter auf.
Jeongguk missachtete bestimmt dutzende Verkehrsregeln auf seinem Weg. Er machte sich nicht einmal die Mühe sein Auto in die Garage zu fahren, sondern ließ den Mercedes im Eingang seines Grundstücks stehen, bevor er ins Haus lief. In seiner Eile fand er den Schlüssel nicht, der bestimmt in den Taschen seines Jacketts war, welche noch immer auf dem Beifahrersitz lag. Also klingelte er und wartete mit angespannten Schultern.
Einige Minuten später wurde ihm die Tür geöffnet und er hielt gespannt die Luft an, denn es war Taehyung.
Angst erfüllte ihn, jede Zelle seines Körpers. Seine Arme, die neben seinem Oberkörper hingen, fühlten sich schlaff und schwer an. Er wollte auf die Knie fallen, ihn anflehen, ihm zu verzeihen.
Bestimmt weiß er es. Oh Gott, Jimin hat ihm bereits alles erzählt!
Taehyung hob in Trance die Hand. Die Augen des Jüngeren weiteten sich, bevor er sie zukniff und den Körper anspannte-
Ich habe es verdient. Schrei mich an, schlag mich ruhig. Ich habe es mehr als verdient.
Er zuckte zurück, als er die Handfläche des anderen auf seiner Wange spürte.
Dann hielt er verwirrt inne und öffnete seine Augen wieder.
Taehyung schlug ihn nicht. Stattdessen lag seine Hand auf seiner Wange, während er behutsam über diese strich.
"Gguk, ist alles in Ordnung? Du bist so blass... ist etwas auf der Gala passiert?" Die Besorgnis grub sich in Form einer länglichen Falte zwischen den symmetrischen Augenbrauen des Brünetten.
Er wusste es nicht. Gott sei Dank, Jimin hatte ihm nichts erzählt.
Mit Mühe hielt der CEO sich aufrecht, um nicht schluchzend in den Armen seiner besseren Hälfte zusammen zu sacken.
"Ich-Ich fühlte mich nicht sonderlich gut.", krächzte er. "Aber keine Sorgen, e-es ist wieder besser."
Zumindest fühlte es sich nicht mehr so an, als würde die Angst ihre spitzen Klauen weiter und weiter in das verletzliche Fleisch seines Herzens bohren, es umringen wie ein Käfig und dann ein für alle Male es rausreißen.
Taehyung wusste es nicht. Noch nicht.
"Komm rein, setz dich. Du bist so blass Ggukkie soll ich dir einen gekühlten Saft bringen. Ich sagte dir doch heute morgen du musst mehr essen, als diesen blöden dunklen Espresso. Was wenn-"
"Babe...", unterbrach der Schwarzhaarige ihn und lehnte sehnsüchtig seine Stirn gegen die seines Mannes, wobei er ihre Finger miteinander verschränkte. Er war so froh, dass es noch möglich war und der andere ihn nicht hasste und von sich stieß.
"mir geht es wieder besser. Versprochen.
Taehyung spitzte die Lippen. "okay... du musst aber was Essen. Jimin und ich haben eben gekocht und dir was übrig gelassen."
Alarmiert hörte er auf, als der Name seines besten Freundes fiel. "Jimin?", wisperte er kleinlaut. War er noch da? Hatte er gewartet bis Jeongguk kam, um dann alles kaputt zu machen.
"Ja, er ist im Wohnzimmer, spielt mit den Kindern. Soohyeon hat Luftsprünge gemacht, als sie ihn sah und Soobinnie war auch ganz angetan. Du hättest es sehen müssen, er war eifersüchtig. Kannst du dir das vorstellen." Tae lachte melodisch auf.
Er zog Jeongguk an seiner Hand hinter sich her, was der andere zuließ. Im Flur kam ihnen sein bester Freund entgegen. Seine Miene war undurchdringlich, als er seinen Kumpel mit einem knappen Nicken grüßte. Die Arme hatte er vor der Brust verschränkt und die Muskulatur an seinem Kinn zuckte.
Er war wütend.
Und wie wütend er war.
"Warum starrt ihr euch an, als wäre es ein Wettbewerb.", witzelte der ahnungslose Schöning, als er zwischen ihnen herblickte
Gerade als Jimin antworten wollte, hörte man von innen Soobins leises Schluchzen.
"Aiigooo mein Baby... ich komme schon!", sprach Taehyung vor sich hin, ehe er in das Wohnzimmer eilte. Er joggte in die kleine Spielecke und hob sein jüngstes Kind zwischen den ganzen Kissen hoch. Doch auch als er ihn hin und her wog, wurde er nicht still, was ihn darauf schließen, dass seine Windel gewechselt werden muss, da er eben gemampft hatte und keinen Hunger haben konnte.
Sanft legte er beim Vorbeilaufen Jeongguk eine Hand auf den Arm. "Setz dich schon mal rein. Ich bin kurz mit Binnie oben."
Knapp nickte er und wusste nicht ob es gut oder schlecht war, in jenem Moment mit Jimin alleine zu sein.
Sofern der Ältere im oberen Stockwerk verschwunden war, machte Jeongguk einen Satz auf ihn zu. Seine Augen waren vor Panik geweitet.
"D-du hast ihm nichts gesagt, oder? Oder?!", wollte er wissen.
"Wovon denn?"
Seine Kehle schnürte sich zu.
Oben auf der Treppe stand nun doch Taehyung, der scheinbar alles mitgehört hatte.
Das musste sicherlich Karma sein, welches für seine Tat zurück schlug...
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