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Brian: Wir wollen morgen in die Mall fahren, kommst du mit?

Ich: Ja. Klaro, wenn es um's shoppen geht, bin ich immer dabei! :)

Brian: Verfall bloß nicht wieder in einen Kaufrausch, Jocylein ^^

Ich: Deine Spitznamen sind sooo doof, Brianna.

Augenverdrehend, aber leicht grinsend, lege ich mein Handy zur Seite und greife nach meinem Labello, um ihn mir auf die trockenen Lippen zu geben.

Nach dem, mehr als schönen, Tag am Strand habe ich, Zuhause angekommen, erstmal geduscht. Wie erwartet, war es ein wahrer Kampf die Knoten aus meinen Haaren zu bekommen. Jetzt fühle ich mich dafür umso frischer und erholter.

„Jocelyn!", brüllt mein jüngerer Bruder von unten. Der ist auch echt immer zu faul, die paar Stufen zu meinem Zimmer nach oben zu laufen. Ich habe die große Ehre den kompletten Dachboden für mich zu haben - und ich liebe es!

„Was ist?!", schreie ich genauso laut zurück.

„Welche Pizza möchtest du? Wir bestellen."

„Gar keine, ich habe schon gegessen!", antworte ich nur. Meine Freunde und ich haben uns nämlich am Strand Pommes und Nuggets geholt. Sehr zu empfehlen!


„Wie war eure Mathe Klausur, Jungs?", frage ich Jacob und Max neugierig, als ich mich an unseren Stammtisch in der Mensa setze.

„Frag erst gar nicht!"

„Total beschissen", stöhnt Max genervt. Der Dunkelhaarige ist schon seit ich denken kann mein bester Freund und Nachbar. Unsere Eltern sind ebenfalls befreundet, wodurch wir sozusagen gar keine andere Wahl hatten, als uns gut zu verstehen. Mit Max habe ich immer einen Freifahrtschein, egal, was für verrücktes Zeug wir anstellen - sehr praktisch.

„Oh, so schlimm?", meint Allison mitfühlend und beißt von ihrem Sandwich ab, während sie in ihr Handy vertieft ist. Ich wette, sie textet gerade mit Kiyan.

„Mehr als schlimm! Die Zeit war sehr knapp und die Aufgaben definitiv zu schwer! Und was macht unser beschissener Lehrer? Tippt lauthals auf seiner drecks Tastatur herum, sodass wir uns nicht gescheit konzentrieren konnten. Dieser Arsch!", regt Max sich auf und Jacob stimmt ihm nickend zu: „Es war echt total kacke!"

„Jetzt habt ihr es immerhin hinter euch. Und in drei Tagen sind Ferien", versuche ich meine Freunde aufzumuntern.

„Ja, stimmt", grinst Jacob und nimmt einen Schluck von seinem Wasser.

„Geht ihr auch mit in die Mall heute?", frage ich nach.

„Ja", meinen Max und Jacob.

„Nein", antwortet Allison, „Kiyan und ich gehen mit seinem Dad essen."

„Alli", entgegnet ihr Jacob genervt, „Du bist echt langweilig geworden, seit du mit Kiyan zusammen bist."

„Klappe, du Riesenbaby", erwidert Allison und schaut ihren besten Freund sauer an.

„Zicke!"

„Idiot!"

„Langweilerin!"

„Oke. Leute! Es reicht", unterbricht Max die beiden, „Wir müssen zurück in den Unterricht."


„Kommt schon Jungs, nur noch der eine Laden hier", versuche ich die Footballer zu überreden. Max und Jacob hatten sich in weiser Voraussicht schon vor einer halben Stunde in die Eisdiele verdrückt. Die anderen sind ebenfalls kurz davor.

„Meine Füße tun schon weh", beschwert Luke sich und verlagert sein Gewicht von dem einem, auf das andere Bein.

„Ich habe keine Lust mehr", sagt Glen und Leon nickt zustimmend.

„Brian?", wende ich mich an meine einzige Hoffnung.

„Ich weiß nicht", seufzt der Blonde, „Wir sind schon seit zwei Stunden unterwegs."

„Bitte, bitte, bitte. Ich gebe dir danach auch ein Eis aus", flehe ich ihn an.

„Na gut", gibt Brian nach und ich bin kurz davor ihm um den Hals zu fallen: „Yey!"

„Wir warten dann in der Eisdiele auf euch", teilt Leon uns mit und ergreift gemeinsam mit Luke und Glen die Flucht.

„Komm schon, die haben da so schöne Kleider", meine ich begeistert, greife nach der Hand des Jungen und ziehe ihn hinter mir her in den Laden.

„Ich glaube, ich werde meine Entscheidung noch bereuen", sagt Brian augenverdrehend, folgt mir aber.

„Oha!", rufe ich aus und gebe dem Blonden einen leichten Klaps auf seine muskulöse Brust, „Sei nicht so gemein zu mir!"

„Bin ich nicht und jetzt hop, hop! Du hast eine halbe Stunde, dann will ich mein Eis."

„Setz mich nicht so unter Druck!", meine ich vorwurfsvoll und durchstöbere gleichzeitig die erste Stange voll Kleider.

„Wie findest du das?", frage ich kurz darauf und halte ein himmelblaues kurzes Kleid, mit Spitzendetails vor mich.

„Hübsch."

„Hübsch? Das ist alles?! Kannst du etwas genauer sein?" Während ich das sage, mustere ich das Prachtexemplar eines Kleides kritisch. Gefällt es ihm nicht? Sein hübsch klang nicht gerade überzeugt.

„Was soll ich denn noch sagen? Das Kleid ist hübsch. Ich bin kein Designer, der dir hier einen Vortrag über das Kleidungsstück hält."

„Ja, oke", verstehe ich sein Argument und drücke ihm das Kleid in die Hand, „Hier, halte das. Ich probiere das später an."

Die nächsten zehn Minuten verbringe ich damit, alle möglichen Kleider in diesem Laden durchzustöbern und Brian meine Favoriten in die Hand zu drücken.

„So, jetzt geh die mal anprobieren", unterbricht der Blonde mich und hält vielsagend die Kleider, die er in seinen Armen trägt, hoch.

„Na gut", meine ich und laufe, gefolgt von Brian, zu den Umkleiden.

„Wie findest du das?", trete ich kurz darauf aus einer der Kabinen und präsentieren meinem guten Freund das himmelblaue Kleid von vorhin. Ich selbst finde es spitze!

„Sehr schön."

„Gut, dass nehme ich auf jeden Fall!"

Ich probiere noch die restlichen Kleider an und entscheide mich dann schlussendlich für das Himmelblaue und ein Hellgelbes. Nachdem ich bezahlt habe, gegen Brian und ich gemeinsam zur Eisdiele.

„Also, welches Eis möchtest du?", frage ich den blonden Hünen neben mir und mustere meinerseits die ausgestellten Eissorten. Ich werde Joghurt und Mango nehmen - einfach die beste Kombination.

„Vanille und Cookies."

„Klingt lecker", teile ich Brian mir und bestelle dann unser Eis.

„Siehst du die anderen?", richte ich mich an den Blonden, nachdem ich meine Waffel in der Hand halte und bezahlt habe. Die Kugeln werden auch immer teurer.

„Ja, da hinten. Komm!"

Ich folge ihm und nach wenigen Schritten kommen wir tatsächlich bei unseren Freunden an.

„Habt ihr es auch endlich mal geschafft?", begrüßt Leon uns, als ich mich neben ihn auf einen Stuhl fallen lasse.

„Was heißt hier endlich? Wir waren nur eine halbe Stunde weg", meine ich und beginne mein Eis zu essen.

„Und ich habe Eis bekommen", grinst Brian seine Kumpels an und setzt sich neben Glen auf den freien Stuhl.

„Was? Unfair!", meint Luke, der am Tischende sitzt und schaut mich vorwurfsvoll an.

Augenverdrehend ignoriere ich seinen anklagenden Blick und konzentriere mich stattdessen auf mein Eis. Brian grinst mich glücklich an und isst ebenfalls sein kaltes Dessert.

„Wann ist eigentlich euer nächstes Spiel?", frage ich die Jungs und schaue neugierig in die Runde.

„Gute Frage", stimmt Max mir zu, der zwischen Glen und Luke, gegenüber von Jacob, sitzt.

„Diesen Freitag, unser Abschlussspiel. Danach sind ja Ferien", antwortet Leon, „Ihr kommt doch, oder?"

„Natürlich. Wir haben sowieso keine andere Wahl, Alli schleppt uns bestimmt mit", lacht Jacob und damit hat er Recht. Unsere braunhaarige Freundin lässt kein Spiel ihres Freundes aus und wir müssen mit - immer. Dabei nimmt sie keine Rücksicht auf das Wetter oder darauf, ob wir überhaupt Zeit und Lust haben. Eine gute Entschädigung ist jedoch das gemeinsame Pizza essen nach dem Spiel. Wohlgemerkt zahlt der Coach die Pizza, sehr korrekter Typ.

„Pfff, Jake. Du liebst unsere Spiele", meint Leon und zwickt dem Jugendlichen provozierend in die Seite.

„Eyyy, lass das", empört der Blonde sich und rutscht mit dem Stuhl weg von Leon. Es ist super zu sehen, wie cool die Footballer Jacob in ihren Kreis aufgenommen haben. Darüber bin ich total erleichtert, da mein guter Freund es als schwuler nicht immer so leicht hatte.

„Du bist überempfindlich", meint Leon augenverdrehend und lacht unseren gemeinsamen Freund aus.

„Gegen wen spielt ihr eigentlich?"

„Gegen eure Highschool, aber als Freundschaftsspiel."

„Ne jetzt, oder?", gebe ich entsetzt von mir, „Das wird witzig, wenn Kiyan und Reece wieder aufeinandertreffen."

„Ja, dass haben wir uns auch schon gedacht", sagt Brian und fährt mit der Hand durch seine blonden Haare. Er sieht so gut aus! Einfach unfassbar. Vor allem, normalerweise stehe ich gar nicht auf blond. Aber ausgerechnet Brian muss ich attraktiv finden. Super!


Euer erster Eindruck von der Geschichte?

Denkt an den Stern! <3

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