Kapitel 21
Ich spürte die Kälte kaum. Ich rannte los. Weg von hier. Weg von meiner Familie. Wie vor fünf Jahren.
*Flashback*
Ich rannte so schnell ich konnte. Der Koffer rollte hinter mir her. Meine Tasche schnitt in meine Schulter. Es tat weh, doch ich konnte, durfte nicht anhalten. Ich musste weiter. Ich muss diesen Flug kriegen. Sonst musste ich zurück. Bei dem Gedanken daran schauderte ich. Ich lief noch schneller. Da der Flughafen. Ich sprintete die letzte hundert Meter. Ich suchte meinen Schalter, checkte meinen Koffer ein und ging zum Gate.
*Flahback Ende*
Ich hatte jetzt weder einen Koffer noch eine Tasche und trotzdem rannte ich, als ob mein Leben davon abhängen würde. Ich wusste nicht wie lange ich rannte, doch irgendwann stand ich vor einer Haustür. Ich kannte sie nicht. Wieso stand ich vor einer Haustür die ich nicht kannte? Ich schaute auf das Klingelschild, aber es war leer. Na toll, ein leerstehendes Haus. Ich drückte trotzdem auf die Klingel. Da ich nicht mehr rannte und das Adrenalin meinen Körper verlassen hatte, spürte ich jetzt die Kälte und Erschöpfung. Ich hoffte das ich mich an einem warmen Ort aufwärmen und ausruhen konnte. Ich musste ausserhalb von Zürich sein, weil es in näherer Umgebung kein Haus gab. Ich hoffte sehr, dass das Haus nicht leer stand, damit ich mich hoffentlich aufwärmen und erholen konnte. Noch während ich dachte ging die Tür auf und ehe ich mich versah, befand ich mich in einer Umarmung. Weitere Arme kamen dazu. Ich befand mich inmitten einer Gruppenumarmung. Ich japste nach Luft. Sofort wurden die Arme lockerer. Als ich dann endlich wieder frei atmen konnte, schaute ich mich nach den Übeltätern um. Ich sah die vier restlichen Jungs von One Direction, die gerade "Happy Birthday" anstimmen wollten. "Nein.", schrie ich. Die Jungs schauten mich fragend an. "Dieser Geburtstag ist eine einzuge Katastrophe.", brachte ich hervor. Dann brach ich weinend zusammen.
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