3.
Nachdem Valentin und ich bei der Polizei gewesen waren, fuhren wir zu mir nach Hause um ein paar Sachen zu holen.
"Du musst nicht bei mir schlafen Theresa"
"Doch muss ich" antwortete ich ohne ihn anzusehen und packte weiter meine Sachen in eine Tasche.
"Ich will für dich da sein"
"Das bist du doch eh immer. Danke"
"Nicht dafür. So fertig. Und jetzt komm, ich will nicht den grandiosen Auflauf deiner Mutter verpassen"
Als wir mit dem Essen fertig waren, trug Valentin gentlemanlike meine Tasche in sein Zimmer. Die Dachkammer war so ausgebaut, dass auf der einen Seite des Zimmers Valentins Bett stand und auf der anderen ein eigenes Bett für mich. Dieser Zustand existierte so seid wir 10 Jahre alt waren. Wir hatten mal ausgemacht, dass wir immer bei dem jeweils anderen schliefen wenn es einem schlecht ging.
"Schauen wir noch einen Film?" fragte ich während ich mich auf mein Bett fallen ließ.
"Klar. Schlag was vor"
"Sicario?"
"Gute Wahl Prinzessin"
Valentin kramte den Film aus seiner Sammlung und schob ihn in den Player.
Gemeinsam setzten wir uns auf sein Bett wo wir quasi Arsch an Arsch saßen. "Ich liebe diesen Film"
"Ich auch" stimmte ich ihm zu. Nach einiger Zeit wurde mein Kopf schwer und ich legte ihn auf Valentins Schulter. Er sah mich kurz an ehe er seinen Blick wieder auf den Fernseher fixierte. Der Film zog an meinen Augen vorbei. Vor lauter Müdigkeit nahm ich ihn nur dürftig wahr.
Langsam rutschte ich ein Stück runter und kuschelte mich an den warmen Körper von Valentin. Schützend legte er einen Arm um mich und kreiste mit seinen Fingern über meine Schulter. Durch seine zarten und gleichmäßigen Bewegungen schlief ich irgendwann ein.
Als ich wieder aufwachte war alles in schwarz-silbernes Lichte getaucht. Der Mond schien hell durch das riesige Dachfenster und erhellte den Raum. Ich sah mich um. Ich lag in meinem Bett. Valentin musste mich von seinem in meins getragen haben. Ich stand auf und ging zum Fenster wo ich den Mond betrachtete.
Valentin gab leise Geräusche von sich. Ich fing zu seinem Bett und betrachtete ihn. Seine schulterlangen schwarzen Haare fielen ihm in Strähnen ins Gesicht. Sanft strich ich sie beiseite und betrachtete sein Gesicht. Wenn er seine Brille nicht trug war er der schönste Junge den ich kannte.
Wenn er schlief sah man seine ausgeprägte Kieferpartie besonders gut. Unter den weißen Shirts und den viel zu großen Karohemden sah man nie was für eine unglaublich gute Figur er hatte. Ich streichelte seine weiche Wange ehe ich wieder in mein eigenes Bett ging und weiter schlief.
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