19.

Dieser jemand hinter mir half mir wieder auf die Beine. Als ich mich umdrehte sah ich wer mich so heldenhaft aufgefangen hatte. Schicksal, wieso hasst du mich? Natürlich musste es Matteo sein der diesen peinlichen Moment mit mir teilte.

"Danke" sagte ich peinlich berührt.
"Kein Problem" sagte er sanft und schenkte mir ein warmes Lächeln.
"Theresa" Valentin eilte zu mir.
"Hast du dich verletzt?"
"Nein mir geht's gut"

Ich sah nochmals Matteo an der mich  immernoch anlächelte. Als er mich mit Valentin allein ließ zwinkerte er mir unauffällig zu sodass Valentin es nichtmal mitbekam. Irgendwie gefiel mir der nette, lächelnde Matteo ein wenig. Valentin riss mich aus meinen Gedanken.

"Wollen wir gehen? Es ist schon ziemlich spät".
Er deutete auf seine Armbanduhr. Ich schnappte mir seinen Arm und sah drauf. Es war bereits kurz vor 2 in der Früh.
Ich nickte und wir gingen zusammen durch die kühle Nacht zu Valentins Auto.

Die ganze Fahrt über sprachen wir kein einziges Wort miteinander. Jeder war in seinen Gedanken vollkommen versunken. Eigentlich war es nett von Matteo das er mich abgefangen hatte... Allerdings hätte er mich auch einfach auf den Boden fallen lassen können. Wieso hat er mich dann abgefangen und auch noch so übertrieben cute gelächelt?

Kurz bevor wir bei Valentin ankamen brachen wir unser eisiges Schweigen.
"Also ich fand die Party interessant"
"Ich eigentlich auch"
"Warum nur eigentlich?"
"Naja. Meinen peinlichen Stolperer hätte es nicht unbedingt gebraucht"
"Ach das. Ganz ehrlich, das Gehüpfe war viel peinlicher"

Wie so oft mussten wir darüber lachen. Als wir bei Valentin in den Hof bogen war alles dunkel und still. Nur vereinzelte Kühe hörte man aus dem Stall muhen. Zusammen schlichen wir uns leise ins Haus und suchten umgehend unsere Betten auf.

Als ich in meinem lag sah ich zu Valentin hinüber. Er lag auf dem Rücken mit den Armen hinter dem Kopf verschränkt und starrte an die Decke.

"Worüber denkst du nach?"
Valentin sah mich an.
"Ich weiß nicht sorecht was ich davon halten soll"
"Von was?"
"Ob ich mit Laura wirklich ausgehen sollte"
"Was sagt dein Herz dir?"
"Es fühlt sich richtig an"
"Dann tu es"

Valentin wandte sich wieder der Decke zu. Ich schlang die Decke enger um mich ehe ich mich umdrehte und langsam in den Schlaf glitt.

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