13.

Eine Woche später flogen wir wieder nach Hause. Valentin hatte mich nicht auf mein Liebesgeständnis angesprochen da er wusste das da nur der Alkohol aus mir gesprochen hatte. Dennoch zog er mich seither gerne damit auf. Vorallem wenn hübsche Girls ihn ansahen, wie jetzt gerade hier am Flughafen.
"Siehst du das blonde Mädchen da schräg rechts? Die würde jetzt alles dafür geben an der Stelle zu stehen wo du stehst"
Ich boxte ihm in den Arm für diesen Machohaften Kommentar und rückte in der Schlange nach vorne.

Den Flug über schlief ich, wie ich erst später bemerkte, auf Valentins Schulter. Es selbst hatte seinen Kopf auf meinen gelegt und benutze ihn als Kissen. Als ich wieder aufwachte, befanden wir uns im Landeanflug. Valentin renkte seine Schulter wieder ein und verzog das Gesicht.
"Tut mir leid Valentin. Du hättest mich wecken sollen"
"Ach was Prinzessin. Es gibt schlimmeres als ein schönes Mädchen schlafend auf deiner Schulter"
Er zwinkerte mir zu und schenkte mir ein Lächeln.

Die letzten zwei Wochen unserer letzten Sommerferien gingen viel zu schnell rum. Wir hätten nicht genug Zeit miteinander verbringen können und dennoch war es zu wenig. Da heute der erste Schultag war, fuhren Valentin und ich mit dem Auto. Während ich ruhig und entspannt im Auto saß und leise mit sang, hielt Valentin das Lenkrad panisch fest und sagte keinen Ton.
"Hey. Es wird alles gut werden"
"Ja das hoffe ich"

Wir parkten und gingen zu unserer Weide. Bis da hin hatte uns niemand gesehen da wir früh dran waren.
"Pass auf. Wir warten solange bis alle im Klassenzimmer sind und dann kommen wir als letzte"
"Ich weis ja nicht. Dann starren mich ja alle an"
"Erfasst! Und das sollen sie auch. Sie sollen erblinden an deiner Schönheit"
"Ach Theresa. Wenn ich dich nicht hätte..."
"... dann wärst du noch das hässliche Entlein"

Als es fünf vor acht klingelte, gingen Valentin und ich rein. Es war bereits niemand mehr auf den Gängen. Nur hin und wieder huschte der letzte Lehrer in eines der Klassenzimmer. Angespannt liefen wir den Gang zu unserem Klassenzimmer entlang. Die Tür war bereits geschlossen, was hieß, dass alle da waren. Ohne zu klopfen riss ich die Tür auf und trat ein. Hinter mir Valentin. Schlagartig wurde es mucksmäuschen Still und alle Blicken lagen auf uns.

Besonders Laura, Melissa, Matteo, Mirko und Marko starrten uns an. Laura war so geflasht, dass sie den Mund weit aufriss. Ich spürte besonders die Blicke von Matteo auf mir weshalb ich ihn ansah und frech grinste. Ohne sie weiter zu beachten setzten wir uns auf unsere Plätze vor den Idioten. Herr Felix zwinkerte uns zu ehe er mit der jährlichen Erster-Schultag-Predigt anfing.

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