10.

Langsam und vorsichtig befreite ich mich von Valentin und stand auf. Ich ging um das Bett herum an das große Fenster welches zum Balkon führte. Ich öffnete es und trat in die laue Sommernacht heraus. Die Temperaturen waren noch angenehm warm und der Mond schien hell. Ich setzte mich auf einen der kleinen Stühle und sah auf das schimmernde Meer hinaus. Gedankenverloren starrte ich auf die wie Gold schimmernde Oberfläche.

"Schön nicht?"
Erschrocken sprang ich auf. Schwer atmend sah ich zu Valentin welcher lässig am Türrahmen lehnte und aufs Meer blickte.
"Mensch hast du mich erschreckt"
"Das hab ich gemerkt. Was machst du hier eigentlich?"
"Ich konnte nicht mehr schlafen. Und du?"
"Ich hab noch gar nicht geschlafen".

Ohh. Er war also bei vollem Bewusstsein gewesen als er seinen Arm um mich legte. Schlagartig wurde mir kalt obwohl es eigentlich schön warm war. Ich schlang meine Arme enger um mich. "Kalt?"
Ich nickte. Valentin verschwand nach drinnen und kam mit seinem Hoodie zurück.

"Hier" er hielt in mir hin.
"Zieh den an"
Ich nahm ihn danken an und zog ihn über. Sofort nahm ich Valentins Duft war der für mich wie Zuhause roch.
"Und? Was machen wie jetzt mit der angebrochenen Nacht?"
Ich zuckte mit den Schultern da ich keine Ahnung hatte. Schlafen konnten wir offensichtlich beide nicht. Valentin überlegte kurz ehe er sanft lächelte.
"Ich weis was wir machen"

Sanft aber bestimmend schnappte er sich meine Hand und zog mich nach drinnen. Er zog aus dem Koffer einen weiteren Pulli und zog ihn sich an. Leise öffnete er die Tür und deutete mir ich solle vor gehen. Der Gang war leer und alles schlief friedlich. Kein Wunder. Wer außer wir schleicht denn auch Nachts um 3 noch aus dem Hotel? Valentin schloss ab und zog mich Richtung Aufzug.

"Was machen wir jetzt Valentin?"
"Siehst du dann wenn wir da sind".
Wenn er sich einmal was in den Kopf gesetzt hatte, zog er es auch durch. Ohne wenn und aber. Schwaches Licht brannte in der Lobby und hüllte es in eine entspannte Atmosphäre. Wir verließen das Hotel und schlugen die schmale Straße zum Strand ein.

Der Duft des Jamins welcher eine Art Hecke zwischen Strand und Straße bildete roch unwahrscheinlich gut. Der Sand war noch angenehm warm von der Sonne. Eine Weile liefen wir ohne Worte nebeneinander her. Ich ging bis zu den Knöcheln und den Schuhen in der Hand im lauwarmen Wasser. Ich schloss meine Augen und genoss den Moment.

"War eine tolle Idee Valentin"
"Wusst ichs doch das dir das bestimmt gefällt"
"Tja du kennst mich eben am besten"
Ich blieb stehen und setzte mich in den weichen Sand. Ich zog meine Knie an und schlang meine Arme darum. Valentin tat es mir gleich und setzte sich neben mich.

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