8. Tod?

Ich öffne meine Augen und spüre was an meiner Hand. Sofort wandert mein Blick dorthin. Eine andere Hand liegt in meiner. Ich schaue den Arm nach oben und sehe, auf wessen Schulter ich mit meinem Kopf liege. Es ist Annie. Mein Herz wird etwas schneller und mein Bauch fühlt sich seltsam an. Ich schaue in ihr schmales, süßes Gesicht. Ihre Augen sind geschlossen. Ihr Atem ist ganz ruhig. Diese Pause haben wir wirklich gebraucht. Ich lasse meinen Kopf wo er ist und schließe nochmal einen Moment meine Augen. Alles, was bis jetzt passiert ist, das ist einfach unglaublich.

Ich öffne meine Augen und schaue Sascha an. "Guten Morgen, Mikasa.", meint sie mit einem Lächeln und reicht mir eine Flasche Wasser. Ich nehme sie dankend an und trinke sofort. "Ich müsst in den zwei Tagen viel erlebt haben. Ich kann es dir ansehen, Mikasa.", meint Sascha sanft und ich nicke nur. "Wir haben den Bus gefunden. Eine Leiche war da, aber wir konnten ihn nicht mehr erkennen.", frage ich sie vorsichtig und sie sieht geschockt aus. "Ich weiß es nicht. Es ging so schnell. Als Connie und Jean mich gerettet hatten, mussten wir schnell abhauen.. ", berichtet sie mir. Meine Angst wird immer größer, das der Tote Eren oder Armin gewesen sein könnte. Natürlich bin ich traurig, egal wer es ist, aber die beiden sind wie meine Familie. Wenn sie sterben... Ich wüsste nicht, was ich dann tun würde.

Vorsichtig wecke ich Annie und als sie ihre Augen öffnet, schaut sie tief in meine. "Oh, ich lasse euch Turteltauben mal alleine.", meint Sascha grinsend und geht zu den beiden Jungs. "Warum Turteltauben? Hey, Sascha!", frage ich mit knallrotem Gesicht und Annie streckt sich erstmal neben mir. Dabei lässt sie meine Hand nicht los. Mit feuerrotem Gesicht schaue ich sie wieder an und sie muss kichern. "Warum so rot, Mikasa?", fragt sie und drückt leicht meine Hand. "Nur weil Sascha sowas gesagt hat...", flüstere ich und schaue weg. Ich habe Angst ihr meine Gefühle zu gestehen. Ich weiß ja gar nicht, ob sie sie erwidert. Wir sind Freunde geworden und das will ich nicht kaputt machen.

Ich stehe auf und ziehe sie mit auf die Beine. "Wir sollten weiter nach den anderen suchen. Gehen wir.", meine ich, doch Annie schaut mich genau an und weigert sich. Was hat sie den? Ich schaue sie nur verdutzt an. "Du hast Schmerzen. Dein Arm und deine Schulter.", bemerkt Annie, doch ich schüttel meinen Kopf. "Das ist nicht so schlimm.", meine ich, doch Annie drückt eiskalt auf meine Schusswunde an meiner Schulter und ich schreie vor Schmerzen auf. "Ich verbinde dich und dann gehen wir weiter.", fordert sie und ich stimme etwas widerwillig zu.

Ich ziehe mein Oberteil aus und sie desinfiziert meine Wunden und verbindet meine Schulter und meinen Arm. Sie macht das ganz vorsichtig und behutsam. So vorsichtig wie sie ist, werde ich ganz rot. Doch sie ist auch schnell fertig und ich ziehe mich wieder an. Dann gehen wir zusammen zu den anderen raus und gehen zusammen weiter.

Nun zu fünft laufen wir durch unsere Stadt. Dann, endlich... Ich kann Eren's Haus sehen! Sofort renne los zu dem Haus. Zwei Tage habe ich mich nach diesem Ort gesehnt. So lange wollte ich endlich hier ankommen und jetzt bin ich endlich angekommen. Ist Eren schon da? Oder Armin? Irgendjemand? Gerade als ich um die Ecke zur Haustüre blicke, bleibt mein Herz stehen. Bestimmt 10 oder 20 Zombies stehen dort und als sie mich bemerkten, gehen sie alle auf mich los. Ich habe keine Zeit zu reagieren und werde von drei gleichzeitig gepackt. Ich sehe mein Leben an mir vorbei ziehen. Ist das jetzt mein Ende? Ich kann mich nicht rühren und die Zähne kommen mir immer näher. Ich wollte doch... Eren und Armin wiedersehen... Ich wollte... Annie beschützen... Ich... will leben... Doch ich werde sterben. Ich kann die anderen hören. Sie rufen meinen Namen, doch sie sind zu langsam. Ich bin nicht mehr zu retten. Ich schließe meine Augen und beginne zu akzeptieren. Das ist mein Tod.

Plötzlich mehrere Schüsse. Die Zombies um mich herum fallen zu Boden, ohne mir auch nur ein Haar zu krümmen. Jedoch fallen alle drei auf mich und reißen mich zu Boden. Ich spüre Tränen, die mein Gesicht herunter laufen und öffne meine Augen. Ich lebe noch... Ich höre mehr Schüsse und sehe dort hin. Das sind Armin mit Reiner, Ymir und Hanji. Sie haben Schusswaffen und tötet die Zombies schnell. Dann erreicht mich endlich Annie und sie zieht die toten Zombies von mir runter und nimmt mich in den Arm. "Ich hatte solche Angst um dich! Mach das nie wieder mit mir! Ich erlaube dir nicht zu sterben!", weint sie fast und bei mir brechen alle Dämme. Ich muss weinen und kralle mich dabei an die Blonde.

Armin und die anderen kommen zu uns. "Alles gut? Das war echt knapp.", fragt Armin besorgt und Annie schaut mich an. "Ihr geht's gut. Nur der Schock. Danke...", gibt sie ihm als Antwort. "MIKASA!", höre ich eine mir vertraute Stimme und sehe Eren aus seinem Haus zu uns rennen. Er lebt! Hinter ihm kommen noch Krista, Bertholdt und Marco. Sie sind alle am Leben, nur Marcel fehlt. Ich vermute mal, das es seine Leiche war. Beruhigen kann ich mich jedoch nicht und Annie nimmt mich auf den Arm. Ich kann nicht mehr zuhören, was sie alle sagen. Ich weine nur und kuschel mich an dieses wundervolle Mädchen. Das tut so gut. So nah an ihr zu sein raubt mir den Atem. Ich liebe sie mehr als alles andere auf der Welt. Das letzte was ich mitbekomme ist, das wir in Eren's Haus laufen und dort die Tür verbarikadieren. Dann schlafe ich vor Erschöpfung in Annie's Armen ein. Doch ich finde keinen erholsamen Schlaf, sondern nur Albträume.

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Eren: Lass mich Mikasa tragen!
Annie: Nein.
Eren: Gib sie mir!
Annie: Sie ist kein Gegenstand, um den man sich streiten muss. Ich will sie hinlegen! Wo hier hier ein Bett?
Eren: *Grummelt*
Armin: Hier lang.
Annie: Danke. *Geht mit ihm*
Eren: Ey!
Reiner: Beruhige dich, Eren.
Eren: Nein!
Bertholdt: *Schlägt ihn k.o.*
Reiner: Bert?
Bertholdt: Annie kann man vertrauen, der ging mir gerade auf die Nerven. Vor allem weil der nicht sieht, wie verliebt Annie und Mikasa sind!
Hanji: Das hätte ich von Bertholdt jetzt nicht erwartet..
Reiner: Ich auch nicht...

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