43. Kapitel

„Warum ziehst du so ein Gesicht?", ertönte auf einmal Selinas Stimme, worauf ich verwundert aufschaute.

Es war Sonntagnachmittag und ich hatte nicht nur schlechte Laune, weil Cole mich heute schon fünf mal angerufen hatte, sondern weil die Bauchschmerzen wegen heute Abend auch nicht verschwinden wollten.

Zwar hatte uns mein Vater bereits alle doppelt und dreifach erklärt, aber irgendwie war mir deswegen immer noch unwohl.

Nachdenklich blickte ich Selina an, die sich mit einer Schüssel Chips ebenfalls auf die Couch gesetzt hatte.
Vorhin war sie doch schon mit einer Eispackung herum gelaufen.

Wie konnte sie bitte so viel essen und trotzdem nicht fett werden?

„Hattest du schon mal Probleme mit deinem Exfreund?", fragte ich nach ein paar Minuten Stille.

„Uhhh Jungsprobleme", quiekte sie, wobei sie fast die Chipsschüssel fallen ließ.
„Erzähl mir alles!"

Etwas verwirrt schaute ich sie an, aber fing dann an langsam zur erzählen.
„Naja, also da gibt es meinen Exfreund..."

„Wie heißt er?", unterbrach sie mich sofort.
„Cole. Aber Arschloch würde besser passen"

„Arschloch? Wenn er schon so eine Ehre erweist bekommt diesen Namen zu tragen, hat er ja ordentlich was angestellt", entgegnete sie nachdenklich.

„Das kannst du laut sagen. Er hat, als wir zusammen waren, was mit anderen Mädchen am Laufen gehabt. Erfahren durfte ich es dann auf einer Party. Dort hat er sich nämlich an zwei vergrabscht und das auch noch gleichzeitig"

Erstaunt riss Selina die Augen auf.
„Na dann mal gut, dass du ihm den Laufpass geben hast"

„Das hast du doch, oder?", schob sie noch unsicher hinterher.

„Ja, hab ich. Aber seit ein paar Wochen tanzt er immer wieder bei mir an und das geht mir einfach gewaltig auf die Nerven", maulte ich und ließ mich zurück in die Couch sinken.

„Mhmh...", hörte ich sie nachdenklich grummeln.
„Ich hatte früher auch mal so einen. Da war ich ungefähr achtzehn...."

„Halt, warte mal! Bist du nicht gerade erst so alt geworden?", fragte ich verwirrt.
„Nein, ich bin zwanzig"

„Und was ist dann mit dem Austausch von deinem Onkel? Ich dachte du hättest den zu deinem Geburtstag bekommen?", fragte ich verwirrt.

„Hab ich auch. Bloß zu meinem Geburtstag von vor zwei Jahren. Als ich achtzehn wurde. Irgendwie habe ich mich erst jetzt dafür entschieden. Wahrscheinlich weil ich Adam kennengelernt haben"

Nachdenklich schaute ich sie an.
Nie im Leben hätte ich mal gedacht, dass mein Bruder mit einem zwei Jahre älteren Mädchen zusammen kam.

„Und wie gehts nun weiter bei deinem Problem? Wenn ein nerviger Junge mitspielt dann gibt es bestimmt auch noch einen zweiten", riss sie mich aus dem Starren und grinste leicht.

„Ähm...ja gibt es schon", murmelte ich leicht verlegen.
„Und wie heißt er?", fragte sie und wackelte mit den Augenbrauen.

„Angelo"

„Uhh Angelo", flötete sie.
„Da hast du dir aber ein kleines Engelchen geschnappt"

Ich lachte leicht auf und schüttelte den Kopf.
„Glaub mir sein Name und sein Verhalten haben nichts miteinander gemeinsam. Er ist manchmal eher der Teufel als der Engel"

„Und wie sieht er aus? Gut oder schlecht?", hakte sie weiter neugierig nach.

„Ähm...naja...schon ganz gut", murmelte ich und sah wie das Grinsen auf ihren Lippen größer wurde.
„Ich glaube ich hab das Problem erkannt"

„Okay...und das wäre?"
Auch wenn ich es mir schon irgendwie selber zusammen gereimt hatte.

„Also dein Exfreund sieht, dass du was mit anderen Jungs machst oder besser gesagt Angelo, dein wahrscheinlich nächster Freund...", erklärte sie, aber ich unterbrach sie bereits.

„Halt, halt, halt! Niemand hat gesagt, dass Angelo mein nächster Freund wird"

Sofort breitete sich wieder das Grinsen auf Selinas Gesicht aus.
„Ich weiß, aber ich kann dir versprechen, dass es so sein wird"

Ich seufzte nur einmal auf und ließ mich dann etwas mehr in die Kissen der Couch sinken.
„Na gut, wie du meinst. Erzähl mir einfach weiter von deiner Theorie"

„Also...wo war ich stehen geblieben...ach ja ich habs. Ich denke dadurch, dass er sieht wie viel du mit Angelo machst, wird er eifersüchtig und möchte dich zurück bekommen. Zwar empfindet er dabei wahrscheinlich keine Liebe mehr aber dafür Erfolg"

„Na super", murmelte ich und drückte meinen Kopf in ein Kissen.
„Und wann wird das aufhören?"

„Keine Ahnung. Ich bin schließlich nicht Cole. Aber irgendwann wird er es bestimmt eingesehen haben. Spätestens wenn er eine andere flach gelegt hat", antwortete sie und klopfte mir bemitleidend auf die Schulter.

„Das macht er jeden Tag..."

Abermals seufzte Selina auf und strich sich einmal durch die dunkelbraunen Haare.
„Dann dauert, dass wahrscheinlich noch etwas länger. Aber glaub mir irgendwann merkt er, dass es keinen Sinn mehr hat. Ich weiß wie du dich fühlst, schließlich hatte ich ja auch mal so einen an der Backe"






„Was brauchen wir denn jetzt alles?", fragte ich nachdenklich und wippte mit meinen Absätzen hin und her.
Dabei begutachtete ich die Menge an Waffen, die meine Brüder gerade heraus kramten und auf dem Tisch ausbreiteten.

Der Nachmittag war schneller vorbei gegangen, als ich gedacht hatte, wodurch wir mittlerweile unten im Keller standen und uns für den Auftrag ausrüsteten.

„Wie viele habt ihr denn noch von denn?", fragte Selina verwundert und musterte den Tisch, der schon komplett mit Pistolen ausgelegt war.

Zwar wusste sie von der Mafia, aber war noch relativ neu auf dem Gebiet.

„Und wie funktioniert so ein Ding überhaupt?", murmelte sie und nahm vorsichtig eine in die Hand.

„Warte, ich zeig es dir", sagte Adam und legte seine Finger um den Griff der Waffe und rückte sie in ihrer Händen zu recht.
Dann stellte er sich hinter sie und zeigte ihr wie man richtig zielte.

Aiden ließ drauf nur ein Würgen los und schaute die beiden genervt an.
„Könntet ihr euer tödliches Geflirte bitte auf wann anders verschieben? Wir haben jetzt nämlich besseres zu tun"

Sofort nahm Selina ihre Hände von der Waffe und Adam warf seinem Bruder nur ein Augenrollen zu.

„Also jeder bekommt drei Stück sowie sechs mal Munition", erklärte Aiden weiter und reichte mir schließlich meine drei Waffen. Ich nahm sie entgegen und steckte mir zwei an den Gürtel und eine befestigte ich mir am Oberschenkel.

Anschließend nahm ich die Munition von meinem Bruder und tat sie ebenfalls in die kleinen Taschen an meinem Gürtel.

„Wann werden wir abgeholt?", fragte ich danach und streifte mir schon mal die Lederjacke über.
„In zehn Minuten müsste Jordan mit dem Auto da sein", antwortet Adam mir und warf einen Blick auf sein Handy.

Plötzlich jedoch ertönte die laute Klingel unserer Haustür und eine der Freisprechanlage, die sich hier unten im Keller befand, erklang.

„Hey, hier ist Jordan", hörte man die tiefe Stimme sagen.
„Ich bin jetzt da und warte mit den anderen beiden im Auto. Beeilt euch gefälligst mal wir haben heute nicht ewig Zeit"

„Anscheinend ist er jetzt schon da", murmelte Aiden und stieß sich vom Tisch ab.

„Na dann würde ich mal sagen los gehts", entgegnete Adam mit einem Nicken und lief dann zusammen mit Selina die Treppe hoch ins Erdgeschoss.

Ich wollte ihnen folgen, aber wurde im nächsten Moment schon von Aiden am Saum meiner Jacke gepackt und zurück gezogen.

„Was ist?", fragte ich verwirrt und schaute in das Gesicht meines Bruders.

„Hier", entgegnete er und reichte mir eine kleines rundes etwas, was aussah wie ein Knopf.
„Ein Peilsender, damit wir dich nicht nochmal irgendwo liegen lassen"

Sofort bildete sich ein leichtes Schmunzeln auf meinen Lippen und ich steckte mir den kleinen Sender schließlich an den Hosenbund.

Dann sprintete ich zusammen mit Aiden die Treppe hoch.

„Und pass ja auf dich auf", konnte man Selina bereits schon von oben hören.
Dann drückte sie Adam einen Kuss auf den Mund und umarmte ihn nochmal.

Zwar fand ich Selina echt nett und sympathisch, aber irgendwie musste ich mich noch daran gewöhnen, dass sie jetzt mit meinem Bruder zusammen war.

„Und ihr passt auch auf euch auf", verabschiedete sie sich schließlich noch von mir und Aiden.
Wir nickten nur und traten dann aus der Tür, als es abermals klingelte.

Aiden und ich waren als erste beim Auto angeklagt, wo auch schon Jordan zusammen mit den zwei anderen Kollegen wartete.

„Na da seid ihr ja endlich. Ich dachte schon wir müssten hier übernachten", fuhr er uns an, als wir die Autotüren öffneten.

„Wo ist denn dein Sonnenschein hin Jordan?", zog Aiden ihn etwas auf und grinste gehässig.
„Wir dürfen doch gleich ein bisschen Leute bedrohen gehen. Das ist doch, dass was du am liebsten machst, hab ich nicht Recht?"

Anstatt auf den Kommentar meines Bruder zu antworten, musterte Jordan uns beide nur und legte die Stirn in Falten.
„Wo ist den Nummer drei?"

„Seine Freundin abknutschen", entgegnete mein Bruder mit einem Augenrollen und wandte sich dann zurück zur Haustür.

„Adam verdammte scheiße beweg deine Arsch hier her, sonst fahren wir ohne dich", brüllte er schließlich, sodass man es bestimmt in der kompletten Straße hören konnte.

Zum Glück war New York nicht gerade eine ruhige Stadt, wodurch es nicht sofort auffiel, wenn mal einer Randale machte.

„Ja, ich komm ja schon. Ohne mich könnt ihr eh nicht los fahren", hörte man Adam nur zurück brüllen und sah dann wie er auf uns zu gejoggt kam, sodass wir ein paar Sekunden später schließlich alle im Van saßen.

Jordan startete darauf den Motor und steuerte den Wagen durch die immer noch überfüllten Straßen von New York City.

Nach zwanzig Minuten Fahrt kamen wir schließlich in einem etwas herunter gekommenen Stadtteil an.

„Und du denkst wirklich, das wir hier richtig sind?", fragte ich Aiden nervös, nachdem wir aus dem Van ausgestiegen waren und nun durch die verwitterten Straßen schlichen.

„Ja, es ist alles richtig.", flüsterte er nur leise und deutete dann auf ein kleines Haus.
„Dort müssen wir rein. Unten befinden sich die Lagerhallen mit den jeweiligen Personen. Sie arbeiten dort und haben gerade mit der Nachtschicht begonnen"

„Und es ist auch wirklich alles abgeklärt?", hakte ich weiter nach, da mich diese unsichere Gefühl - auch genannt Bauchschmerzen - immer noch verfolgte.

„Jaaaaa! Wie oft denn noch Kylie? Es ist alle perfekt durchgeplant. Wozu haben unsere Spione sonst diese Umgebung eine Woche lang beobachtete?"

Mit einem Seufzen ergab ich mich und folgte ihm dann durch die zerstörte Tür, was eigentlich gar keine mehr war.
Höchstens die Hälfte von ihr hing noch in den Angeln.

„Hier lang!", hörte ich Jordan leise rufen und sah wie er die morsche Treppe, die in einen Keller führen musste, runter lief.

Vorsichtig folgte ich den vier Personen vor mir und spürte wie Aiden dicht hinter mir blieb und das Schlusslicht bildete.

Ich hatte meine Waffe in der Hand und war jeder Zeit bereit zu schießen, genau wie meine Brüder.

Die Treppe war gefühlt Kilometer lang und endete schließlich in einem dunklen Raum, der nur ein kleines Fenster besaß durch welches das Mondlicht schien. 

Dicht gedrückt an Quintus, ein etwas ältere Mafioso meines Vaters, bewegt ich mich langsam immer mehr in den Raum.

Mit einem Mal ertönte ein lautes Klicken und plötzlich sprangen nacheinander die riesigen Lichter an der Decke an, wodurch ich meine Augen zusammen kneifen musste und mir ein Schauer über den Rücken lief.

Waren wir etwa in eine Falle getappt?

„Dafür, dass ihr zu den Cavalleros gehört und drei von euch auch noch ihr Blut in den Adern haben, seid ihr aber ziemlich dumm", ertönte ein krächzend Stimme.

Eine Stimme, die mir durchaus bekannt vor kam, da ich sie vor ein paar Tagen bereits schon mal gehört hatte.

Nun durfte ich sie aber auch das erste mal sehen oder eher gesagt ich lernte ihren Träger kennen.

Roberto

Und er war nicht allein.
Hinter ihm standen bestimm zwei Dutzend bewaffnete Männer, die uns alle gierig anschauten.

Langsam ließ ich meinen Blick über jeden einzeln wandern bis ich bei zwei schwarzen Augen hängen blieb, die mich intensive anstarrten.

Seine schwarzen Augen

Denn ein paar Meter von mir entfernt stand Angelo.
Genau wie ich hielt er eine Waffe in der Hand und hatte die Finger am Abzug liegen.

Sein Blick war monoton, aber in seinen Augen spiegelte sich Sorge wieder.
Das Gleiche war bei Leonardo, der sich einen Meter neben ihm befand, der Fall.

Im war zwar kein Schock ins Gesicht geschrieben meine Brüder und mich hier zu treffen, aber man konnte deutlich Verwunderung erkennen.

„Da spioniert ihr uns schon so lange hinterher und seid am Ende doch noch so dumm und fallt auf unsere Falle hinein", ertönte Robertos hämisches Lachen im Raum.

„Wie werden nicht schießen wenn ihr nicht schießt", rief Aiden nun mit fester Stimme.

Sofort bereitet sich auf Robertos Gesicht ein hinterlistiges Grinsen aus.
„Ach wirklich?"

Und im nächsten Moment erlebten wir den Schock unseres Lebens.
Tische, oder was auch immer es war, flogen durch die Gegend und schnellten an den Wänden nieder.

Dann ertönten auch schon die ersten Schüsse.

Das einzige, was ich noch merkte, war wie sich eine Person auf mich stürzte und ich ich mit voller Wucht auf den Boden knallte.

Beim Sturz war mir die Waffe aus der Hand geflogen, wodurch ich für ein paar Sekunden nichts umklammern konnte.

Ich wollte mich aufrappeln und zu einer der Pistolen an meinem Gürtel greifen, aber ich wurde wieder zu Boden gedrückt.

Erst als ich meinen Kopf drehte, bemerkte ich wer mich überhaupt umgerissen hatte.
Es war Angelo gewesen.

„Du musst von hier verschwinden, sofort! Sie wollen nur dich haben!", brüllte er worauf ich ihn verdattert anschaute.
„Was?", war das einzige was ich hervor brachte.

„Kylie, los verschwinde von hier! Jetzt!", rief er abermals über die Lautstärke hinweg, die aus Schüssen und Gebrüll bestand.

Verwirrt rappelte ich mich vom Boden auf, was Angelo bereits schon in Sekundenschnelle getan hatte.

Ich wollte ansetzten zu flüchten sowie er es mir geraten hatte, jedoch kam ich nicht sonderlich weit.

Denn im nächsten Moment spürte ich wie sein Arm sich um meinen Hals legte und mich zu sich heran zog, sodass ich mit dem Rücken gegen seine Brust knallte.

Dann sauste auch schon eine Kugel dicht an uns vorbei und schlug ein paar Meter weiter in die Wand ein.
Hatte er mich nicht weggezogen, wäre sie jetzt nicht in der Wand sondern in mir gewesen.

„Danke...", wollte ich murmeln aber stoppte, als auf einmal die scheußliche Stimme von Roberto erklang.

„Angelo!", brüllte er seinen Neffen an, worauf sofort Ruhe im Raum herrschte.
Kein Schwein sagte mehr ein Wort oder schoss noch eine Kugel durch den Raum.

Alle Blicke waren auf uns beide gerichtet.

Ich konnte sehen, dass Adam am Boden lag, aber noch atmete, weswegen er wahrscheinlich bewusstlos war.

Aiden dagegen lief Blut aus der Nase und wurde von mehren Männern festgehalten.
Er hatte einen hasserfüllten Blick im Gesicht und seine Augen tobten nur so vor Wut.

„Schnapp sie dir!", erklang wieder Robertos schreiende Stimme im Raum.

Plötzlich spürte ich wie der Arm von Angelo, welcher vor ein paar Minuten noch um meinem Hals gelegen hatte, weggezogen und dafür durch seine Hand ersetzt wurde.

Erschrocken probierte ich aufzukeuchen, aber er drückte immer fester zu, wodurch ich anfing nach Luft zu röcheln.

Wollte er etwas das ich erstickte?

Meine Sicht wurde langsam dunkler und in meinem Kopf hämmerte es nur so, weil der Sauerstoff fehlte.

„Angelo", wollte ich hervor bringen, aber es war nur noch ein schnappen nach Luft.

„Kylie verdammte scheiße!! Wehr dich!", hörte ich Aiden panisch durch den Raum brüllen.
Ich konnte noch einigermaßen erkennen wie er probierte sich zu befreien, aber einer der Wachen schlug ihm darauf ins Gesicht.

Ich wollte mich ja wehren, aber ich schaffte es einfach nicht.
Mein Kopf dröhnte und meine Muskeln fühlten sich wie ausgelaugt an.

Das letzte was ich noch sah, waren Angelos Augen wie sie mich Hass erfüllt anschauten.
Abermals probierte ich seinen Namen zu röcheln, aber er zeigte kein Regung auf seinem Gesicht.

Stattdessen wurde seine Hand, um meinem Hals nur noch fester und ich konnte erkennen, wie er als nächstes seine Waffe zückte.

Sofort kam Panik in mir auf.
Er wollte mich doch nicht etwa erschießen?
Das dort vor mir war doch nicht der Angelo, den ich kannte.

Verzweifelt probierte ich mich zu befreien, aber schaffte es nicht.

Das einzige was noch funktionierte war meine Lunge, die wie wild probierten Luft in sich zu pumpen.

Ich konnte zwischen den ganzen Sternchen die mittlerweile in meiner Sicht herum schwirrten, sehen wie Angelo mit seiner Waffe ausholte und mir diese dann mit voller Wucht gegen den Kopf schlug.

Das gab mir den letzten Rest und meine Augenlider fielen zu, sodass ich schließlich das Bewusstsein verlor.

———
Vielleicht war ja doch alles nur gespielt....

Ich weiß das es ein doofer Cut ist, aber ihr erfahrt im nächsten Kapitel warum ich diesen machen musste.

Bis dahin konnte ihr euch gerne hier über Angelo aufregen😁

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