tragischer Unfall
Rosen versuchte zu telefonieren, als er den Lärm aus dem Nebenzimmer hörte, der ihn so oft vom Arbeiten abhielt. Licht und Lawless. Er wollte sich gerade entschuldigen um dazwischen zu gehen, als er eine Hand auf seiner Schulter spürte. Güldenstern stand hinter ihm. Er hatte aufgrund der Hitze die Vorhänge zugezogen und sein Kostüm abgelegt. Er lächelte Rosen vielsagend zu und machte sich auf den Weg zu den Quälgeistern.
Kurz darauf hörte Rosen einen Schrei von Lawless. ,,Gül!!" Es klang nicht wütend oder genervt wie erwartet. Es klang erschrocken. Ohne ein Wort legte Rosen auf und folgte dem Abkömmling.
Als er die Tür öffnete fiel sein Blick auf ein Häufchen Asche, welches zu Lawless' Füßen lag. Auch Servamp und Eve starrten die Asche an, die mal ein Abkömmling gewesen war. Lawless öffnete den Mund, brachte jedoch kein Wort heraus. Ihm stiegen Tränen in die Augen und er verschwand in einem anderen Zimmer. Rosen holte einen Handfeger und legte die Asche vorsichtig in eine Vase. Licht beobachtete ihn stumm. Auch er mochte den riesigen Wal und schien nun etwas überfordert damit zu entscheiden wie er reagieren sollte. Rosen ließ ihn alleine und folgte Lawless. Der Servamp lag auf dem Bett und hatte sein Gesicht im Kissen vergraben. Gedämpft hörte Rosen das Schluchzen des Servamps. Er legte ihm vorsichtig eine Hand auf den Rücken und spürte wie der Vampir zusammenzuckte. Er richtete sich auf und setzte sich neben Rosen. Tränen rannen unaufhaltsam über seine Wangen, während er mit erstickter Stimme versuchte zu sprechen: ,,Ich wollte das nicht... Ich wollte Licht beißen... Nur etwas Blut trinken... Ich hab ihn nicht bemerkt..." Rosen nahm die Habgier in den Arm. ,,Du kannst nichts dafür. Es war ein Unfall." In Rosens Augen brannten Tränen, doch er blinzelte sie weg und zwang sich zur Ruhe. Wie sollte er Lawless helfen, wenn er selbst weinte? ,,Wir werden eine Trauerfeier organisieren. Dann kannst du dich von ihm verabschieden." Rosen strich dem Servamp durch die stachligen Haare. Dieser nickte stumm und nahm das Taschentuch entgegen, welches Rosen ihm reichte.
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