12

Elena

Ich zuckte zusammen als ich ein räuspern hinter mir vernahm.

Ich drehte mich in Richtung der Tür und sah James im Türrahmen stehen.

"Wie geht es dir?", fragte er und kam zu mir.

"Gut. Wieso bin ich hier?"

Er lachte etwas. "Weißt du nicht mehr was gestern passiert ist?"

Ich schüttelte den Kopf und er nickte.

"Lass uns was essen, dann erzähl ich es dir."

-

Es war sehr peinlich und unangenehm was mir James erzählte. Ich wusste nur das ich gestern in einer Bar war und getrunken hatte, der rest war verschwommen.

James erzählte mir alles. Wie konnte das passieren. Was sollte er von mir denken? Würde er mich aus der Firma schmeißen? Wieso hat er mich überhaupt zu sich genommen, anstatt mich nach hause zu fahren?

Ich erzählte James wieso ich in die Bar ging. Ich erzählte ihm alles was momentan in meinem Leben vorging. Nicht weil ich wollte, sondern weil er nicht aufhörte mich mit Fragen zu bombardieren.

"Und wo ist deine Mutter?", fragte er neugierig.

Ich zuckte mit den Schultern. "Wahrscheinlich bei einer Freundin."

-

Nachdem James und ich gefrühstückt hatten, fuhr er mich nach Hause.

Das Haus war leer. Ich betrat jedes Zimmer, doch fand mum nicht. Wie erwartet.

Erschöpft schmiss ich mich auf die Couch und nahm die Fernbedienung in die Hand, als mein Hand vibrierte.

Eine Unbekannte Nummer.

„Hallo?"

„Elena?", meldete sich eine Frauen Stimme.

„Ja? Wer ist da?"

„Hier ist Eliza, die Freundin deiner Mutter.", ihre Stimme klang gebrochen. „Komm bitte in Lenox Hill Hospital. Deiner Mutter geht es sehr schlecht."

„Was? Was ist passiert? Was hat sie? Geht es ihr gut?"

„Ich erzähle die alles wenn du hier bist.", sagte sie und legte auf.

Tränen schossen in meine Augen. Was ist wenn sie einen Unfall hatte und im Koma lag? Oder schlimmeres?

Ich stand sofort auf schnappte eine Jacke und Tasche und ging raus, als ich vor der Tür auf James stieß. Sollte er nicht schon längst weg sein?

„Hey, du hast deine- Alles in Ordnung?", fragte er.

Tränen liefen über meine Wangen. „Alles gut ich muss weg."

„Ich fahr dich."

-

Während der fahrt sprachen wir kein einziges Wort.

James folgte mir ins Krankenhaus und ins Zimmer von Mum. Sie lag auf der Intensivstation.

Vor dem Zimmer trafen wir auf einen Arzt der grade Mum's Zimmer verließ.

„Entschuldigung? Misses Du Mont, wie geht es ihr?", fragte James den Arzt.

„Sind Sie die Tochter?", fragte er mich und ich nickte. „Setzen Sie sich doch." Das taten wir. „Ihre Mutter hat eine Alkoholvergiftung. Ihre Blutalkoholkonzentration als sie eingewiesen wurde betrug 4,3-Promille, was lebensgefährlich ist. Ihre Leber und Nieren sind bereits betroffen und sie liegt momentan im Koma. Wir versuchen unser bestes, aber es sieht momentan sehr kritisch um sie aus."

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