?

„Mister Eroe! Mister Eroe!", ruft eine wild winkende Reporterin mittleren Alters, um die Aufmerksamkeit des leicht humpelnden Herren zu bekommen, welcher gerade die Stadt gerettet hat. Dieser lächelt leicht und nickt als Einverständnis für das Interview. „Wie geht es Ihnen nach diesem spektakulären Kampf? Sind Sie sehr verletzt?", fragt die Frau und sieht gespannt zum Helden der Stadt. „Für diese Stadt würde ich immer wieder mein Leben aufs Spiel setzen. Immerhin geht es hier um das Leben von Kindern die noch eine wunderbare Zukunft vor sich haben können.", erklärt der ältere Herr und streicht sich durch die mit Ruß durchzogenen braunen Haare. „Sie sind unser Held, wollen aber nie die Anerkennung annehmen, wieso?", fragt die Reporterin weiter, um ihren Job nachzugehen. „Wissen Sie, nur wer am Boden bleibt kann auf Dauer gesund leben.", antwortet Eroe mit einem gewissen Unterton. „Da haben Sie vollkommen Recht.", wird die Aussage bestätigt, „Hätten Sie damals, als Sie den Amoklauf in ihrer damaligen Schule verhindert haben, hätten Sie damals gedacht, dass Sie einmal der Held der Stadt werden würden?" „Ach Caren, Sie wissen doch ganz genau wie ich damals war. Immerhin machen Sie ihren Job doch schon seit damals und, wenn ich das sagen darf, diesen überaus genau und fabelhaft." – „Dankeschön." – „Um Ihre Frage zu beantworten, ich hätte nie gedacht einmal Held dieser wunderbaren Kleinstadt zu werden, aber eines hatte ich mir damals geschworen. Ich würde es besser machen.", erklärt der junge Mann und fährt sich über die Lippen, die blutverschmiert von seiner blutenden Nase sind. „War es ein traumatisches Erlebnis für Sie, dass Sie den Jungen, der den Amok laufen wollte, nicht retten konnten? Sicher, oder?", kommt prompt die nächste Frage. „Ich habe alles versucht, aber ich war nicht schnell genug ihm die Waffe ab zu nehmen. Natürlich brennt sich so etwas in die Nervenstränge des Gehirnes.", seufzt Eroe. Plötzlich durchbricht eine historische, weibliche Stimme das Interview: „Nein! Sie haben die Falsche! Er! ER ist der Böse!" Polizisten führen eine junge, blonde Frau in einiger Entfernung an der Reporterin Caren und dem Helden Eroe vorbei in Richtung der Polizeiautos. „Wie fühlen Sie sich, die Verhaftung ihrer Vertrauten zu sehen?", fragt Caren direkt. „Es erschwert mir das Herz. Sie ist nun schon seit 3 Jahren meine Assistentin und ich hätte nie gedacht, dass sie eine solche Ader hat. Ich habe sie immer nur als verträumtes Dummerchen gesehen. Nun frag ich mich, ob ich je wieder jemanden vertrauen kann ohne Angst zu haben wieder hintergangen zu werden.", sagt der Held mit bedrückter Stimme und sieht zu der sich wehrenden Frau. „Ich weiß noch wie glücklich Sie damals waren, als Sie erzählten, dass sie jetzt Hilfe haben.", schwelgt Caren mitleidig in Erinnerungen. „Ich dachte wirklich, ich habe jemanden gefunden dem ich alles anvertrauen kann.", seufzt der Mann und wendet sich der Situation mit der immer noch wehrenden Frau ab, die konstant ruft, dass der Herr, der der Held der Stadt ist, eigentlich der Bösewicht in der Geschichte ist. „Was hat ihre Helferin den so wichtiges entwendet?", fragt die fülligere Frau interessiert. „Das hier.", erwidert Eroe und holt einen roten Buzzer hervor. Er dreht sich leicht weg, sodass seine Assistentin diesen Buzzer sehen kann. „Nein! Halten Sie ihn auf!", schreit sie sofort und will zu Eroe und Caren rennen, wird allerdings von den Polizistinnen und Polizisten zurückgehalten. „Was macht diesen Buzzer so besonders?", fragt die Reporterin neugierig. „Das kann ich Ihnen zeigen.", lächelt der Held und drückt den Buzzer. Plötzlich beginnt ein großes Schild auf dem höchsten Haus der Kleinstadt von die Zahlen 10 runter zu zählen, während eine mechanische Stimme diese laut aufsagt. „Was ist das?", fragt Caren etwas verunsichert. „Wissen Sie, was ich dem damaligen Amokläufer gesagt habe, bevor ich ihn erschossen habe?", fragt Eroe mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht. „Was?!", schreit Caren entsetzt. Unbeeindruckt antwortet der Held der Stadt: „Wenn ich Amok laufe, geht die gesamte Stadt unter." Die Stimme sagt Null und im selben Moment ertönt ein ohrenbetäubender Knall zusammen mit einer Explosion die die Kleinstadt und all ihre Bewohner erfasst und zum Ende des Bestehens begleitet.

_____________________

Ich brauch eure Hilfe:

Welchen Titel könnte diese Kurzgeschichte haben?!

Danke für eure Vorschläge :)

LG vampi <3

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top