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"Was hast du vor?", stellte ich die in diesem Moment vermutlich offensichtlichste Frage. "Tu ihm nicht weh." Auch Taehyung schickte mich nun von dort weg, er brüllte mich an, weshalb ich mich eingeschüchtert ins Schlafzimmer verkroch und anfing meine Kleidung zusammen zu räumen.
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Anfangs klang es noch relativ friedlich. Sie unterhielten sich lediglich, weswegen ich mich noch einigermaßen damit abfinden konnte. Irgendwann hörte ich allerdings einen lauten Rums. Schnell rannte ich zu ihnen und da sah ich es.
Meine Kinnlade viel bis zum Boden. Taehyung hatte Jimins Kopf auf die Tischplatte geknallt. Seidlich drückte er ihn auf den Untergrund während Jimin mich ansah. "Taehyung, hör auf. Spinnst du?" Ging ich zu ihnen rüber, zog erfolglos an seinem Arm.
"Hyeji, geh zurück ins Zimmer", knirschte Jimin. "Niemand außer mir darf ihr Befehle erteilen ist das klar!?", schimpfte Tae. "Geh!", brüllte der sonst so Ruhige plötzlich. Erschrocken zuckte ich zusammen und verdrückte mich.
Ich wagte es nicht mich umzudrehen, als ein weiterer lauter Laut zu hören war. Egal wer verletzt wurde. Es war meine Schuld. Ich hätte Taehyung nie verlassen oder mich auf Jimin einlassen sollen. Das ganze Drama hätte man sich sparen können.
So gut es ging versuchte ich den Lärm vom Nebenzimmer zu überhören und schmiss meine Sachen in den Koffer. Tränen flossen mein Gesicht hinunter. Ich hatte so verdammt viel Angst.
Als ich fertig war ging ich zurück zu ihnen. Erschrocken riss ich meine Augen auf. "Jimin, was hast du gemacht!?" Panisch rannte ich zu Taehyung der bewusstlos auf dem Boden lag.
"Tut mir leid, ich wollte das nicht", entschuldigte er sich. Ich kramte ein Tuch aus meine Tasche um es auf die kleine Wunde seiner Stirn zu pressen. "Bring mir das Desinfektionsspray aus dem Spiegelschrank im Badezimmer", wies ich ihn an.
"Hyeji, ich denke ihm geht es gut. Er wacht bald wieder auf, aber wir sollten gehen", versuchte er mich zu beruhigen. "Das Spray", ignorierte ich ihn, wollte mein Schluchzen einfach nur zurückhalten.
Mit dem kleinen Fläschchen kam er kurze Zeit darauf wieder zurück. Das alles wurde mir zu viel, was ihm auffiel, als ich total überfordert probierte die Verletzung zu versorgen. "Ich mache das", konnte er es nicht länger mit ansehen und drängte mich leicht zur Seite.
"N-nein, ich kriege das schon hin", hielt ich jedoch Wiederstand. Bemitleidend beobachtete er mich noch eine Weile, konnte es sich dann aber nicht mehr geben. "Hyeji, wir gehen", stellte er sich wieder aus der Hocke auf.
Heftig schüttelte ich den Kopf. Ich wusste nicht wieso, aber in diesem Moment fühlte es sich am richtigsten an mich um Taehyung zu kümmern. Möglicherweise war es aus schlechtem Gewissen. Immerhin schien es ihm während meiner Abwesenheit nicht gut zu gehen.
Jimin kehrte nochmal, setzte sich wieder vor mich. Damit er mir ins Gesicht sehen konnte hob er mein Kinn an. "Ich weiß, das ist gerade schwierig und überfordert für dich, aber glaub mir, du willst ihn nicht erleben, wenn er aufwacht- nicht hören was er dir an den Kopf wirft."
Worüber hatten die beiden sich unterhalten, dass es so ausahnte? "Bitte, Hyeji... Du weißt, ich will nur dein Bestes und du kannst mir glauben, dass es das ist", riss er mich aus meinen Gedanken. "Oder hast du dich umentschieden?", fragte er leise.
Hatte ich das? All die Vorkommnisse spielten sich nochmal re-vu in meinem Kopf ab. Die ganzen Jahre über wurde ich zwar von ihm unterdrückt, allerdings existierten auch gute Erinnerungen. Er war nicht jede Sekunde des Tages so.
Dennoch, bei ihm zu bleiben, würde bedeuten für immer gefangen zu sein. Wenn ich an diesen Moment zurückdenken würde, würde ich diese Entscheidung dann bereuen? "Ich weiß es nicht", schluchzte ich und brach in Tränen aus.
"Nicht-", er wollte mich in seine Arme schließen doch ich wich zurück. Wäre er nicht gewesen- Nicht alles war seine Schuld, aber hätte er sich nicht eingemischt, könnte ich jetzt mein altes Leben weiterleben, auch wenn es nicht perfekt war.
"Hyeji", er sah mich ängstlich an. Er ahnte Ungutes. "Geh", sagte ich trocken. Gerade wollte er ansetzten, mir widersprechen, doch ich übernahm:"Ich hätte das nie tun dürfen."
"Nein, komm jetzt nicht so", schüttelte er den Kopf. "Bitte nicht." Ich wiederholte meine Aufforderung.
"Erinnere dich an die letzten Wochen. Dir ging es gut, du warst glücklich, ich habe es doch gesehen", fing er mit dem an, was es schwerer für mich machte. "Wenn du jetzt hier bleibst, und ich sage es dir, du wirst nie wieder in deinem Leben so glücklich sein."
"-und du wirst nie wieder etwas so sehr bereuen." Ich kämpfte noch immer mit dem Brennen hinter den Lidern. "Bitte, lass das nicht zu, nur weil du jetzt Angst bekommst", bettelte er beinahe schon.
"Ich sollte ihn ins Bett legen", griff ich Taehyung unter den Armen und schleifte ihn ins Schlafzimmer, wo ich mich ungestört weiter um ihn kümmerte. Dabei dachte ich über Jimins Worte nach und fällte eine Entscheidung- hoffentlich die richtige.
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Ich würde gerne wissen was ihr denkt ヅ
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