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Er stützte seinen Kopf auf der Hand ab und sah mich an. "Das muss es nicht. Ich bin froh, dass du das tust." Auch wenn es mich verwirrte nickte ich einfach nur, er schaltete das Licht aus und endlich konnte ich einschlafen.

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Ich schlief zwar, jedoch nicht besonders lange, weil Jimin mich zwangsweise aus dem Schlaf rütteln musste. Meine Befürchtungen erfüllten sich, Taehyung erschien in meinen Träumen. Und es waren keine schönen Träume.

Ängstlich und geschockt zugleich schaute ich in seine Augen, als meine aufschossen. "Alles ist gut, es war nur ein Traum", flüsterte er, sah dabei direkt in meine Augen, was mich wenigstens etwas runterkommen ließ. Dennoch beunruhigte es mich.

Ich werde Taehyung wiedersehen, ganz sicher. Nur die Frage ist wann und unter welchen Umständen. Hoffentlich nicht so wie ich es soeben erlebt hatte. "Geht's wieder?" Noch immer unter Schock nickte ich langsam.

"M-mach das Licht wieder aus", forderte ich ihn verstört auf. Besorgt betrachtete er mich. "Bist du sicher?", bohrte er zweifelnd nach. Er wusste ganz genau, dass ich einfach nicht wollte, dass er mich zum Ersten so sah und zum Zweiten wegen mir wach blieb.

"J-ja, es geht schon wieder", versicherte ich ihm. Noch einmal studierte er mich bedenklich, knipste dann aber die kleine Nachttischlampe aus. Was sollte er auch sonst machen?

Die verbliebenen Stunden bis die Sonne aufging glotzte ich nur ins Leere und dachte über das alles nach. Leider tat Jimin neben mir dasselbe. Ich spürte förmlich wie seine Blicke mich durchbohrten, obwohl es dunkel war.

"Bitte bleib nicht wegen mir wach", bittete ich ihn aus diesem Grund, doch er entgegnete:"Ich mach mir aber Sorgen." Ich überlegte. "Das musst du nicht. Schlaf weiter."
"Das kann ich nicht", gestand er.

"Okay, was kann ich machen?", wollte ich ihm nur ein einziges Mal seine Hilfsbereitschaft zurückgeben. "Schon gut." Also gab es etwas, was ich hätte tun können. "Bitte", ließ ich es ihn nicht abschlagen. "Es ist zu viel verlangt", streikte er.

"Du hast so viel für mich getan. Bitte lass mich dir etwas zurückgeben", probierte ich weiter. Er zögerte, setzte dann doch an, "Es wäre nur schön dich in meinen Armen zu halten-", er legte eine Pause ein. "-aber ich weiß-" Ich war näher zu ihm gerutscht, sodass er sein Aber unterbrach.

Ich erfüllte ihm diesen Wunsch und ließ ihn seine Arme um mich schlingen. Er zog mich noch ein Stück zu sich, hauchte dann ein "Danke" an mein Ohr und überraschenderweise konnte nun auch ich endlich schlafen.

Eigentlich war es total komisch, aber irgendwie half es in den Armen dieses mir nicht mehr allzu fremden Mannes zu liegen. Es fing sogar an sich richtig und gut anzufühlen. Von Anfang an gab seine Präsenz mir ein sichereres Gefühl. Aber woran lag das? Wieso fühlte ich so?

*

Träge öffnete ich meine Augen wegen des grellen Lichtes, das selbst durch meine geschlossenen Lider ankam. Ächzend kniff ich sie zu kleinen Schlitzen zusammen. Erst dann fiel mir auf in wessen Bett ich lag und das dieser nicht Vorort war.

Kopfkratzend richtete ich mich auf. Er ist sicher nur früher wach geworden und wollte schon aufstehen. Um zu sehen, ob dies der Wahrheit entsprach kroch ich aus dem Bett nach unten, wo er bereits in der Küche stand und das Frühstück zubereitete.

Als er mich entdeckte sah er leicht enttäuscht aus, weswegen ich nachhakte was los sei. "Nichts, ich wollte dir das Essen nur einfach ans Bett bringen", erklärte er. "Und?-", ich zog das 'u' extra lang. "-da spricht ja Nichts dagegen." Schnell flitzte ich die Treppe hoch wieder unter die noch immer warme Bettdecke.

Keine fünf Minuten später tauchte Jimin mit einem breiten Grinsen und Tablet auf den Händen ins Zimmer. Fieberhaft setzte ich mich auf und ließ ihn das Essen abstellen. "Ich hoffe die Pfannenkuchen sind dieses Mal besser geworden. Ich habe mich genaustens an deine Anweisungen gehalten."

Ich schmunzelte und nahm mir einen zum Testen. Gespannt wartete er meine Reaktion ab, weswegen ich gewollt monoton kaute. "Mmh, schmeckt wirklich gut", schmatzen ich dann. Sofort strahlte er und probierte auch einen. "Deine sind immer noch besser", nuschelte er mit vollem Mund. Ich zuckte mit den Achseln, aß einfach weiter.

*

Es vergingen zwei Wochen, in denen es genauso weiter ging. Wenn wir tagsüber nicht am Pool entspannten, genossen wir das schöne Wetter am Strand oder von der Stadt aus. Jede Nacht schliefen wir zusammen, weil ich es nicht wagen wollte auf zu wachen und ihn plötzlich nicht bei mir zu haben. Je länger wir allerdings dort blieben, desto größer wurden auch meine Sorgen bezüglich Taehyung.

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