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"Cho Hyeji, wo bist du?", klang er hitzig wie eigentlich so gut wie immer.
"Schatz, alles gut. Ich bin hier", erschien ich aus dem Badezimmer mit nur einem Tuch um meinen Körper gewickelt. Bei diesem Anblick leckte mein Freund sich über die Lippen.
Gerade als ich wieder verschwinden wollte lief er mir nach, packte mein Handgelenk und zog mich zu sich. "Nicht so schnell", raunte er, wobei sein Atem meine Wange strich und gewollt jedes Häärchen meines Körpers aufstehen ließ.
Seine Hände fuhren meinen Nacken hoch um sich in meinen noch etwas feuchten Haaren zu vergraben. Sein Gesicht kam meinem näher. Kurz vor meinen Lippen stoppte er. Ich hielt inne.
"Ich habe dich vermisst", hauchte er nur noch und vereinte unsere Lippen miteinander. Er wollte seine Zunge in meinen Hals stecken, doch ich wehrte mich. "Taehyung, ich habe keine Zeit mein Vorstellungsgespräch beginnt in einer Stunde un-", er fuhr dazwischen:"Du redest zu viel."
Schließlich fand seine Zunge ihren Weg in meine Mundhöhle und er drückte mich in Richtung Schlafzimmer. "Taehyu-", abermals ließ er mich nicht ausreden:"Du sollst mich nicht so nennen."
Ich wusste, selbst wenn ich mich partout wehrte, würde ich verlieren, also ließ ich es zu. So würde es schneller gehen und ich würde nicht allzu spät zu meinem Termin erscheinen.
"Tut mir leid, Oppa." Leidenschaftlich erwiderte ich den Kuss und kämpfte mit meiner gegen seine Zunge um die Macht. Wie jedes Mal - so auch heute verlor ich.
Das Klirren seines Gürtels bereitete mir Gänsehaut, weil ich wusste was wortwörtlich auf mich zukam. Keine Sekunde später spürte ich es bereits zwischen meinen Lippen. Er füllte meinen gesamten Mund.
"Mach schon", befohl er mir, was ich mir nicht zweimal sagen ließ. Immerhin wollte ich zum Einen auf keinen Fall in einen Streit den ich sowieso verlieren würde geraten noch weitere Zeit verplempern.
*
"Herr Park, die Verspätung tut mir wirklich leid", hoffte ich wahnsinnig, dass auch dieser Beruf nicht wegen meines besessenen Freundes scheitern würde. Streng blickte der Mitte fünfzig jährige von seinen Unterlagen auf.
"Mir tut es auch leid, Sie können gehen", äußerte er sich knall hart und wendete den Blick wieder auf den Papierstapel vor sich. "W-was? A-aber-"
"Begleiten Sie die Dame zum Ausgang", beauftragte er seinen Angestellten, der dies augenblicklich tat.
Vor ihm konnte ich meine Tränen noch zurückhalten, aber vor der Tür hielt ich es nicht mehr aus. Wieder hatte ich versagt. Wieder wegen ihm.
Eine nach der anderen kullerte über meine Wange, als plötzlich jemand vor mir stand.
Zaghaft hob ich den Kopf und sah in ein gutaussehendes Gesicht. Schwach lächelte es mich an und reichte mir ein Taschentuch, welches ich annahm. Prompt wischte ich über meine Wangen.
"Hast du die Stelle nicht bekommen?", vermutete er richtig, weswegen ich leicht nickte. Was soll ich nur machen? Ich brauchte so dringend einen Job.
Nicht nur um Geld zu verdienen. Nein, Dank Taehyung hatten wir davon ja genug. Es war auch damit ich mal einige Stunden von dort wegkam. Es hatte mich eine lange Diskussion und anschließend eine lange Nacht für diese Erlaubnis gekostet. Das konnte doch nicht alles umsonst gewesen sein.
"Was soll ich jetzt nur machen?", schluchzte ich los und befeuchtete das Taschentuch immer mehr. "Schon gut", hob er mein Kinn, sodass ich gezwungen war in sein perfektes Gesicht zusehen.
"Alles wird gut", beruhigte er mich ungemein, obwohl ich ihn nicht einmal kannte. Seine Augen verzauberten mich und strahlten so viel Wärme und Geborgenheit aus, wie ich es noch nie zuvor erlebt hatte.
Auf einmal blieb ein Wagen mit quietschenden Reifen vor uns stehen. Ein zorniger Taehyung stieg aus und stampfte auf uns zu. "Hyeji, steig ein!", forderte er mich vor Wut kochend auf.
Ich war total perplex, weshalb ich nur wie erstarrt dastand. "Hast du mich nicht gehört?", brüllte er, packte mein Handgelenk und drängte mich auf den Beifahrersitz.
Mit voller Wucht knallte er die Tür zu, beschimpfte den Fremden noch und stieg ebenfalls ein. Besorgt beobachtete der Typ uns. Von seinen Lippen konnte ich noch ein "Alles wird gut" ablesen, dann rollten wir schon los.
"Wer war der Mistkerl?", wollte der Fahrer gereizt wissen. "I-ich weiß e-es nicht", murmelte ich eingeschüchtert. "Wieso redest du dann mit ihm!?"
"Das habe ich nicht", verteidigte ich mich, woraufhin er eine Vollbremsung machte. "Wen willst du hier für dumm verkaufen?", schnaubte er und schaute mich dabei so ernst wie nie zuvor an. Ich brachte kein vernünftiges Wort zusammen.
"Jetzt hör mir mal zu-", fing er an. "-du gehörst nur mir. Kein anderer Mann fässt dich so an. Ist das klar!?", wurde er zum Ende hin immer lauter. "J-ja."
*
"Herzlichen Glückwunsch, Miss Cho. Wie es aussieht hat der Direktor sich nochmal umentschieden. Der Job gehört Ihnen. Sie dürfen gleich nächste Woche anfangen", verkündete die Angestellte mir übers Telefon.
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Das erste Kapitel!! Hoffe es hat euch gefallen:)
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