𝟷𝟺. 𝚕𝚎𝚋𝚎𝚗𝚍𝚒𝚐𝚎𝚜 𝚎𝚒𝚜 & 𝚐𝚛𝚊𝚗𝚗𝚢'𝚜 𝚜𝚙𝚎𝚣𝚒𝚊𝚕𝚝𝚎𝚎

Ich erwähne mal lieber direkt zu Beginn, dass Rhys Welsh – dieses miese kleine Würstchen im Schlafrock – an diesem Abend nicht mehr auftauchte. Er blieb verschwunden.

Also blieb er mir einer Entschuldigung und Erklärung schuldig, weshalb er einfach so abgetaucht war, und Charlotte wartete schon wieder vergebens auf die ihr versprochene Schokolade.

Dass sie ihren Abend stattdessen mit mir gezwungen war zu verbringen, war ja auch schon bekannt. Und zur größten Überraschung überlebten wir beide unverletzt, da Charlotte sich doch dagegen entschied, mich vom Dach zu schubsen.

Irgendwann wurde es uns aber zu kalt und wir verließen die Dachterrasse und ich das Mädchenhaus, um endlich zurück in meine vier Wände zu kommen. Dennoch konnte ich es nicht lassen und machte noch einen kurzen Abstecher in die Küche. Hätte ja sein können, dass Rhys dort war, sooft wie wir uns dort schon über den Weg gelaufen waren...

Das Ergebnis von diesem winzigen Abstecher war jedoch nur, dass ich jetzt, nur Minuten, nach dem ich diese Entscheidung traf, hier in meinem Bett liege, an die Decke starre und mich ärgere, dass er nicht da gewesen war, damit ich ihm seinen platten Waffelhintern dafür hätte versohlen können, dass er mich mit dem Feuermelder allein ließ. Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich sage, wie es ist.

Ich verabscheue ihn!

Verurteilt mich ruhig, wenn ihr glaubt, mich zu kennen und durchschauen zu können, aber ich sehe das als eine ziemlich asoziale Aktion an, mich mit so einem weinenden nervlichen Wrack alleine zu lassen.

Rhys weiß genau, dass ich damit nicht umgehen kann!

Okay, ich glaube, so mies habe ich mich gegen Ende hin gar nicht geschlagen, aber vergleichen wir es trotzdem damit, dass man auch ein Lamm in eine Löwengrube hätte werfen können. Wer hier das Lamm und wer der Löwe ist, versteht sich, denke ich mal von selbst.

Und ich hass den Gedanken, dass das wahrscheinlich nur ein Test von ihm gewesen ist, wegen diesem scheißdämlichen Experiment, wegen dieser scheiß Facharbeit und dieser verdammten Wette! Ich habe es jetzt schon satt, Laborratte zu spielen! Wir sind keine Freunde und nur weil ich mich als menschliches Taschentuch habe missbrauchen lassen, wird sich das nicht von jetzt auf gleich ändern!

Missmutig verschränke ich meine Arme hinter meinem Kopf und schalte vorher noch die Nachttischlampe aus, um weiter im Dunkeln darüber nachgrübeln zu können. Mehr als einmal habe ich mir schon die Frage gestellt, wieso ich mich eigentlich so leicht habe überreden lassen. Und mehr als einmal verzweifelte ich vollkommen daran, darauf eine Antwort zu finden. Wieso mache ich so was? Und nein, ich will jetzt keine neunmal klugen Belehrungen hören. Von niemandem.

Also bleibt mir nichts anders übrig, als das zu tun, was ich am besten kann. Aufgeben.

Ich ergebe mich meinem Schicksal und hoffe, dass es bald vorbei ist. Immerhin ist fast die erste der sechs Wochen um und zu meinem Glück sind auch sehr bald Herbstferien, sodass noch mal zwei Wochen wegfallen. Mit diesem Gedanken schlafe ich beinahe beruhigt ein.

Aber nur beinahe, denn wenn es dunkel wird, kommen all jene Kreaturen zum Vorschein, vor denen wir uns als Kinder immer gefürchtet haben. Die Monster unter unseren Betten und unseren Kleiderschränken, die Albtraumgestalten, die uns lehrten, was Angst wirklich bedeutet. Nicht zu vergessen unsere ganz eigene, persönliche Dämonen, die noch wesentlich schlimmer sind als alles andere zusammen.

Sie suchen uns in unseren Albträumen heim und Foltern uns mit Erinnerungen. Am schlimmsten wird es, wenn sich Traumgestalten und Traumwelten mit tatsächlich geschehenen Erinnerungen vermischen und somit neue Konstrukte der Angst erschaffen, die jeden noch so starken Menschen in die Knie zwingen.

Erinnerungen lassen uns vielleicht nicht einschlafen, aber wenn es passiert, lassen uns Träume schweißgebadet in der Dunkelheit aufschrecken, nur damit die Erinnerungen wieder auf uns einstürzen können.

Auf dem bereits am Bodenliegenden wird dann noch so lange eingetreten, bis dieser ein wimmerndes Häufchen nichts ist und sich auch wie ein solches fühlt. Wie ein nichts.

Kalter Schweiß rinnt mir die Schläfen und den Rücken hinab, sodass mein T-Shirt fast wie eine zweite Haut an mir klebt und ich schrecklich friere.

Ich friere immer, doch jetzt fühle ich mich wie lebendiges Eis. Obwohl? Kann Eis lebendig sein? Vielleicht bin ich ja schon tot und die Kälte, die ich spüre, stammt von dem Kältefach, in dem ich bis zu meiner Aufbahrung gelagert werde.

Gelagert.

Gelagert wie ein Stück totes Fleisch. Beinahe panisch taste ich in der Dunkelheit nach dem Lichtschalter der Nachttischlampe. Ich kneife nicht mal richtig die Augen zu, als mich das plötzlich gleißende Licht blendet. Das Brennen in meinen Augen ist mir willkommen. Das Licht spendet warmen Schein, doch die Kälte bleibt genauso wie die Dunkelheit, die sich nur in die Ecken zurückgezogen hat, in die das Licht nicht vordringen kann.

Schon lange habe ich mich nicht mehr so erschöpft gefühlt, ausgelaugt. Nicht mal nach einer Runde ordentlichem Sex fühle ich mich so fertig. Scheinbar war ich eingeschlafen, ohne es richtig bemerkt zu haben.

Kennt ihr das? Wenn ihr nicht wisst, ob ihr geschlafen habt oder wach wart? Und dann wacht ihr auf, seid total gerädert und wisst, ihr seid eben der Hölle entkommen. Euch wird plötzlich klar, wie tief ihr in den Albträumen drin gesteckt habt ohne sie tatsächlich als das, was sie sind, zu erkennen. Träume. Und doch waren sie für kurze Zeit eure Realität.

So fühle ich mich.

Ich lasse mich zurück in meine Kissen fallen und wische mir erschöpft mit beiden Händen über das Gesicht. Verwirrt stelle ich fest, dass meine Wangen ganz feucht sind. Umso länger ich darüber nachdenke, wieso meine Wangen feucht sind, umso stärker wird das klaustrophobische Gefühl in meiner Brust, das eigentlich schon seit dem Erwachen dort steckt.

Es wirkt, als würden die Wände meines Zimmers immer weiter zusammenrücken, nur um mich unter sich zu begraben. Energisch strample ich die Decke, die eh nur noch meine Füße bedeckt von mir und stehe auf. Zu schnell, denn schwarze und weiße Punkte schränken mein Gesichtsfeld ein und alles scheint zu schwanken.

Ich weiß nicht, wie ich so schnell hier her gekommen bin, ich erinnere mich nicht, aber plötzlich befinde ich mich am Treppenabsatz und stolperte die steilen Stufen hinunter ins Erdgeschoss. Immer noch ist mir kalt, doch bei meiner Flucht aus meinem Zimmer dachte ich nicht daran, noch etwas anzuziehen, sodass ich jetzt nur in Boxershorts, T-Shirt und Barfuß durch das Haus irre.

Die Haustür im Erdgeschoss am Ende des Flures erscheint mir wie das Licht am Ende des Tunnels, denn egal wie kalt mir ist, ich muss an die frische Luft! Doch bevor ich die Tür aufreißen kann, geht das Flurlicht an und ich werde erneut geblendet.

»Bist du irre?« Ja, vielleicht.

Aber ich habe nicht die Zeit auf die bekannte Stimme zu hören und reiße lieber endlich die Tür auf und renne fast schon raus in die Dunkelheit. Wenn ich eben dachte, mir sei kalt gewesen, habe ich mich getäuscht.

Das ist Kälte.

Eiskalter Wind und Regen, scharf wie Rasierklingen stürmen auf mich ein. Der Wind tost so ohrenbetäubend laut, dass ich nichts anderes als das hören kann.

Ich weiß nicht, wie weit ich renne, scheint jedoch alles andere als weit gewesen zu sein, denn als ich stolpere und mich lang mache, liege ich noch in dem Streifen Licht, der durch die geöffnete Haustür nach draußen fällt. Ich liege im Dreck, spüre, wie ich innerhalb weniger Sekunden bis auf die Knochen durchnässe, und es ist mir völlig egal. Ich bleibe einfach liegen.

Wenigstens sieht man nicht mehr, wieso meine Wangen feucht sind.

Tears and Rain. Wenn ich so darüber nachdenke und auch über die Lyrics... Verdammter Mist, ich bin ein James Blunt-Song! Scheiße.

Jeder Mensch hat diese Momente, in denen man sich so schrecklich erbärmlich fühlt. Mein Moment ist jetzt. In der Hoffnung, von dem Schatten, der in den Türrahmen getreten ist, übersehen zu werden, schließe ich meine Augen. Kinder machen es doch so, oder? Siehst du das Monster nicht, kann es auch dich nicht sehen. Früher hat es nie funktioniert und heute hat sich wahrscheinlich auch nichts daran geändert.

Aber ich bin mir nicht sicher, ob es heute wirklich ein Monster ist, was den Schatten wirft. Irgendwie glaube ich, meinen Namen von irgendwoher zu hören, nur ganz leise, aber ich bin mir nicht sicher.

Immer noch erbarmungslos prasselt der Regen auf mich hernieder und ich könnte fast anfangen zu lachen, weil das ja so typisch für mich ist. Kein Drama ist für mich dramatisch genug. Nein, ich brauche die volle Dröhnung. Im strömenden Regen im Dreck liegen und flennen wie ein Kind, weil ich Angst vor dem Monster aus meinem Kleiderschrank hatte.

Ob mir jemals der Gedanke kam, dass ich vielleicht dieses Monster bin, das mir solche Angst macht? Des Öfteren.

Seltsam... Auf einmal habe ich das Gefühl, das mir warm wird. Nein, falsch. Meine Wange wird warm, sie brennt schon fast. Irgendwann hat auch meine lange Leitung geschnallt, was passiert ist. Irgendjemand hat mich geohrfeigt und als ich die Augen öffne, um gegen Regen, Wind und dem wenigen Licht zu blinzeln, erkenne ich den Schatten eines Gesichts über mir.

»Sag mal, was machst du hier?«, frage ich irritiert, als sei es das Normalste auf der Welt und blicke direkt in Rhys Gesicht, der immer noch neben mir kniet und sich über mich beugt.

»Was ICH hier mache?!«, brüllt er mir gegen den Sturm ins Gesicht. »Bist du verrückt geworden? Komm ins Haus!«

Rhys hat meinen Arm gepackt und zerrt mich auf die Beine. Ich bin zu müde, um mich zu wehren, weshalb ich ihm einfach zurück ins Haus folge. Aber wenn ich geglaubt hatte, damit hätte es sich jetzt und ich könnte zurück in mein Zimmer, habe ich mich getäuscht. Rhys zieht mich hinter sich her in die Küche und platziert mich auf einem der Hocker am Küchentresen. Durch die plötzliche Wärme im Haus beginne ich nur noch stärker vor Kälte zu schlottern.

Kennt ihr das, wenn es so kalt ist, dass ihr ohne Ende friert und plötzlich ins Warme kommt? Wie es sich anfühlt, wenn die Wärme auf der kalten Haut zu brennen beginnt? War wohl doch keine gute Idee raus zu rennen...

»Bist du vollkommen irre geworden?«
»Vie-vielleicht.«, bringe ich nur mühsam zwischen meinen aufeinander schlagenden Zähnen hervor und ringe mir fast ein schiefes Grinsen ab. Rhys schnaubt jedoch nur verächtlich und verlässt kurz den Raum und kommt mit einer Decke auf dem Arm zurück, die er vermutlich aus dem Gemeinschaftsraum hat und mir wenig mitfühlend mir in den Schoß wirft. Innerlich brodelnd tritt er an den Herd und stellt eine Teekanne auf diesen.

»Du bist vollkommen wahnsinnig geworden, oder? Rennst einfach halb nackt raus in den Regen und Sturm. Klar, warum nicht? Ist ja auch nicht überhaupt Lebensmüde! Was hast du dir nur dabei gedacht, da einfach liegen zu bleiben?! Schon mal was von Lungenentzündung gehört?!«

Während es erst so wirkt, als würde er mehr mit sich selbst reden, scheint er jetzt tatsächlich eine ernsthafte Antwort von mir zu verlangen. Mir ist immer noch kalt, auch wenn die Decke schön kuschelig ist. Erst jetzt bemerke ich, dass Rhys selbst auch nicht besonders viel anhat. Na ja, zumindest mehr als ich. Jogginghose und Hoodie. Aber auch er ist völlig durchnässt, kein Wunder, wenn er mir in den Regen folgt, und einzelne Wasserperlen tropfen aus seinen zartbitterfarbenen Haaren auf seine Schultern und versickern in dem Stoff seines Hoodies. Auch er zittert aber nur wenig und ich glaube auch nicht, dass es die Kälte ist, die ihn zittern lässt.

»Brauchte frische Luft.«, erkläre ich knapp und ziehe die Decke fester um meinen Körper. »Frische Luft...«, schnaubt Rhys erneut verächtlich, als würde er mir kein Wort glauben. Ich gebe ja zu, dass das wenig überzeugend klingt und ich mir selbst nicht glaube.

Er will gerade die nächste Salve an Belehrungen auf mich loslassen, als die Teekanne auf dem Herd schrill zu pfeifen beginnt. Schweigend gießt Rhys uns Tee auf und schiebt mir meine Tasse über den Tresen zu, wobei er mich wieder mit diesem durchdringenden Röntgenblick ansieht. Seine Augen scheinen dunkler zu sein als sonst und der Ausdruck in ihnen gefällt mir nicht, denn ich kenne ihn bereits.

Es ist derselbe, als er in der Cafeteria diesen einen Satz aussprach.

»Und, was wenn ich mir wirklich Sorgen gemacht hätte?«

»Und wieso bist du noch wach?«, frage ich, um einem peinlichen Schweigen aus dem Weg zu gehen, und umklammere die warme Keramik der Tasse. Langsam, ganz langsam lässt das Schlottern nach. Mein nasses T-Shirt und meine Boxershorts kleben unangenehm an meiner Haut und besonders im Schritt zwickt es deshalb mehr als unangenehm.

»Ich konnte nicht schlafen.«, antwortet Rhys schließlich genauso knapp und lehnt sich mir gegenüber gegen die Arbeitsfläche.

Nicht lange, wirklich nicht lange ist es her, da waren wir auch schon hier, allerdings haben wir jetzt die Plätze getauscht. Rhys las in nicht seinem Buch – das Bildnis des Dorian Gray, das nun ich lese und schon wieder eine Parallele zu diesem verdammten James Blunt-Song zieht – und ich aß einen Milchreis. Anscheinend erinnert auch er sich daran, denn ich glaube kurz seine Mundwinkel zucken zu sehen, als er die Tasse an seine Lippen führt.

Keiner von uns sagt ein Wort. Wir beide schweigen. Hin und wieder nippt einer von uns an seinem Tee und der Wind heult ums Haus. War das vorhin auch schon so, bevor ich raus gestürmt bin?

»Wieso bist du liegen geblieben?«, fragt Rhys irgendwann in die Stille und ich nehme mir viel Zeit, bevor ich antworte.

Statt zu antworten, trinke ich lieber noch etwas von dem Tee. Er schmeckt gut. Irgendwie nach Kräutern und etwas noch etwas Frischem und Süßen. »Der ist gut.«, bemerke ich und hebe zur Verdeutlichung kurz meine Tasse, ehe ich noch einen Schluck nehme. »Spezialmischung meiner Granny. Du weichst der Frage aus.«

Rhys wird nicht locker lassen, aber ich bin ihm keiner Antwort oder Rechenschaft schuldig. Vielleicht wird er nicht locker lassen, aber ich genauso wenig. »Bekomme ich noch eine Tasse?« Bittend halte ich ihm meine Tasse entgegen und genieße es mit Genugtuung, wie seine Augenbrauen einander immer näher kommen.

»Nur wenn du mir sagst, wieso ich dir eine Ohrfeige geben musste, damit du mich endlich wahrnimmst?«
»Vielleicht stehst du ja darauf? Ich hab dir gesagt, solche Sachen kannst du mit deinem Hunter machen, aber nicht mit mir.«
»Ash«
»Rhys«

Herausforderung angenommen. Der Starrwettbewerb beginnt, aber dieses Mal will ich nicht so einfach aufgeben und ihn gewinnen lassen. Mit Erfolg? Mäßig, denn ich beginne unruhig auf meinem Hocker hin und her zu rutschen, weil die nasse Boxershorts immer noch im Schritt kneift.

»Du solltest aus den nassen Sachen raus.«, bestimmt Rhys ohne den Starrwettbewerb zu unterbrechen. »Du aber auch.«

Mir ist im ersten Moment gar nicht klar, wie sehr das gerade nach Softporno geklungen hat, bis Rhys sich, um ein Grinsen zu verbergen, mit der Hand über sein Kinn und den Mund streicht. Ich meinte nicht, dass wir übereinander herfallen und uns gegenseitig die Kleider vom Leib reißen!

»Ich kann heute von dir wohl keine ehrliche Antwort mehr erwarten, oder?« Verneinend schüttle ich nur den Kopf. Wenn es nach mir geht, wird er nie erfahren, dass ich schlicht und einfach eine Panikattacke hatte. Wobei Panikattacken eigentlich alles andere als schlicht und einfach sind.

»Und was ist mit dir?«, stelle ich also lieber eine Gegenfrage, weil solche es einem so einfach machen, Fragen auszuweichen.

»Wie, was ist mit mir? Ich sagte doch, ich konnte nicht schlafen.«

»Das meinte ich nicht. Also doch auch, aber nicht – Wieso bist du mir nach draußen gefolgt?«

Ich hätte mit einigem gerechnet, jedoch nicht damit, dass meine Frage Rhys zum Schmunzeln bringt und er seine Teetasse wegstellt, um mir doch noch einmal von dieser Grannys-Speziallmischung nachzuschenken.

»Diese Frage, Asher Knight, beantworte ich dir erst, wenn ich meine Antwort von dir bekomme.«

Ich hasse es, wenn ich weiß, dass er sich mir überlegen fühlt.

»Trink die Tasse aus und geh ins Bett, Ash. Du solltest schleunigst aus den nassen Sachen raus und vielleicht vorher noch heiß duschen. Wenn du krank wirst, wird Lotta dir keine Gnade schenken. Dann wirst du sie erst recht nicht los und mich auch nicht.«, erklärt er, bevor er den Rest seines Tees in einem Zug austrinkt und die Tasse auf die Arbeitsfläche abstellt.

»Weißt du? So langsam wird das zur Gewohnheit, dass wir uns hier in der Küche über den Weg laufen. Gute Nacht, Ash.«

Rhys wendet sich zum gehen und ich muss schon die ganze Zeit daran denken, wie seltsam es klingt, wenn er mich Ash und nicht Kit oder Knight Rider nennt. Okay, vielleicht ist seltsam das falsche Wort. Es klingt eher... anders. Es klingt anders und ich kann nicht genau sagen, wieso.

»Gute Nacht, Rhys.«

Aber ich bin zu spät und er schon wieder weg.

~~~

Das Schreiberlein hat mal nachgezählt, weil es sich mal wieder vor dem Schreiben gedrückt hat.
Ash hat bisher elf mal direkt gesagt, wie sehr er doch Rhys verabscheuen würde. Für alle die das vielleicht interessiert.
;)

~mit freundlichen Füßen (ja, das ist beabsichtigt)
Das tapfere Schreiberlein

Bạn đang đọc truyện trên: AzTruyen.Top