๐๐๐ฉ๐ข๐ญ๐๐ฅ ๐๐ || ๐ ๐ซ๐ข๐๐๐๐ง
Dracos Sicht:
Ein Schulmonat war schon vergangen und ich dachte die ganze Zeit an Emily. Sie durfte alleine in unserem Keller sitzen, wรคhrend ich nach Hogwarts ging. Obwohl Hogwarts nicht mehr so wie frรผher war, war es hier jedenfalls besser als alleine in Malfoy Manor. Sie tat mir so leid, ich wollte nichts mehr, als zu ihr zu gelangen, um die Rothaarige in den Arm zu nehmen.
Ich liebte Emily so sehr, wie ich noch nie jemanden in meinem Leben geliebt hatte. Doch ich hรคtte mich nie in sie verlieben dรผrfen. Schon immer hatte mein Vater mir beigebracht, dass Liebe die grรถรte Schwรคche war. Nun hatte ich herausgefunden, dass das stimmte. Durch meine Liebe zu Emily tat ich nun alles, was der dunkle Lord mir befahl. Wenn ich jemanden umbringen musste, tat ich das. Wenn ich Informationen aus jemandem locken musste, verwendete ich Crucio, auch wenn es mich an den Anblick erinnerte, als Bellatrix Emily gefoltert hatte.
Wieso war ich auch nur nach Hogwarts zurรผckgekehrt und hatte Emily alleine gelassen? Was, wen Bellatrix ihr wehtat, auch wenn ich alles tat, um das zu verhindern? Ich wollte nicht, dass meine schreckliche Tante auch nur innerhalb eines Meters von Emily war.
Die Dunkelheit, die mich immer mehr umhรผllte, wenn ich schwarze Magie verwendete, war bei Bellatrix alles, was in ihr war. Die Todesserin besaร keine Gefรผhle auรer Hass. Ich fรผrchtete mich, dass ich auch irgendwann so sein wรผrde. Denn nur Emily verursachte etwas Licht in der endlosen Schwรคrze. Wenn Bellatrix sie umbrachte, wรผrde ich genauso ein eiskalter Mรถrder werden, wie sie selbst es war.
Bis jetzt hatte ich Ginny รถfters gesehen, die mich jedes Mal hasserfรผllt angeblickt hatte, sich aber nicht getraut hatte, irgendetwas zu sagen. Warum wusste ich selber nicht. Immerhin hatte sie, wie Emily mir erzรคhlt hatte, Tante Bella gesehen, als sie mit Emily appariert war. Sie wรผrde wissen wollen, wie es ihr ging. Oder hatte sie Angst, mit mir zu reden? Angst vor mir? Dachte sie, ich hรคtte Emily verletzt?
In meinen Gedanken versunken, bemerkte ich zuerst gar nicht die feuerroten Haare, welche in dem dunklen Kerker herumwedelten. War das Emy? Auf den zweiten Blick erkannte ich jedoch ihre รคltere Schwester, an die ich gerade gedacht hatte. Die รhnlichkeit zu Emily war unglaublich. Es tat weh, dieselben roten Haare, dieselben braunen Augen und die vielen Sommersprossen zu sehen.
Als die Gryffindor mich sah, drehte sie abrupt um, aber ich schrie ihren Namen. Gerade hatte ich eine Entscheidung getroffen. Ich musste mit ihr reden.
Emilys Schwester rannte schnell von mir weg, ich sprintete ihr nach.
โWeasley! Ginny! Stopp! Es geht um Emily!!!", schrie ich dem rothaarigen Mรคdchen nach. Sofort blieb sie, als sie den Namen ihrer Schwester hรถrte.
โEmily?", wiederholte Ginny verwirrt.
โJa, sie ist bei mir zuhause im Keller. Bellatrix hat sie zu uns gebracht, um sie als Druckmittel gegen mich zu verwenden. Bellatrix hat sie gefoltert, mit Crucio. Vielleicht machte sie es genau jetzt auch. Eigentlich hat Emily mir selber verboten, dir davon zu erzรคhlen, weil du versuchen wรผrdest, sie zu retten und sie will nicht, dass du wegen ihr stirbst", erklรคrte ich keuchend vom Rennen. Ich hatte mir diese Worte genau im Kopf durchdacht, sodass ich sie fast runtergerattert hatte.
Weasley รผberlegte kurz, danach schrie sie laut: โUnd warum hast du nichts gemacht? Warum hast du sie nicht befreit?"
โGeht nicht. Meine Familie hat alle mรถglichen Sicherheitsmaรnahmen verwendet, damit man sie nicht einfach befreien kann. Aber ich hab ihr den Zauberstab gelassen", versuchte ich dem wรผtendem Mรคdchen zu erklรคren. Ob der Zauberstab wirklich noch in Emilys Besitz war, wusste ich nicht. Vermutlich hatte meine Familie ihn schon aus Emilys Besitz genommen.
Ginny schwieg, bevor sie in Trรคnen ausbrach. โEs ist alles meine Schuld. Bellatrix hat sie mitgenommen und ich hab gar nichts gemacht. Ich hรคtte gedacht Emy wรคre tot", weinte sie verzweifelt.
Was ich dazu sagen sollte, wusste ich nicht. Sie tat mir einfach sehr leid. Also wagte ich es, einen Schritt zu ihr zu machen, meine Hand auf ihre Schulter zu legen und zu sagen: โNein, sie ist nicht tot. Meine Familie wรผrde sie nicht umbringen, weil sie sonst kein Druckmittel gegen mich hรคtten. Und bitte rette sie nicht, die bringen dich sonst um!"
Ginny schluchzte, bevor sie schwach lรคchelnd meinte: โDu bist echt nicht so schlimm, wie du immer tust." Ich lรคchelte und sie fuhr fort: โBeschรผtze sie. Bitte!"
Nickend sagte ich: โIch werde alles tun, um sie zu beschรผtzen. Glaub mir, ich liebe sie mehr als mein eigenes Leben."
Von nun an war zwischen Ginny und mir Frieden, da sie wusste, dass ich Emy รผber alles, und damit meinte ich wirklich alles, liebte und alles tun wรผrde, um sie zu beschรผtzen.
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