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In einer Schockstarre blickte Lily durch den Raum. Sie konnte sich nicht bewegen, so erstaunt war sie von dem, was passierte. Es schien, als wรผrde sie in so einem Kino der Muggels sitzen und alles nur von auรŸen beobachten. Alles fรผhlte sich so surreal an. Irgendwie hatte eine innere Kraft in ihr bewirkt, dass ihre Feinde zu Boden stรผrzten. Draco, Elena und Celina reagierten sofort und verwendeten Petrificus Totalus an den vier Zauberern, bevor sie sich wieder hochrappeln konnten. Sie hinterfragten nicht, was gerade geschehen war, sondern kรคmpften einfach weiter.

Sobald die Zauberer versteinert waren, stรผrmten die Kinder zu Felix. Elena und Celina versuchten ihn wachzurรผtteln, wรคhrend Draco Regenerate verwendete, um ihn zu wecken. Offensichtlich hatte nur Lily den tรถdlichen, grรผnen Strahl gesehen, von dem Felix getroffen worden war. Es brach ihr das Herz zu sehen, wie seine Schwester schlieรŸlich realisierte, dass ihr Zwillingsbruder nie wieder aufwachen wรผrde. Trรคnen stiegen in Lilys Augen und sie brach auf dem Boden zusammen. Es war alles zu viel fรผr sie und die Welt um sie herum wurde Schwarz.

Am folgenden Tag wachte Lily in einem beinahe unangenehm hellen Raum auf. Sie musste ein paar Mal blinzeln, bis sie erkannte, dass Draco neben ihrem Bett saรŸ. Ein schwaches Lรคcheln durchzuckte seine Lippen, als er bemerkte, dass Lily aufgewacht war. โ€žGuten Morgen", flรผsterte er. Den dunklen Schatten unter seinen Augen nach urteilend war er die ganze Nacht aufgeblieben und hatte gewartet, bis Lily wieder zu sich kam.

โ€žBitte sag, dass es alles nur ein bรถser Traum war", sagte Lily, denn die Ereignisse von gestern kamen ihr immer noch surreal vor.

โ€žEs gibt nichts, das ich lieber sagen wรผrde, aber das wรคre gelogen", antwortete Draco bedauernd. Trรคnen stiegen in Lilys Augen. An den Schmerz, den Crucio verursacht hatte, wรผrde sie sich in ein paar Wochen nicht mehr richtig erinnern kรถnnen. Aber sie wรผrde niemals den Schmerz vergessen, den sie gespรผrt hatte, als Felix leblos am Boden lag und die anderen drei versuchten, ihn zu wecken. Ihr Herz war bei dem Anblick nicht nur gebrochen. Es war komplett zerschmettert worden.

โ€žDie Zauberer sind jetzt am Weg nach Askaban", teilte Draco Lily mit, โ€žAlle drei waren Bekannte meines Vaters. Crabbe, Goyle und Greengrass. Ja, die Vรคter von Vincent Crabbe, Gregory Goyle und Astoria und Daphne Greengrass. Das heiรŸt, wir wissen jetzt, wer hinter allem steckt." Der Blick in Dracos Augen hatte nichts mit Enttรคuschung oder Schmerz, dass sein Vater schuld an allem war, zu tun. Nein, Lily erkannte Schuldgefรผhl in ihnen. Offensichtlich schรคmte sich Draco und gab sich selbst die Schuld an allem, was passiert war.

โ€žWir haben aber nicht genug Beweise, deshalb mรผssen wir mit meiner Mum sprechen, denn sie muss ihm verraten haben, wer du bist โ€“ beziehungsweise hat er in ihre Gedanken geschaut", meinte Draco.

Darauf folgten einige Minuten Stille. Lily versuchte, die vergangenen Ereignisse ein wenig zu verarbeiten, was allerdings nicht funktionierte. โ€žKรถnnen wir nach Hause?", fragte sie Draco stattdessen. Sie hielt es nicht lรคnger an dieser Schule aus. Wenn sie hierbliebe, wรผrde alles sie nur an gestern erinnern โ€“ und auch so wรผrde sie bestimmt schon genug darรผber denken.

โ€žNatรผrlich", erwiderte Draco. Lily verstand nicht, wie er so stark blieb. Er hatte zwar noch nie viel Emotion gezeigt, selbst nicht als die beiden Kleinkinder gewesen waren, aber trotzdem konnte sie sich nicht vorstellen, wie er das machte.

โ€žWie kannst du so stark bleiben?", wollte sie wissen.

โ€žGlaub mir, in mir drinnen tobt der grรถรŸte Sturm, den du dir vorstellen kannst", erklรคrte er, โ€žAber fรผr dich werde ich immer stark bleiben, Lily."

Eine Woche spรคter traten die beiden auch schon die Heimreise an. Felix' Begrรคbnis hatte am Vortag stattgefunden. Noch nie hatte Lily so sehr geweint. Doch das nicht nur, weil er nicht mehr auf dieser Welt war, sondern auch, weil sie sich selbst die Schuld fรผr seinen Tod gab. Wenn sie nicht durch die Gedankenรผbertragung Draco um Hilfe gebeten hรคtte, wรคre Felix erst gar nicht gekommen. Wenn sie bloรŸ schneller gewesen wรคre, als sie versucht hatte, sich in den Weg des grรผnen Strahles zu stรผrzen. Alles war ihre Schuld, egal wie sehr jeder versuchte, sie vom Gegenteil zu รผberzeugen.

Bei Felix' Begrรคbnis hatte sie sich bei Elena entschuldigt, welche sich die gesamte Woche komplett verschlossen und mit niemandem gesprochen hatte. Elena hatte ihr versichert, dass Lily keine Schuld hatte. Trotzdem hatte die Rothaarige ein unglaublich schlechtes Gewissen. Wegen ihr hatte Elena ihren Zwillingsbruder verloren.

Lily saรŸ auf einem Thestral und nutzte ihre ganze Kraft, die Trรคnen zu unterdrรผcken. Im Normalfall hรคtte sie es genossen, auf so einem fantastischen Tier zu fliegen. Doch die Umstรคnde ermรถglichten dies nicht. โ€žAlles okay, Lily?", rief ihr Rosemary, die nach dem Ereignis von vor einer Woche sofort Lily und Dracos Heimreise organisiert hatte, zu.

Nein. Nichts war okay. Lily wusste nicht, ob sie jemals wieder โ€žokay" wรคre. Was allerdings sicher war, war, dass sie niemals wieder dieselbe Person sein wรผrde, wie, bevor sie auf schlimmste Weise gefoltert worden war und bevor ein guter Freund von ihr und ihr erster Schwarm wegen ihr gestorben war.

โ€žJa, alles gut", antwortete Lily trotzdem. Sie wollte nicht รผber ihre Gefรผhle reden. In letzter Zeit hatte sie versucht, Dracos Gefรผhlsunterdrรผckung, oder wie man es auch nennen wollte, nachzuahmen. Es war einfacher, als die vielen Fragen ehrlich zu beantworten.

Mitten in der Nacht erreichten die drei das riesige Schloss von Hogwarts. Lily hatte beinahe vergessen, wie atemberaubend der Anblick des Schlosses bei Nacht war. Sowohl die Sterne als auch die vielen Tรผrme des Gebรคudes spiegelten sich in dem pechschwarzen Wasser. Doch am schรถnsten war der Vollmond, der Lily heute besonders groรŸ erschien. Sein Licht sorgte dafรผr, dass Lilys Umgebung noch magischer wirkte, als sie es eh schon tat.

Mit einer sanften Landung kamen die Thestrale auf dem Boden auf, liefen noch ein paar Schritte weiter, da sie sich aufgrund des Schwungs nicht sofort bremsen konnten, bevor sie zu einem Stand kamen. Glรผcklich, endlich wieder einen festen Boden unter sich zu haben, stieg Lily ab. Sie erschrak, als plรถtzlich etwas Kleines an ihr vorbeilief. Als sie einen Blick nach unten warf, erkannte sie eine Ratte. Doch nicht irgendeine Ratte. Nein, das war Rons Ratte, Krรคtze.

Sofort rannte Lily dem Tier hinterher und schaffte, es zu fangen. Doch Krรคtze versuchte, sich aus ihrem Griff zu befreien. Lily nahm einen brennenden Schmerz wahr, als er in ihren Finger biss. โ€žAua!", rief sie und bekam so die Aufmerksamkeit von Draco und Rosemary.

โ€žWas?", fragte Draco. โ€žIch habe Rons Ratte Krรคtze gefunden, aber er hat mich gebissen", erzรคhlte Lily und versuchte dabei, Krรคtze so fest wie mรถglich zu halten.

โ€žDarf ich kurz?", bat Draco, nachdem er seinen Zauberstab zur Hand genommen hatte. Da sie keine Ahnung hatte, was er machen wollte, zuckte Lily mit den Schultern und nickte gleichzeitig.

โ€žPetrificus Totalus", murmelte ihr bester Freund, sodass Krรคtze sich nicht mehr bewegte.

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