Kapitel 94: Flucht
Trotz des Lähmungszaubers kann sich Kisame einigermaßen bewegen und pariert mit seinem Schwert einen Angriff von der Schlange, bevor er selbst zur Offensive übergeht. Ich habe fast vergessen, wie zäh dieser Kerl ist, denkt sich der Uchiha, als er das sieht. Als Pain bemerkt, dass die beiden fliehen wollen, will er ihnen hinterher rennen und befiehlt an Orochimaru gewandt: „Wir dürfen sie nicht entkommen lassen"
„Na...tut mir leid, werter Anführer...aber euer Gegner bin ich", murmelt der Hoshigaki und fängt etwas gequält an zu grinsen. Kurz bevor Itachi und Arturia hinter den Bäumen im Schutze der Dunkelheit verschwinden, flüstert die Magierin: „Danke, Kisame. Danke"
*****Flucht
Zwei Schatten huschen wie Geister durch die Dunkelheit. Das Laub knirscht und die Äste knacken unter ihren Füßen, während ihnen der kalte Wind entgegen peitscht. Langsam verdecken immer mehr graue Wolken den wunderschönen Nachthimmel. Immer mehr Tropfen fallen vom Himmel, weichen den Boden auf und durchnässen die zwei Flüchtenden bis auf die Knochen.
„Los! Wir müssen weiter!", drängt Itachi und rennt so schnell er kann, so gut es zumindest mit diesem Lähmungszauber geht, durch das Unterholz. Die Äste und Dornen, die ihm dabei seine sonst so makellose Haut zerkratzen, ignoriert er. Denn seine oberste Priorität ist es nun von hier zu fliehen und die Person in Sicherheit zu bringen, die ihm mehr bedeutet, als sein eigenes Leben.
Seine Verbündete, die anfangs immer noch etwas Widerstand geleistet hat, sieht das nun genauso, weswegen sie geschwind hinter Itachi her rennt. Als sie seine Wunden sieht, zieht sie kaum merklich die Augenbrauen zusammen und murmelt: „Ich werde es heilen" „Schon gut. Das sind nur ein paar kleine Kratzer. Wir sollten erstmal von hier verschwinden. Das ist wichtiger, Prinzessin", erwidert der Uchiha, während er mit seinem Sharingan immer mal wieder nach hinten blickt.
Nicht, dass ihnen unerwünschte Verfolger an den Fersen, wie zerkaute Kaugummis, kleben. Erleichtert atmet Itachi aus, als kein fremdes Chakra zu sehen ist. Also hat Kisame es doch geschafft ihnen so viel Zeit zu verschaffen, dass sie einen beträchtlichen Vorsprung haben.
Wenigstens ein kleiner Trost. Niedergeschlagen seufzt Arturia. Nicht nur die Tatsache, dass sie Kisame allein zurückgelassen haben, macht ihr zu schaffen. Auch, dass sie von diesem Ort nun verschwinden müssen.
Zwar wussten sie, dass sie das Dorf früher oder später verlassen müssen, allerdings haben sie nicht damit gerechnet, dass es so plötzlich und vor allem auf diese Art und Weise geschieht. Die Magierin hat nun nicht mal mehr die Möglichkeit ihren Vater oder Totto noch einmal zu sehen.
Durch ihre Unachtsamkeit übersieht ˋRi eine aus dem Boden herausragende Wurzel. Ihr Fuß verfängt sich in dieser, wodurch sie der Länge nach in den Dreck fällt.
Irgendwelche unverständlichen Flüche, nuschelt sie in ihren nicht vorhanden Bart, als der Uchiha sich zu ihr hin kniet. Mit einem Ruck zieht er ˋRi zu sich hoch auf die Knie und mustert sie eine Zeitlang. In ihren sonst so geschmeidigen Locken, die ihr wie Seide über die Schultern fallen, klebt Matsch. Hin und wieder tropft ihr etwas davon von den Haarspitzen.
Auch ihre für gewöhnlich rote Kleidung ist nun von einer Schicht Dreck bedeckt. Ihre Arme, sowie ihre Beine sind durch den Sturz etwas aufgeschürft und in ihrem Gesicht sind ebenfalls Spuren von Schmutz. Seufzend wischt er ihr mit seinem Daumen etwas von diesem aus dem Gesicht, bevor er seinen einen Arme um ihrem Rücken schlingt, während er mit seinem anderen unter ihre Kniekehlen fährt.
Geschwind steht er danach wieder auf und läuft weiter, die protestierende Stimme seiner Verbündeten dabei überhörend. Kurz blinzelt er zu ihr runter und sagt leise: „So sind wir schneller, Prinzessin. Außerdem kannst du dich dadurch etwas ausruhen"
„Ich wurde aber nicht im Gegensatz zu dir von dem Zauber getroffen. Genau genommen solltest du dich ausruhen und ich sollte dich tragen", erwidert die Magierin trotzig, lehnt aber dennoch ihren Kopf gegen seine Brust und schließt erschöpft ihre Augen. Enger drückt er seine Verbündete an sich und murmelt belustigt:
„Dafür bin ich wohl etwas zu schwer für dich, Prinzessin. Und außerdem bin ich nicht so leicht aus der Bahn zu werfen. Ein Zauber wirft mich nicht so schnell um und so lange ich noch atmen kann, werde ich dich beschützen" „Du sturer Dickkopf.."
Das Grinsen auf seinen Lippen wird breiter, als er erwidert: „Musst du gerade sagen, Prinzessin" Auch auf Arturia's Lippen schleicht sich ein schmunzeln, welches allerdings verstirbt, als ihr eines wieder einfällt: „Wir müssen zurück zum Dorf"
„Was? Wieso denn das jetzt?", will er verwundert wissen, während er sein Lauftempo etwas verringert. Fast schon verzweifelt schaut die Magierin auf und erklärt: „Der Brief meiner Mama ist noch in Tsubomi. Genauso wie die Schnipsel des Alten! Wir müssen sie holen!"
„Das können wir nicht. Dann würden wir den Vorsprung, den wir gegenüber Orochimaru und Pain haben, verlieren und Kisame hätte uns ganz umsonst den Rücken frei gehalten", kommt es nur ernst von Itachi. Auch wenn er zu gerne will, kann er seiner Verbündeten diese Gefallen nicht tun.
Das Ganze birgt einfach ein zu hohes Risiko. Arturia allerdings sieht das wohl ganz anders, weshalb sie mit ihren Fäusten leicht gegen seine Brust schlägt und empört auf ihrer Meinung beharrt: „Wir müssen zurück! Dieser Brief ist das einzige, was ich von Mama habe und in diesem Gedicht von dem Alten steckt vielleicht noch eine Botschaft, die uns weiterhilft!"
„Es tut mir leid, aber wenn wir jetzt umdrehen unterschreiben wir nur unser Todesurteil, denn weder bin ich, noch bist du in der Verfassung gegen so starke Gegner zu gewinnen. Mein Stirnband ist auch noch da und das ist das einzige, was ich von meinem Heimatdorf habe.
Dein Vater wird das alles schon finden und gut drauf acht geben, nachdem Kisame ihnen alles erklären wird, warum wir so schnell gehen mussten", versucht der Uchiha seine Verbündete weiter zu überzeugen und vor allem zu beruhigen, bevor er wieder an Tempo zu legt.
Bei seinen Worten horcht sie auf, während sie ihre Fäuste sinken lässt und fragt: „Du denkst wirklich, dass Kisame überlebt haben könnte?" „Dieser Kerl ist zäher als er aussieht. Und er sieht schon verdammt zäh aus. Also Ja, er lebt", lügt der Uchiha, während ihm gleichzeitig die Worte: „Er ist tot" im Kopf herum spuken.
Denn ihm ist klar, dass Kisame gegen solche Gegner und das auch noch in geschwächter Form durch den Zauber, nicht gewinnen kann. Und da Pain keine Verräter laufen lässt, ist der Schwertkämpfer in diesem Moment wahrscheinlich schon nicht mehr am Leben und liegt irgendwo verstümmelt in einem Graben.
Bei diesem Gedanken zieht sich Itachi's Herz kurzzeitig zusammen. Auch wenn er meist abweisend und kalt zu Kisame war, so war dieser immer irgendwie einfühlsam und nett zu ihm gewesen.
Seufzend schüttelt er kaum merklich den Kopf, um sich wieder auf das hier und jetzt zu fokussieren. Denn das in Erinnerung schwelgen bringt weder Kisame zurück, noch beschützt es seine Prinzessin. Also muss er jetzt stark sein und weiter laufen.
*****
Wie lange er schon läuft, weiß er nicht. Das einzige, was er weiß ist, dass seine Kräfte beinah völlig ausgeschöpft sind. Sowohl er, als auch sein Chakra ist am Ende und mit jedem Schritt, den er geht, spürt er das Brennen der vielen Kratzer und Schnittwunden durch die Äste und Dornen und wie sich seine Kraft immer mehr von ihm verabschiedet.
Der Regen hat währenddessen nicht nach gelassen. Ganz im Gegenteil sogar hat sich das ganze zu einem richtigen Sturm zusammen gebraut. Nur schwer kann Itachi den Weg vor sich erkennen. Umso besser prägt er sich sein Umfeld ein, als ein Blitz hin und wieder die Gegend belichtet, welches von markerschütterndem Grollen gefolgt wird.
Immer, wenn dieses zu hören ist, spannt sich seine Verbündete etwas an, weswegen er sie schnell etwas enger an sich drückt. Jedes Mal, wenn er ausatmet, bildet sich ein kleines Wölkchen vor seinem Mund, welches sich kurz darauf wieder auflöst.
Die Temperaturen sind wahrlich eisig und das niederprasselnde Wasser zusammen mit dem stürmischen Wind, tut ihr Übriges. Durchgefroren und mit blau angelaufener Lippe stapft er weiter. In seinen Armen hält er seine vor Kälte zitternde Verbündete, die vor Erschöpfung eingeschlafen ist.
Seinen Mantel hat er ausgezogen und diesen um seine Verbündete gelegt, damit wenigstens sie es etwas wärmer und trockener hat. Missmutig schaut Itachi zum Himmel empor. Wenn er nicht bald einen Unterschlupf findet, so werden sie womöglich erfrieren. Ein Feuer kann er bei dem Regen wahrscheinlich höchstes in einer Höhle oder ähnliches entfachen.
Kurz blickt der Uchiha herunter zu seiner Verbündeten, wie sie mit dem Kopf an ihn gelehnt schläft und irgendetwas unverständliches dabei murmelt. Allein das reicht aus, um dem Schwarzhaarigen ein Lächeln auf die blauen Lippen zu zaubern.
Neue Zuversicht und Kraft durchflutet seine Adern, als er sich den Wunsch vor Augen führt seine Prinzessin in Sicherheit und Wärme zu wissen. So läuft er tapfer weiter und trotzt Wind und Wetter auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht und tatsächlich wird er nach rund zehn Minuten fündig.
Nachdem er den Wald hinter sich gelassen und eine Wiese überquert hat, kommt er nun an eine kleine steinige Berglandschaft. Überglücklich lächelt Itachi, als er endlich eine kleine mickrige Höhle entdeckt. Geschwind kratzt er seine letzten Kraftreserven zusammen und rennt dorthin.
Da die Höhle so niedrig ist, muss er gebückt stehen, was ihn allerdings auch nicht weiter stört. Vorsichtig setzt er seine Verbündete ab, weswegen sie müde ihre Augen öffnet und mit kratziger Stimme fragt: „Wo sind wir...?" „In Sicherheit. Vorerst. Wo wir genau sind, weiß ich nicht...in irgendeiner Höhle...Aber du solltest dich erst einmal ausruhen...", erwidert der Uchiha, während er ihr eine verklebte Haarsträhne hinters Ohr streicht.
Mühsam richtet sich die Magierin nach seinen Worten auf, bevor sie zu ihm hin kraxelt, sich an ihn lehnt und ihren Mantel um sich und ihren Verbündeten schlingt. Müde lächelnd drückt sei ihm mit ihren eiskalten Lippen einen Kuss auf die Wange, bevor sie leise murmelt: „Du solltest dich auch ausruhen. Sieh dich doch nur mal an.." „Hey, Ich sehe gut aus, klar?", witzelt Itachi gequält grinsend, während er seine Arme um sie schlingt und sie näher an sich drückt.
Belustigt schnaubt sie einmal, bevor sie ihm erschöpft in die Augen schaut und weniger überzeugt murmelt: „Selbst ein Blinder würde dir da widersprechen. Du siehst beschi...bescheiden aus, du drittklassiger Typ...also ruh dich aus. Ich habe auf den ganzen Weg hierhin geschlafen...bin ausgeruht und jetzt bist du dran.
Ich halte wache, passe auf uns auf und kümmere mich um ein Feuer, Tachi"
❤︎——to be continued——❤︎
Hii!
Eine ganz schön schwere Zeit für die beiden, nicht wahr?
Kirai: *lacht sich bereits das gesamte Kapitel über schlapp* PAHAHAHHAA Da ist dieser Dummkopf wirklich in den Matsch gefallen! Die hat bestimmt voll dumm geguckt! (ᗒᗜᗕ)՛̵̖
...Dein Mitleid ist wirklich herzerwärmend...
Arturia: *Augenbraue zuck* Klappe!!! Du verblödeter Kirai-Köter!
Ey! Keine Beleidigung hier!
*nuschelt*
Wartet wenigstens bis das Kapitel vorbei ist...
Arturia: *schärft schonmal ihre Waffen und bereitet einige Zauber vor* Dann mach mal hin und beende das hier!
Jaja...aber sag mal, wo ist Itachi eigentlich?
Arturia: Der musste iwie seinem Bruder die Windeln wechseln
Seinem Bruder?
Ist der nicht mittlerweile schon um die 13?
Arturia: *lässt das Schwert kurz sinken* Frag mich nicht. Ich dachte bis heute, dass Sasuke ein Mädchen ist und Tachi eine Schwester hat, bis Itachi irgendwas von Bruder faselte.
Hehe, ja Huch x3
Wie dem auch sei, weiter geht's beim nächsten Mal!
Also dann, tschüssi
Hiyori♡
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