Kapitel 83: Wieso bin ich so ein idiotischer Idiot? Mal wieder...

„Kennst du Shouta Gankona? Er soll einst mit der ehemaligen stärksten Kriegsmagierin zusammen gewesen sein. Wenn ja, weißt du, wo er sich momentan aufhält?", fragt die Magierin sofort, während sie hoffnungsvoll die Daumen drückt. Kurz überlegt Kano, bevor er überrascht die Augenbrauen hochzieht und auf ihre Frage antwortet.

Doch mit dem, was er ihr nun sagt, hätte sie nie gerechnet:

„Klar kenne ich ihn. Du müsstest ihn auch kennen. Sein vollständiger Name lautet allerdings anders. Shouta ist bloß sein Zweitname, den er nur selten nutzt.
Für gewöhnlich nennt er sich einfach Kaito und lebt hier. Also mit vollständigem Namen heißt er Kaito Shouta Gankona. So und jetzt wo du deine Informationen hast, auf Nimmerwiedersehen!"

*****Wieso bin ich so ein idiotischer Idiot? Mal wieder...

Überrascht weiten sich die Augen der Magierin, während ihre Kinnlade den Boden küsst. Mit einer Feder könnte man sie jetzt erschlagen, so hat sie das Ganze nun überrumpelt. Denn sie hat mit allem gerechnet, aber nicht damit.

Kaito soll ihr Vater sein?

Wieso hat er nichts zu ihr gesagt? Immerhin wusste er doch ganz klar, dass sie seine Tochter ist. Spätestens nachdem sie sagte, dass sie die Tochter von Taiyō ist!

Verständnislos schüttelt sie den Kopf und dreht sich zu Itachi. Einen Vorteil hat das ja schon. Immerhin muss sie ihn ja jetzt nicht mehr großartig suchen. Gerade, als ˋRi den Mund öffnet, um etwas zu ihrem Verbündeten zu sagen, muss sie überrascht feststellen, dass Itachi gar nicht mehr da ist.

Schnell dreht sie sich wieder zu Kano, doch auch er ist auf einmal verschwunden. Spielen jetzt alle verstecken, oder was, fragt sich Arturia mit hochgezogener Augenbraue, bevor sie geschwind murmelt: „Dōmeikuni" Sofort schießt ihr der genaue Standpunkt ihres Verbündeten durch den Kopf.

Arturia's Sicht:

„Dōmeikuni", nuschele ich, wodurch ich in Sekundenschnelle die Position des Uchiha's kenne. Er sitzt anscheinend in unserem Zimmer auf dem Bett. Was macht er denn da? Interessiert es ihn etwa nicht? Ist es ihm so egal, dass er keine Lust mehr hat da zu stehen?

Geknickt stapfe ich die knarzenden Stufen hoch und will unsere Zimmertür aufmachen, stutze allerdings, als ich merke, dass diese abgeschlossen ist. Warum sperrt er mich denn jetzt auch noch aus? Da ich nicht ganz verstehe was jetzt los ist, klopfe ich an der Tür und frage: „Tachi? Liebling? Ist alles in Ordnung bei dir?"

Stille.

Mit zusammen gezogenen Augenbrauen konzentriere ich mich nun auf seinen Gefühlsstand und muss feststellen, dass er aus irgendeinem Grund enttäuscht ist. Warum nur? Kopfschüttelnd hämmere ich nun etwas energischer gegen die Tür und rufe: „Itachi! Mach die Tür auf! Ich weiß, dass du dadrin bist!" „Ich weiß, dass du das weißt", ist das Einzige, was ich als Antwort bekomme und langsam aber sicher werde ich wütend.

Dieser drittklassige Typ kann mich doch nicht einfach so aussperren! Wofür überhaupt? Warum spielt dieser Ninja Futzi beleidigte Leberwurst, während etwas so wichtiges ans Tageslicht kommt. Seit Monaten suchen wir nach meinem Vater und jetzt wo der Moment der Entscheidung kommt, verpieselt der sich? Was denkt der sich?!

Mit dem Fuß hole ich aus und trete einmal so fest ich kann gegen die Tür. Natürlich gibt die Tür nicht nach und das einzige, was schaden davon trägt ist mein Fuß, den ich mir nur fluchend halte, bevor ich wütend frage: „Was ist los bei dir? Wieso hast du mich alleine gelassen?"

„Wolltest du nicht, dass ich mich daraus halte?", erwidert Itachi ebenso aufgebracht.

Dass er mich jetzt so anmacht, macht mich noch wütender, weswegen ich keife: „Damit meinte ich aber nicht, dass du dich aus dem Staub machen sollst, verdammt! Lässt mich einfach alleine in so einer Situation! Und dann laberst du was von Liebe!"

Itachi's Sicht:

Mit einem Apfel in meiner Hand sitze ich auf meinem Bett, nachdem ich mich von unten zurückgezogen habe. Meine Verbündete hat es nicht einmal bemerkt, was mir wieder einen Stich mitten ins Herz versetzt. Wir wollten doch alles zusammen machen. Alles zusammen durchstehen. Und was macht sie?

Ich will sie beschützen und für sie da sein und sie sagt ‚Halt dich daraus'

Den Apfel in meiner Hand drehe ich ein paar mal, bevor ich einen großen Bissen abbeiße und missgelaunt drauf herum kaue. Fast verschlucke ich mich, als es an der Tür klopft und die Stimme von der Person ertönt, die ich jetzt absolut nicht sehen möchte. Gleichzeitig verspüre ich eine unfassbar große Sehnsucht und würde sie am liebsten sofort in den Arm nehmen.

Wie paradox ist das denn?!

Ich bin wütend und will sie nicht sehen, gleichzeitig zerreißt es mich fast, dass ich nicht bei ihr bin. Da ich auf ihre ersten Worte nicht reagiert habe, klopft sie erneut, nur diesmal nicht so zaghaft, während sie überraschend wütend ruft: „Itachi! Mach die Tür auf! Ich weiß, dass du dadrin bist!"

Kann es sein, dass sie denkt, dass ich verblödet bin? Natürlich ist mir klar, dass sie weiß wo ich bin. Wo soll ich auch sonst sein außer in unserm Zimmer? Bei diesem behinderten Wetter, welches draußen tobt, latsche ich da doch nicht rum!

Und reinlassen soll ich sie? Pff..mit Sicherheit nicht! „Ich weiß, dass du das weißt", ist daher das einzige, was ich erwidere, bevor ich den Apfel etwas stärker umfasse, während ich reinbeiße.

Ich muss mich unbedingt beruhigen...normalerweise rege ich mich nur selten auf...jetzt sollte ich auch ruhig bleiben.

Wieder verschlucke ich mich allerdings, als ein lautes Knallen, gefolgt von Gefluche ertönt. Dieses Mädchen hat jetzt nicht wirklich gegen die Tür getreten oder? Während ein Teil in mir sich wieder Sorgen um ˋRi macht, schreit ein kleiner Teil in mir: „Verdient!"

Kopfschüttelnd höre ich ihren nächsten Worten zu: „Was ist los bei dir? Wieso hast du mich alleine gelassen?" Wieder umfasse ich den Apfel etwas stärker. Was denkt sie eigentlich? Den aufkommenden Ärger schlucke ich runter, als ich so ruhig wie möglich versuche zu antworten: „Wolltest du nicht, dass ich mich daraus halte?"

Zugegebenermaßen hat das ruhig bleiben nicht wirklich funktioniert...Egal, was soll's.

So drehe ich das angebissene Obst in meiner Hand und suche mir eine neue Stelle, in die ich reinbeißen kann. Abrupt erreicht meine Laune allerdings den absoluten Nullpunkt, als ich sie aufgebracht rufen höre: „Damit meinte ich aber nicht, dass du dich aus dem Staub machen sollst, verdammt! Lässt mich einfach alleine in so einer Situation! Und das laberst du was von Liebe!"

Zweifelt sie etwa gerade meine Liebe an?

Die Wut zurückzuhalten klappt nicht länger. Meine Augenbraue fängt an zu Zucken, während ich meine Zähne zusammen beiße.

Den Apfel in meiner Hand zerdrücke ich, der darauf in viele Teile zerspringt, während ich binnen Sekunden vor der Tür stehe. Mit einem kräftigen Ruck reiße ich diese auf, nachdem ich das Schloss geöffnet habe. Erschrocken stolpert Arturia zurück, die anscheinend nicht damit gerechnet hat, dass ich jetzt plötzlich so schnell vor ihr stehe.

Doch das interessiert mich nicht. Die ganze angestaute Luft lasse ich raus, indem ich nicht gerade leise keife: „Spinnst DU? Ich habe mir fast in die Hose gemacht, als dieser Typ sein Schwert gezogen hat und hätte mich lieber selbst in die Klinge geworfen, als dass er dir auch nur einen Zentimeter zu nah kommt! Und WAS? Und WAS machst DU?!

Schiebst mich zur Seite und sagst ich soll mich raushalten! Und als wäre DAS nicht schon genug gehst du zu IHM hin und lässt dir die KLINGE von diesem Penner an deinen Hals drücken!! Ich habe mir verdammt nochmal Sorgen gemacht! Mal ganz davon abgesehen, dass wir gesagt haben, dass wir alles zusammen durchstehen!

Versprochen haben wir uns, dass wir ALLES zusammen regeln werden! Aber NEIN! DU musst es ja ALLEIN regeln!
WIE kannst DU es wagen dich in MEINE Vergangenheit einzumischen, wenn ICH mich bei DEINER raushalten soll?! Und ich bin der, der von Liebe LABERT? Vielleicht sollte ICH ja mal DEINE sogenannte Liebe anzweifeln, ARTURIA!"

Mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund schaut mich meine Verbündete an, während ich spreche. Naja, wohl eher schreie. Als ich alles gesagt habe, was ich zu sagen habe, schaue ich sie wütend und mit zusammen gezogenen Augenbrauen an. Langsam fängt ihre Unterlippe an zu zittern, während ihre Augen anfangen feucht zu glänzen.

Schweratmend funkele ich sie noch einen Moment an, bevor ich die Zimmertür vor ihrer Nase zuhaue und zurück zum Bett stapfe. Dort lege ich mich hin und decke mich missgelaunt zu. Soll sie doch in einem anderen Zimmer schlafen! Ich will jetzt alleine sein!

Es hat wirklich gut getan alles mal raus zulassen. Meine Laune hat es zwar nicht gebessert, aber wenigstens habe ich gesagt, was mir auf dem Herzen liegt.

Ein Schluchzen lässt mich jedoch aufhorchen und sofort sitze ich aufrecht im Bett. Stark muss ich schlucken, als ich höre, wie meine Prinzessin anfängt bitterlich zu weinen. Mein Herz zerreißt es und mit jeder Sekunde plagt mich ein größeres schlechtes Gewissen.

Am liebsten würde ich sie jetzt in den Arm nehmen und um Entschuldigung bitten. Ich hätte nicht so mit ihr sprechen dürfen...ich hätte das ruhig und gesittet mit ihr klären sollen...ich bin ein dummer idiot...

Doch keinen Muskel bewege ich. Und warum bewege ich keinen Muskel? Weil ein kleiner Teil in mir immer noch wütend auf sie ist. Und dieser kleine Teil in mir dominiert wohl jetzt...wieso bin ich so ein idiotischer Idiot? Mal wieder...

❤︎——to be continued——❤︎
Hii!
Oh je, oh je...Zwischen den beiden herrscht jetzt wohl ordentlich dicke Luft :(

Arturia: *weint*(˃ ⌑ ˂ഃ )

Itachi: *dreht sich mit zitternder Unterlippe weg*('∩`。)

Moment! Kein Grund eure Beziehungsprobleme hier hin zu übertragen!

Arturia: *weint immer noch* I-Itachi ist ein Idiot!!(˃ ⌑ ˂ഃ )

Ich weiß....

Itachi: Arturia ist ein genauso großer Idiot!('∩`。)

Ich weiß...und aus diesem Grund beende ich hier auch das Kapitel.
Vielleicht vertragt ihr euch beim nächsten Mal ja wieder!
Also dann, tschüssi
Hiyori

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