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Heute morgen schaffe ich es absolut nicht aus dem Bett. Unerträgliche Rückenschmerzen plagen mich. Die gefühlt immer stärker werden und meine Füße tun weh, wenn ich lange stehe.

Am besten fühle ich mich, wenn ich liege, ob nun auf der Seite oder auf dem Rücken. So belaste ich meine Knochen am wenigsten.
Alles tut weh, drehe ich mich auf die andere Seite, stoße ich ein schmerzhaftes Stöhnen aus. "Tae... Ich schaffe es nicht..." Weinerlich und flehend gucke ich ihn an.

In seinen Augen blitzt Besorgnis auf, fährt mit seiner Hand unter mein T-Shirt und streichelt meinen Bauch zart. "Was hast du denn, Baby?"

"Rückenschmerzen... Bauchschmerzen... Kopfschmerzen... Und ich bin so müde.", jammer ich. "Ich will liegen bleiben, bitte..." Flehend schaue ich ihn an, ehe er zustimmt. "In diesem Zustand scheuche ich dich sicher nicht aus dem Bett und noch weniger lasse ich dich unbeaufsichtigt."

Dankend schenke ich ihm ein schmerzverzerrtes Lächeln, kuschel mich wieder an seine Brust, die so viel Wärme spendet. "Nicht, dass unsere Prinzessin jetzt schon kommen möchte.", murmelt der Erwachsene nachdenklich.

Ich schüttel übermüdet den Kopf. "Das ist noch zu früh, Tae." Dass unsere Tochter jetzt schon kommen möchte, ist sehr unwahrscheinlich. Natürlich habe ich keine Ahnung, wie sich zum Beispiel Vorwehen anfühlen. Aber ich vermute, dass es immer wieder kleine Drucke sind, die ab und zu am Tag eintreten, aber nicht sehr schmerzhaft sind.

Ich dagegen habe nur Rückenschmerzen, die von dem schweren Gewicht kommen. "Ich weiß ja nicht... Wir sollten lieber zum Arzt."

"Jetzt mach dich nicht verrückt, Tae. Ich weiß genau, wann sie kommen wird und das ist definitiv nicht jetzt oder morgen.", grummel ich und schließe die Augen. Ich will einfach nur schlafen, sodass das negative Gefühl schnell weg geht.

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Ich habe lange gebraucht, bis ich wieder den Schlaf gefunden habe, aber als ich am Mittag wieder aufwache, fühle ich mich deutlich besser - würde mein Magen nicht so stark grummeln. Noch etwas schlafgetrunken stelle ich fest, dass mein Freund nicht mehr neben mir im Begt liegt, weshalb ich in die Küche schlendere.

Dort finde ich sogleich die Brüder und Hyung wieder, die gerade am Mittagessen sind. "Essen!", quieke ist plötzlich hellwach und setze mich dazu, um ganz viel von dem leckeren Essen auf meinem Teller zu befördern.

Jin schmunzelt über meine Euphorie. "Lass es dir schmecken, Kleiner."

"Danke, Hyung!"

"Ich bin schockiert, Baby! Du kommst nach Stunden endlich her und dann gibst du mir gar keinen Kuss? Lieber bekommt das Essen deine Aufmerksamkeit?", jammert plötzlich Tae beleidigt. Manchmal frage ich mich, wer eigentlich die erwachsene Person von uns ist. "Tut mir leid, Tae. Unsere Tochter und ich hatten einfach so unglaublichen Hunger, dass wir das als wichtiger empfunden haben."

Leise kichere ich, weil er nun die Augenbraue in die Höhe zieht, aber dann küsse ich ihn kurz. Aber nur kurz - er hat gar keine Möglichkeit zu erwidern, denn da habe ich mich schon wieder gelöst und mich meinem Essen gewidmet.

Wenig später sitzen wir alle gemeinsam auf dem Sofa und gucken einen Film, da es draußen wie aus Eimern regnet. Ich mag solches Wetter überhaupt nicht, da kann man einfach nichts machen.

Ich liege gemütlich eingekuschelt auf der Couch, sodass ich meine Füße entspannt ausstrecken kann und tatsächlich erneut kurz davor bin, wegzudösen. Aber dieses Mal macht der zukünftige Vater einen Strich durch die Rechnung, denn er zieht mit einem Zuck mein Oberteil hoch, sodass man den großen Babybauch sehen kann.

"Was wird das?", frage ich kritisch und gucke ihm dabei zu, wie er eine Creme öffnet und sie auf diesem verteilt. "Ich creme deinen Bauch wieder ein, wie du siehst. Also lehne dich zurück und entspanne dich." Er beugt sich vor und küsst zärtlich meine Stirn.

Wohlig seufze ich und genieße die sanfte Massage. Bis ich plötzlich einen unangenehmen Tritt spüre. Erschrocken reiße ich die Augen auf und sehe alamiert von mir herunter. "Hast du das gesehen, Kookie?" Tae scheint ebenfalls genauso schockiert zu sein. "Was war das...?"

Tae streichelt nochmal über die Stelle und erneut siehem wir und ich spüre es zudem, einen Tritt. Überrascht keuche ich auf, bis ich realisiere, was das zu bedeuten hat. "Sie hat gerade getreten, Tae!"

"Was? Wirklich?"
Ich nicke. "Mach das nochmal, sie spürt deine Berührungen.", lächel ich und Tae tut genau das. Wieder erkennt man kurzzeitig einen kleinen Tritt. "Oh mein Gott..."

Ich lächel meinen Freund an, der hin und weg ist. "Sie weiß, dass ihr Vater in der Nähe ist. Sie spürt es...", hauche ich, lege meine Hand neben seine und wieder tretet sie dagegen. Es ist einfach atemberaubend schön. In Momenten wie diesen oder bei Untersuchungen wird mir immer erst klar, dass gerade wirklich ein Lebewesen in meinen Körper heranwächst, das ich bald in meinen Armen halten kann. 

"Aii das ist so süß. Habt ihr euch eigentlich schon einen Namen überlegt?", fragt Jin Hyung, der ebenfalls gespannt die Tritte beobachtet. Tae und ich tauschen schnell Blicke aus, ehe wir langsam den Kopf schütteln.

"Ehrlich gesagt, haben wir uns darüber noch keine Gedanken gemacht... Habt ihr vielleicht Vorschläge?"
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Namenvorschläge sind herzlich willkommen~

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