💔🥀𝕊𝕖𝕧𝕖𝕟🥀💔

Gähnend betrat der Ex-Soldat die Küche und begab sich zielgerade auf die Kaffeemaschine zu, welche nach dem einschalten erst ein Brummen von sich gab, bevor sich die Tasse endlich mit der dunklen Flüssigkeit füllte. Er war noch furchtbar erschöpft und spielte bereits mit dem Gedanken, sich einfach wieder ins Bett zu legen, denn er hatte in der vergangenen Nacht kein Auge zu gemacht. Bucky konnte es sich selbst nicht erklären, doch du warst ihm die gesamte Nacht kein einziges Mal aus dem Kopf gegangen. Diese Ahnungslosigkeit über deine Mission machte ihn fast wahnsinnig, er wollte unbedingt mehr über deine Mission erfahren. Wo du dich aufhältst, was du zu tun hast, wer deine Mission ist und vor allem, ob du dich dabei verletzen könntest. Bucky hatte wirklich einen Narren an dir gefressen und absolut keine Ahnung davon, wieso er das hatte. Er wusste ganz genau, dass du ihn abgrundtief verabscheust und keine Sekunde davor zögern würdest ihn umzubringen, wenn du die Chance dazu hättest, und doch, wollte er dich unbedingt kennenlernen. Es nervte ihn extrem, dass er es sich nicht selbst erklären konnte und vor allem, dass es keine Hoffnung dafür gab, dass er sich dir jemals nähern könnte.

,,Guten Morgen." Riss ihn eine leise Stimme aus den Tiefen seiner Gedanken, weshalb er sich in die Richtung des Einganges der Küche drehte und dort die kleine S/N entdeckte, die gerade mit nackten Füßen die Küche betrat, während sie ihr linkes Auge rieb. Unter ihrem rechten Arm befand sich ein hellbrauner Stoffhund mit langen Schlappohren und riesigen Glubschaugen, was Bucky ein kleines Schmunzeln auf die Lippen legte. Gähnend setzte sie sich an den Küchentisch und schloss für einen kurzen Moment ihre Augen, weshalb Bucky davon ausging, dass die kleine jeden Moment wieder einschlafen würde.

,,Hast du gut geschlafen?" Fragte er sie mit ruhiger Stimme, darauf bedacht, sie nicht zu erschrecken. Während S/N ihre schweren Augenlider öffnete, griff der ältere nach seiner vollen Tasse und nahm einen kleinen Schluck von dem heißen Getränk. Ein leichtes Nicken bejahte seine Frage, weshalb er dem Mädchen ein Lächeln schenkte, bevor seine Gedanken unverzüglich wieder zu dir wanderten. Ob du vielleicht schon da warst?

,,Ist deine Schwester noch am schlafen?" Fragte er S/N und stellte ihr zeitgleich eine Tasse, Kakaopulver und Milch vor die Nase, damit sie sich einen Kakao machen könnte.

,,D/N ist noch nicht zurück." Antwortete sie erneut gähnend und begann ihre Tasse mit dem braunen Pulver zu füllen, währenddessen sah Bucky in die Richtung eures Zimmers, in welchem du eigentlich sein solltest. Wer weiß wie lange deine Mission noch dauert, vielleicht würdest du auch erst heute Abend zurückkommen. Die Chance nutzend, dass du nicht da warst, begann Bucky mit deiner Schwester zu frühstücken und lernte sie dabei ein wenig besser kennen, er wusste nun, dass S/N ein riesiger Katzen-Fan war, die Farben des Regenbogens mochte, sich gerne die feuchten Haare nach dem waschen von jemandem kämmen ließ und sie eines Tages unbedingt in die Berge fahren möchte, weil sie sie so faszinierend findet. Außerdem erfuhr er, dass sie es hasst lange zu baden, weil ihre Haut dann immer ganz schrumpelig wird. Darüber hinaus hatte sie eine Abneigung gegen bestimmtes Gemüse und Spinnen, sowie gegen Bienen und alles was sie stechen könnte. Bucky musste ununterbrochen lächeln, als er ihr so zuhörte. Es freute ihn sehr, dass sie die typischen Wünsche eines Kindes und auch die natürlichen Abneigungen hatte, anstatt vor etwas, das man mit Hydra in Verbindung bringen könnte. Er wollte sich gar nicht vorstellen wie schwer es für S/N gewesen sein musste, er wusste schließlich aus eigener Erfahrung wie schwer und beängstigend es in dieser Organisation sein konnte. Die beiden unterhielten sich noch etwas länger, wobei sich Sam irgendwann zu ihnen gesellte und ebenfalls eine Kleinigkeit zu sich nahm. Nach nur wenigen Minuten stießen auch die anderen allmählich zu ihnen, was S/N riesig zu freuen schien, denn sie begann sich mit absolut jedem zu unterhalten. Wirklich keiner kam mehr aus der Küche heraus, ohne sich zuvor mit ihr unterhalten zu haben. S/N war wirklich ein typisches Kind, sie war neugierig und wollte absolut alles wissen. Von Tony wollte sie zum Beispiel erfahren, weshalb man ihn ,,Iron Man" nennt, woraufhin er ihr so gut er konnte von seinen Anzügen erzählte, wobei er ihr am Ende des Gesprächs versprechen musste, sie irgendwann mit in seine Werkstatt zu nehmen und ihr seine Anzüge zu zeigen. Von Bruce wollte sie wissen wie es war, der große Hulk zu sein. Von Natasha wie sie zu einer Agentin wurde und von Wanda wie es sich anfühlt Kräfte zu besitzen, so wie sie von Sam wissen wollte, ob es schwierig war zu fliegen. Bucky und Steve hingegen wurden von ihr am meisten ausgequetscht, sie hatte über Steve schon vieles in Comics gelesen und musste sich daher einige Aussagen aus dem Heft von ihm bestätigen lassen, wobei auch sehr viel Unsinn über ihn darin stand.

,,Ähm, Leute.." Kam es plötzlich von einer Stimme aus dem Wohnzimmer, die die Aufmerksamkeit aller auf sich zog. Clint, der heute von seiner Familie zurückgekehrt war, da er mit Natasha trainieren wollte, stand in der Nähe des Aufzuges und deutete mit einer seiner Hände auf diesen.

,,Ich glaube unser neues Mitglied hat etwas zu tief ins Glas geschaut." Teilte er ihnen mit, weshalb sie ihn zunächst alle sehr verwirrt ansahen, bevor sie zusammen die Küche verließen und nur kurz darauf gemeinsam in den Aufzug blickten. Der Anblick, der sich ihnen bot, war irgendwie belustigend, aber auch unvorstellbar traurig. Du saßt in der Ecke des Fahrstuhls auf dem Boden, mit dem Rücken und dem Hinterkopf an die Wand gelehnt, die Augen geschlossen und eine fast leere Wodkaflasche in deiner Hand haltend. Du sahst furchtbar aus. Deine Kleidung war mit Blut bedeckt, ob es deines war, ließ sich in diesem Moment noch nicht deuten. Deine Augen leicht angeschwollen, als ob du mehrere Stunden geweint hättest und deine Haare streckten sich in alle Richtungen. Ganz gleich, um was es bei dieser persönlichen Mission ging, sie war dir auf keinen Fall leicht gefallen. Für einen kurzen Moment tauschten Wanda und Natasha einen vielsagenden Blick miteinander aus, bevor sich Wanda zu deiner Schwester in die Küche begab und Natasha sich vor dich auf den Boden setzte. Wanda wollte deine Schwester von dem Geschehen ablenken, da sie nicht wollte, dass S/N dich so sah. Du warst ganz offensichtlich S/N's Vorbild, deshalb sollte sie dich auf keinen Fall so sehen.

,,Hey..hey D/N, wach auf." Schlug Natasha dir leicht auf deine Wange, was dich nach ein paar Sekunden mit dem ganzen Körper extrem zucken ließ, bevor du langsam deine schweren Augenlider öffnest. Du musstest einige Male blinzeln um dich an das Helle Licht des Fahrstuhls zu gewöhnen, wobei es dennoch ein Brennen hinterließ. Noch mitten im Rausch befindend, wanderte dein Blick langsam durch den Fahrstuhl und über die vielen Personen, wobei dir die Avengers an deinem Blick deutlich ansahen, dass du dich gerade in deiner ganz eigenen Welt aufhieltst. Du warst vollkommen betrunken, kein Wunder, nach einer Flasche Wodka. Wer weiß, ob du jemals zuvor schon einmal Alkohol getrunken hast.

,,Wieso hast du so viel getrunken?" Zog sie mit ruhiger Stimme deine Aufmerksamkeit auf sich, während sie dir vorsichtig die Glasflasche aus der Hand nahm und sie zur Seite stellte. Ein paar Minuten sagtest du gar nichts, dein Blick galt nur dem Boden vor dir, doch die Anwesenden spürten, dass dich irgendwas bedrückt.

,,Ich bin...Frustriert." Seufzt du leise und blickst weiter zu Boden, die volle Aufmerksamkeit der anderen bekommend. Sie alle wollten ganz genau hören, was du zu sagen hattest, denn es könnte endlich ein kleiner Einblick in deine Seele sein.

,,Ich dachte, dass es mir nach dieser Mission vielleicht besser gehen würde..dass ich so eine Art innere Befriedigung spüren würde, wenn ich wüsste, dass dieser Typ seine gerechte Strafe erhalten hat, aber...Da ist nichts. Ich wurde innerlich immer so wütend, wenn ich an ihn gedacht habe und jetzt, wo ich ihn eigenhändig umgebracht habe..fühle ich absolut gar nichts mehr..als ob es mir einfach egal wäre." Sprichst du mit ruhiger Stimme weiter, nicht wissend, wie sehr dein Anblick die Erwachsenen schmerzte. Du hattest genau das ausgesprochen, bestätigt, was das Team über dich dachte. Hinter dieser riesigen, gefühlslosen Mauer, die du zwischen dich und den rest der Welt gebaut hattest, befand sich nichts weiter, als eine gebrochene, einsame Seele, die einfach nicht wusste wie sie mit all diesem Schmerz umgehen sollte.

,,Das ist echt beschissen." Begannst du plötzlich zu lachen, weshalb Natasha leicht seufzte und dich unter den Armen packte, bevor sie dir beim aufstehen half. Sie musste dich unbedingt in dein Zimmer bringen, dir die blutige Kleidung ausziehen und dich ins Bett legen, damit du deinen Rausch ausschlafen kannst. Dich darüber beschwerend, dass das Gebäude kaputt war, weil sich alles drehte, was definitiv nicht am Gebäude lag, ließt du dich von Natasha und Sam in dein Zimmer bringen. Dort begann dann auch der Kampf, denn du hattest absolut keine Lust dazu dich ausziehen zu lassen. Jedes Mal, wenn einer der beiden seine Hände an dich legte, schlugst du sie weg oder begannst die beiden sogar zu treten. Nachdem sie dir nach zwanzig Minuten, in denen du immer wieder betont hattest, dass du die beiden nicht magst, endlich deine Sachen ausgezogen und frische angezogen hatten, beobachteten sie dich für einen kurzen Moment während dem schlafen, bevor sie leise dein Zimmer verließen. Die beiden hatten schon einige schwierige Missionen gehabt, doch einen betrunkenen Teenager anzuziehen war echt die Höhe.

~♡~

Zusammen mit S/N und Krümel saßt du auf einem der Sofas im Wohnzimmer, deine Augen auf die Seite eines Buches mit dem Titel ,,ES" gerichtet, während sich in deiner Hand eine warme Tasse Tee befand. Dein Kopf brummte und schmerzte immer noch ein wenig, was durch jedes noch so kleine, etwas lautere Geräusch, für einen kurzen Moment verschlimmert wird. Bei jeder deiner zu schnellen Bewegungen verspürst du einen Schwindel, als ob du hundert Runden in einem Karussell gedreht hättest. Neben dir auf dem Boden stand ein Eimer, der etwas mit Wasser gefüllt war für den Fall, dass du dich übergeben müsstest, was du direkt nach dem aufstehen aus dem Bett auch schon musstest. Deine Übelkeit war inzwischen zwar besser geworden, doch S/N wollte nichts riskieren. Der kleine Blondschopf war der festen Überzeugung, dass du krank und ansteckend warst, weshalb sie mit einem etwas größeren Abstand neben dir saß und dir sogar verboten hatte heute Nacht in eurem Zimmer zu schlafen. Seitdem deine Schwester wegen ihrem Knie für mehrere Wochen hatte im Bett bleiben müssen, achtete sie schon beinahe penibel darauf nicht krank zu werden. Auf einem weiteren Sofa, nur wenige Meter von euch entfernt, hatten es sich ein paar der anderen gemütlich gemacht. Wanda saß, genau wie du, mit einem Buch in der Hand neben Natasha, welche seit Minuten in ihr Handy starrte. Steve und Bucky saßen draußen auf dem Balkon, genossen das schöne Wetter und unterhielten sich über alte Zeiten. Bruce war Mal wieder im Labor verschwunden, Clint war wieder bei seiner Familie, Pepper war wohl arbeiten, Sam irgendwohin verschwunden undTony saß in einem Sessel, tippte auf seinem Tablett herum und sah immer wieder auf den Fernseher, auf dessen Bildschirm irgendeine Serie gezeigt wurde, die eigentlich keinen Interessiert.

,,Wir unterbrechen das Programm für eine wichtige Eilmeldung." Ertönte plötzlich die Stimme einer Frau im Fernseher und zog die Aufmerksamkeit der Avengers auf sich, Bucky und Steve drehten ihren Kopf nur leicht in die Richtung des Wohnzimmers, Wanda, Natasha und Tony hingegen sahen auf den Bildschirm, auf welchem die Nachrichten präsentiert wurden. Die Nachricht, die dort stand, ließ sie alle in ihrem Tun stoppen.

,,Heute morgen gegen halb sieben gingen bei der Polizei mehrere verstörende Anrufe von Passanten ein, die beim überqueren der berühmtesten und auch beliebtesten Brücke New Yorks, der Brooklyn Bridge, den Leichnam eines schwer verletzten Mannes fanden..kurz nachdem Eintreffen der Polizei wurde die Brücke vorrübergehend gesperrt, um neugierige Passanten daran zu hindern Bilder oder Videos des Geschehens zu machen. Ein Sprecher der Polizei machte deutlich, dass der Anblick des Leichnams wohl viele Menschen sehr verstört hätte."

Sprach eine wirklich hübsche Brünette mit grünen Augen, deren pinkes Outfit so gar nicht zu der Meldung passte, in die Kamera. Kurz darauf kamen dann auch schon Bucky und Steve zu euch gelaufen und blieben neben den Sofas stehen, um sich die Nachrichten nun auch ansehen zu können. Es war leider keineswegs etwas neues, dass man eine Leiche fand, in New York werden jeden Monat bis zu vierzig Menschen ermordet..doch es wurde noch nie eine Leiche an einem so öffentlichen Platz gefunden, schon gar keine schwer verletzte. Das Bild der hübschen Frau verschwand und ein etwas älterer Herr in Uniform wurde gezeigt, er stand an einem der beiden Enden der Brücke, vor ihm mehrere Mikrofone.

,,Mein Kollege und ich waren die ersten, die den Leichnam sahen und ich muss ehrlich zugeben, ich habe in meiner ganzen Zeit in diesem Beruf schon vieles gesehen, aber dieser Anblick war selbst für mich ein harter Schlag..ich habe in all meinen Jahren bei der Polizei noch nie einen so verstümmelten Leichnam gesehen, sein gesamter Körper ist mit wirklich furchtbaren Wunden übersät, sowas habe ich noch nie gesehen...Dieser Mann wurde nicht einfach nur umgebracht..er wurde offensichtlich gefoltert und massakriert."

Mit großen Augen sahen sie alle auf den Fernseher, ungläubig darüber, was sie gerade gehört hatten. Sie alle konzentrierten sich so sehr auf den Bildschirm, um keine einzige Information zu verpassen, bis auf S/N und du. S/N war viel zu sehr damit beschäftigt ihren Kater zu streicheln und seinen Bauch zu kraulen, du hingegen last in deinem Buch weiter, um endlich das nächste Kapitel zu erreichen.

,,Die Polizei sicherte alle Spuren und stellte den Leichnam sicher, bevor die Brücke wieder freigegeben wurde. Die heute Mittag von Gerichtsmedizinern durchgeführte Obduktion ergab keine Hinweise auf die genaue Todesursache, man sei' sich nicht sicher, da neben den zahlreichen Wunden, im Blut des Opfers Rückstände eines sehr tötlichen Nervengifts namens ,,Alpha-Latrotoxin" oder anders bekannt als ,,Gift der schwarzen Witwe" gefunden wurde. Ein Gift, das der Hauptbestandteil des von der Gattung ,,Schwarze Witwe" produzierten Gifts, welches zu starken Krämpfen bis zur qualvollen Erstickung führen kann."

Sprachlos tauschten die Avengers Blicke aus, wohl wissend, dass sie alle das selbe dachten. Wer auch immer diesen Mann getötet hatte, es war auf keinen Fall irgendjemand, der nur aus Lust getötet hatte. Wer auch immer diesen Mann getötet hatte, wusste ganz genau was er tat. Diese Person hatte ihn auf den wohl schlimmsten Arten gefoltert und ihm einen qualvollen Tod bescherrt mit einem Gift, mit welchem man sich auskennen musste. Wer auch immer diese Person war...Sie war gefährlich.

,,Die Polizei hat vor wenigen Minuten bestätigt, dass es sich hierbei um einen grausamen Mord handelt. Zur Identifizierung der Person sind weitere Untersuchungen und Abgleiche erforderlich, jedoch wurde uns ein Bild des Gesichts des Opfers übergeben, in der Hoffnung, dass er vielleicht von jemandem erkannt wird. Sollten Sie das Opfer erkennen, melden Sie sich bitte unverzüglich bei der New Yorker Polizei, deren Nummer wir sofort einblenden werden."

Informierte die Nachrichtensprecherin die Zuschauer, bevor in der nächsten Sekunde auch schon die Nummer der Polizei und das Bild des Opfers eingeblendet wurden. Der Mann auf dem Bild sah fürchterlich aus, es war nur sein Gesicht zu sehen, doch selbst das trug mehrere kleine Wunden mit sich. Seine ausgetrockneten Lippen waren etwas bläulich gefärbt, wahrscheinlich von dem Luftmangel. Seine Haut war kreidebleich, bis auf die geröteten Stellen, an denen sich lange Kratzer befanden. Buckys Augenbrauen zogen sich allmählich zusammen, je länger er den Mann betrachtete. Er wusste nicht woher, doch er hatte das seltsame Gefühl ihn schon einmal gesehen zu haben. Für einen kurzen Moment blickte er zu Steve, welcher seinen Blick auch ohne Worte sofort verstand und wusste, dass das nichts gutes zu bedeuten hatte.

,,D/N schau Mal, der Mann im Fernsehen!" Wurde er plötzlich von S/N aus den Gedanken gerissen, welche nun mit ihrem ausgestreckten Zeigefinger zum Fernseher sah. Deine Augen lösten sich für eine Sekunde von der Buchseite und wanderten zu dem Bildschirm, bevor du auch schon wieder uninteressiert in dein Buch zurückblickst.

,,Er hat uns zu den bösen Kraken gebracht." Murmelte das Kind nun leise vor sich hin, dabei die gesamte Aufmerksamkeit der Erwachsenen gewinnend. In jedem von ihnen begann sich ein schrecklicher Verdacht zu entwickeln, besonders in Bucky, welcher sich mit S/N's Worten daran erinnerte woher er den Mann kannte. Wenn es sich bei diesem Mann wirklich um den jenigen handelte, der euch beide erst zu Hydra gebracht hatte, dann gab es nur eine Person, die ihm das hätte antun können.

,,Keine Angst S/N.." Zuckten deine Mundwinkel leicht nach oben, als du mit ruhiger Stimme zu deiner Schwester sprachst, die Seite deines Buches einmal umblätternd.

,,Der bringt niemanden mehr irgendwohin." Beendest du deinen Satz, ohne dabei auch nur eine Sekunde von deinem Buch aufzusehen.

,,Tee?" Bietest du ihr deine Tasse an, was sie mit einem schnellen Kopfschütteln ablehnte, schließlich wollte sie sich nicht anstecken, sie hielt dich immerhin für krank. Leicht mit den Schultern zuckend nahmst du einen Schluck des warmen Getränks, während du auf der neuen Seite zu lesen begannst, die völlig entsetzten Blicke der Erwachsenen gar nicht bemerkend. Sie waren sprachlos, entsetzt, fassungslos und noch so vieles mehr. Keiner der Anwesenden wagte es irgendwas zu sagen, ganz ehrlich, keiner von ihnen wusste, wass er dazu sagen sollte. Heute morgen warst du noch sturzbetrunken im Aufzug gelegen und hattest ihnen allen einen winzigen Einblick in deine gebrochene Seele geschenkt, doch jetzt, wo du wieder nüchtern und bei klarem Verstand warst, warst du wieder voll und ganz das Mädchen, das keinerlei Gefühle zeigte. Das Mädchen, das eine gewaltige Mauer zwischen sich und die Welt aufgezogen hatte. Das Mädchen, das von Hydra zu einer Waffe erzogen wurde und tief im inneren ein Monster beherbergte, welches nur darauf wartet, auf die Welt losgelassen zu werden.

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