Derby⚽️
Helena P.O.V.
Heute ist das Derby gegen Schalke und der ganze Verein ist sehr angespannt. Neben den Spielen gegen den FC Bayern, sind es die wichtigsten Spiele im Jahr. Es geht um die Verteidigung der Ehre. Ich liege noch im Bett, weil ich nach meiner Schicht im Krankenhaus noch mit Kevin feiern war. Er war um Mitternacht weg, aber ich habe noch bis 3 Uhr morgens weitergemacht. Wenn der Club nicht geschlossen hätte, wäre ich wohl jetzt noch da. Es ist 9 Uhr morgens und ich müsste aufstehen. Markus und ich haben einen Termin um 11 Uhr. Wir wollen die Gesundheit der Mannschaft besprechen. Naja er kann das zur Not auch mit den Anderen aus der medizinischen Abteilung machen. Ich drehe mich nochmal um und schlafe wieder ein. Um 11:15 Uhr klingelt mein Handy und stöhne genervt auf. „Was?" sage ich genervt zu meinen Gesprächspartner. „Komm mal runter. Wir hatten vor 15 Minuten ein Treffen. Wo bleibst du?" fragt Markus. „Ich liege im Bett. Mir geht es nicht so gut." sage ich. „Kein Wunder wenn du bist morgens feierst. Bestreite es ja nicht. Ich habe Kevin getroffen. Wenn du nicht innerhalb von 30 Minuten hier bist, kannst du deinen Platz beim BVB vergessen." sagt er sauer und legt auf. „Reg dich ab alter Mann." stöhne ich genervt, stehe aber auf. Ich gehe schnell duschen und ziehe mich an. Eigentlich sollte ich ein Trikot anziehen, aber ich habe keinen Bock.
Ich fahre nach Brackel und stehe um 12 Uhr vor Markus's Büro. Ich klopfe an und werde hereingerufen. „Du bist zu spät Helena. Es reicht mir jetzt wirklich. Wir gehen jetzt zu Joachim und klären das." ruft er und geht aus dem Büro. Ich verdrehe die Augen und folge ihm. „Oh was für eine Überraschung. Was kann ich für euch tun?" fragt Joachim. „Ich kann mit Helena nicht mehr zusammen arbeiten. Sie kommt laufend zu spät und hält sich an keine Abmachungen. Sie geht lieber feiern als sich um ihr Studium und die Mannschaft zu kümmern. Ich will, dass du sie rauswirfst." sagt Markus aufgebracht. Ich schaue ihn gelangweilt an und streiche durch meine Haare. „Moment mal. Wir wollen jetzt nichts überstürzen. Helena du bist jetzt auf Probe und unter Beobachtung. Sollte ich noch eine Beschwerde in den nächsten Wochen über dich hören, bist du raus." sagt Joachim ernst. „Okay." sage ich. Joachim schickt mich raus und unterhält sich noch mit Markus. Nach 10 Minuten kommt er raus und wir gehen in sein Büro. Wir besprechen den Gesundheitszustand der Mannschaft. Danach gehe ich zum Trainingsplatz und beobachte die Spieler. Ich gebe Jürgen ein paar Hinweise und gehen dann zurück zu Markus. Ich tippe meine Erkenntnisse ab und fahre dann mit der Mannschaft zum Stadion. Ich ziehe das Trikot an, was mir Joachim gegeben hat und betreue das Aufwärmtraining. Um 15:30 Uhr geht das Derby los. Ich sitze neben Jonas und Mitchell. Wir liegen in der ersten Halbzeit schon 2:0 zurück. Robert schafft noch den Anschlusstreffer, aber es reicht leider nicht. Die Spieler gehen geknickt vom Platz und schleichen in die Kabine. Im Mannschaftsbus ist sehr ruhig, weil allen ihren Gedanken nach hängen. Ich sitze neben Markus und lausche meiner Playlist. „Morgen früh bist du bitte um 10 Uhr da. Ich werde mit einigen Verletzten reden und du betreust das Auslaufen." verabschiedet mich Markus. Seitdem Gespräch mit Joachim ist er sehr distanziert. Ich bringe das Trikot zum Zeugwart zurück und fahre nach Hause. Ich gehe noch mit Sky spazieren und anschließend ins Bett. Der Tag ist zum Abhacken. Mit Manu habe ich heute auch nicht gesprochen. Er hat mich angerufen und geschrieben, aber ich habe keine Lust zu Antworten. Am nächsten Morgen stehe ich um 8:30 Uhr auf und dusche. Ich ziehe mir frische Unterwäsche an und föhne meine Haare. Ich schminke mich dezent und ziehe mir bequeme Klamotten an.
Ich frühstücke und gehe mit Sky eine kleine Runde. „Wir gehen nach dem Auslaufen zusammen joggen Kleiner." sage ich zu Sky und verlasse die Wohnung. Ich bin um 9:45 Uhr in Brackel und parke neben Marco. Ich gehe in Markus Büro und bereite das Auslaufen vor. Ich hole meine Stichpunkte zum gestrigen Spiel hervor und lese sie durch. „Du bist schon hier?" fragt Markus. „Ja. Ich gehe auch gleich zum Auslaufen." antworte ich und verlasse das Büro. Ich kann die ganze Aufruhe um mich nicht verstehen, aber ich will meinen Platz beim BVB nicht verlieren.„Guten Morgen Kleine. Heute bist du ja überpünktlich." begrüßt mich Jürgen. „Guten Morgen. Jetzt tu mal nicht so, dass es sonst nicht so ist." sage ich genervt. „In den letzten Wochen schon. Du hast dich verändert und das macht mir schon Sorgen. Willst du mal wieder zu mir und Ulla zum Essen kommen?" fragt er. „Gern. Schreib mir einfach wann ihr Zeit habt. Ich habe diese Woche Tagschicht." sage ich und setze mich auf die Bank. Das Auslaufen beginnt und ich muss Kevin kurz behandeln. Robert hat auch leichte Probleme mit dem Knöcheln. Er schaut mich bei der Behandlung durchdringend an. „Hab ich etwas im Gesicht oder warum starrst du mich so an?" frage ich genervt. „Schönheit muss betrachtet werden und du bist wunderschön." sagt er und errötet etwas. Ich schaue ihn überrascht an, muss aber dann doch lächeln. Ich tappe seinen Knöcheln und er kann weitermachen. Um 12 Uhr ist das Auslaufen zu Ende und manche Jungs gehen zu Vapiano. „Willst du mitkommen Helena?" fragt mich Kuba. „Nein danke. Ich will noch mit Sky joggen gehen und muss noch mit Manu telefonieren." entschuldige ich mich. Er nickt und geht zu Łukasz's Auto. Mein Bruder schaut mich traurig an. Mats steht neben ihn und lächelt mich schüchtern an. „Du willst mit Sky joggen gehen? Kann ich mitkommen? Wir können ja dann zusammen essen gehen. Ich lade dich auch ein." höre ich Robert neben mir sagen. Keine Ahnung warum, aber ich sage ihm zu. Er fährt mir mit dem Auto hinterher. Wir ziehen uns Joggingsachen an und laufen dann 1 1/2 Stunden am Phönixsee entlang. Wir reden nicht miteinander, aber das Schweigen ist nicht unangenehm. Bei mir gehen wir nacheinander duschen und ziehen uns um.
Robert fährt uns zum Vapiano und wir holen unser Essen. „Warum tust du das alles?" frage ich ihn. „Ich wollte einfach Zeit mit dir verbringen. Danke das du einverstanden warst." antworte er und lächelt mich bezaubernd an. „Dieses Treffen wir nichts zwischen uns ändern. Ich verzeihen dir immer noch nicht." sage ich und wir essen weiter. Als wir fertig sind, bezahlt Robert für uns. Meine Einwände werden von ihm ignoriert. Er fährt mich wieder nach Hause und wir verabschieden uns. Der Nachmittag mit Robert war überraschend angenehme. Ich skype mit Manu. Ich erzähle ich ihm nichts von dem Treffen mit Robert. Ich habe keine Lust auf eifersüchtige Ansagen von ihm. Nach zwei Stunden verabschieden wir uns und ich lege mich hin. Morgen habe ich von einer Kollegin zusätzlich die Frühschicht übernommen.
A/N
Hat Helena endlich eingesehen, dass sie ihr Leben gegen die Wand fährt? Wird Robert doch noch eine Chance bekommen?
Ich freue mich über Kommentare von euch.
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