chapter 8

"Komm, lass uns ein paar 'wir sollten das nicht tun' Sachen machen."

*Al's Sicht*
Verzweifelt sah ich Vero an, die wie ein Häufchen Elend auf einer Bank vor dem Stadion saß. Tränen liefen ihr übers Gesicht und es war kein Ende in Sicht. Ich setzte mich neben sie und nahm sie in den Arm. "Ganz ruhig mein Schatz, ganz ruhig. Alles wird wieder gut, okay? Komm, wir gehen ins Hotel und du erklärst mir was überhaupt los ist, ja?" Schluchzend nickte Vero, ich zog sie hoch und Arm in Arm liefen wir zurück in unser Hotel. Sie tat mir so unendlich leid, ich wusste nicht, was ich für sie tun kann. Deswegen brachte ich sie in das Zimmer und ins Bett, dann ging ich kurz nach unten und holte ihr eine heiße Schokolade. "Maus, trink das, ist gut gegen Herzschmerz." Mit diesen Worten drückte ich ihr die Tasse in die Hand und verabschiedete mich. "Ich geh noch ein bisschen spazieren, versuch zu schlafen und nicht zu viel nachzudenken, okay? Ich hab dich lieb." Unter Tränen musste Vero lächeln.

Kaum hatte ich das Hotel verlassen, zog ich mein Handy aus der Tasche und überlegte. Sollte ich Basti anrufen? Naja was solls, er hatte mir schließlich seine Nummer gegeben. "Hallo?", meldete er sich. "Hi, Basti, ich bin's, Alison." "Ah, hi, Ali!" Bevor ich mich über die neue Variante meines Namens wundern konnte - Ja, ich hatte ihm nicht gesagt, dass ich lieber Al genannt werden möchten, ich wollte nicht, dass er denkt ich sei eine Zicke. - redete er auch schon weiter: "Wie geht es Vero?" "Beschissen. Aber.." "Was hältst du davon, wenn wir uns jetzt treffen? Ich habe eh frei, und wir brauchen dringend einen Plan, was Vero und Manu angeht.", unterbrach er mich. "Okay, ich bin am Strand, kommst du her?" "Alles klar, ich bin in zehn Minuten da." Wir machten noch kurz einen Treffpunkt aus und dort setzte ich mich in den Sand und beobachtete das Meer. Wie beruhigend das doch war. Plötzlich hielt mir jemand die Augen zu und lachte. "Man, Basti, nicht witzig!", schimpfte ich gespielt mit ihm. "Doch, schon.", meinte er nur und setzte sich neben mich. Wir redeten sehr viel und lang über unser Leben, bis wir auf Vero und Manu kamen. "Weißt du, Vero ist von ihrer erste großen Liebe ziemlich enttäuscht worden. Die Beiden sind während der Oberstufe zusammengekommen und hatten Zukunftspläne und alles - er wollte Architektur in Stuttgart studieren, sie Musik. Sie haben sich nach dem Abi sogar schon Wohnungen angeschaut und alles, sie waren ein Traumpaar." Ich seufzte. "Was ist dann passiert?", fragte mich Basti und sah mich an. "Ich glaube es war so circa einen Monat nach dem Abiball, da wollten die Jungs aus unserem Jahrgang sich alle treffen und feiern gehen. Und irgendwie war Vero's Cousine da auch dabei, frag mich nicht wieso. Auf jeden Fall ist Vero am nächsten Tag zu Markus, so heißt der Idiot, nach Hause gegangen, da sie verabredet waren. Und dann kam es, wie es kommen musste, er und ihre Cousine lagen noch schlafend im Bett und überall waren die Klamotten verstreut. Vero ist total durchgedreht, hat ihn beschimpft ohne Ende und ist total aufgelöst zu mir gekommen. Das war auch der Tag, an dem sie beschlossen hat, durch die Welt reisen zu wollen und Menschen zu helfen, wir haben dann gleich ihr erstes Flugticket gekauft, weil eine Bekannte sie shon gefragt hatte, ob sie nicht Lust habe. Und das war der Tag, seitdem sie niemanden an sich rangelassen hat. Außer Manu. Und jetzt sieht man ja, was daraus geworden ist."

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