chapter 5

"I didn't need you to fix me, I needed you to love my while I fix myself."

Leise schleiche ich in mein Zimmer, um Al nicht zu wecken. Doch noch bevor ich die Tür komplett geschlossen haben, hört ich schon ihre Stimme: "Willst du mich eigentlich verarschen? Du kannst nicht einfach so hier rumschleichen und meinen, dass du mir nichts erzählen musst!" Empört stemmte sie die Hände in die Hüfte und sah mich gespielt böse an. "Also, wie war's? Du grinst ja schon so, das kann nur gutes bedeuten!" Ich setzte mich neben sie auf das Bett und musste nur noch mehr grinsen. Immer noch war ich so überwältigt von den Erinnerungen an unseren Kuss, dass ich kaum etwas sagen konnte. "Warte, ihr habt euch doch nicht etwa geküsst? Vero, sag mir, dass ihr euch nicht geküsst habt!" Nochmehr grinsend nickte ich. "Oh, das ist so süß! Vero hat einen Freund, Vero hat einen Freund!" Man merkte Al an, dass sie genauso aufgeregt war wie ich. "Jetzt mal langsam, ich weiß ja selber noch nicht was das ist. Aber ja, wir haben uns geküsst. Und der abend war so wunderschön!" Wie es sich für beste Freundinnen gehört erzählte ich ihr jedes Detail des vergangenen abends. "Ich freu mich so für dich! Nach der Sache mit Markus hast du es eindeutig verdient, wieder glücklich zu sein. Und wehe wenn Manu dich irgendwie verarscht. Dann kann er was erleben!" Wir diskutierten noch einige Zeit über mich und Manu, bevor wir um kurz nach Mitternacht beide einschlafen.

Am nächsten Morgen werde ich wach, weil mein Handy klingelt. "Hallo?", melde ich mich. "Hallo meine Schöne, wann sehen wir uns wieder?" "Wir könnten heute Mittag was zusammen unternehmen, aber nur wenn Al auch dabei sein kann, ja? Weil sonst ist sie so alleine." "Ja klar, ich hol' euch ab! Ich freu mich auf dich!" "Bis nachher, Manu." Mit diesen Worten beendete ich das Gespräch. Durch meine Unterhaltung mit Manu war auch Al wach geworden, sie sah mich fragend an. "Wir treffen uns heute Nachmittag mit Manu.", erläuterte ich meinen Plan für den Tag. "Wir? Garantiert nicht. Du triffst dich mit ihm und ihr klärt, was das für eine Beziehung jetzt ist! Und heute Morgen gönnen wir uns eine Massage, wie wär's?" Ohne auf meine Antwort zu warten, stand Al auf und ging ins Bad. Nach dem Frühstück sind wir in das Hotel eigene Spa gegangen, hier konnte man sich auch massieren lassen. Früher, also während unserer Schulzeit, haben Al und ich öfter solche beauty-Tage eingeschoben, als Gegenpol zur ständigen Lernerei. Dieser Tag heute hat uns so ein bisschen zurück versetzt, in die guten alten Zeiten, bei denen es noch keine Zukunftspläne gab, in denen außer für Al und mich kein Platz für niemanden war.

Mittags beschloss Al, dass sie an den Strand gehen wollte. Ich erklärte ihr den Weg und ließ sie versprechen, dass sie mich sofort anruft, wenn sie wieder im Hotel war. Kaum war Al gegangen, traf ich mich auch schon mit Manu.

"Na, meine Schöne?", begrüßte er mich und küsste mich. Wie am abend zuvor hatte ich dieses unglaubliche Kribbeln im Bauch und bekam Gänsehaut. "Mir geht's gut, wie geht's dir?", fragte ich ihn und nahm seine Hand, um mit ihm in ein kleine Café nicht weit von meinem Hotel zu gehen. Dort wollte ich ihn fragen, was das mit uns jetzt ist und wie das weitergehen soll. Als wir uns hingesetzt haben und beide einen Einkaffee bestellt hatten, nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte ihn: "Manu, ich muss dich was fragen. Ich hab echt Angst vor deiner Antwort, aber ich muss es wissen. Wie hast du dir das mit uns vorgestellt? Ist das für dich nur ein Urlaubsflirt oder was?" Erleichtert atmete ich aus. Jetzt war ich nur auf seine Antwort gespannt. Er sah mich an und nahm meine Hand, die auf dem Tisch lag und spielte mit meinen Fingern. "Du bist für mich garantiert kein Urlaubsflirt. Ich habe echt nicht an sowas wie Liebe auf den ersten Blick geglaubt, aber als du mir den Kaffee auf das T-Shirt geschüttet hast und so verzweifelt aussahst, da wusste ich einfach, dass du perfekt für mich bist. Ich weiß nicht wie du das siehst, aber ich würde sagen wir sind zusammen. Und wenn wir beide wieder Zuhause sind, kriegen wir das auch hin. Studierst du? Weil sonst kannst du ja vielleicht in München studieren. Oder ansonsten komme ich dich immer besuchen, oder du fährst zu mir." Mir fielen tausend Steine vom Herzen. Vor lauter Glück konnte ich nicht anders, als ihn zu küssen. "Oh Manu. Womit habe ich dich verdient? Ich studiere noch nicht, möchte aber im Herbst anfangen. Und wie es der Zufall so will, kann ich, wenn alles gut geht, auch in München studieren." Ich sah genau, dass er sich freute, das zu hören. Wir saßen noch eine Weile so da und redeten, er wollte viel über meinen Auslandsaufenthalt hören, bis mein Handy klingelte und Al sich meldete, dass sie wieder im Hotel war. Manu brachte mich zurück und zum Abschied küssten wir uns wieder. Ich hatte das noch nie, diese Gefühl vor Glück zu explodieren und nicht aufhören können zu grinsen.

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