Teil 5

Ich fiel aus meinem Flashback wieder in die gegenwart zurück und mir wurde wieder bewusst, was mich in erster Linie zu aufgeregt hatte. Mr  Smith wollte die Partner zuteilte. Ich wusste jetzt schon, dass ich mit einem voll-Looser zusammengesteckt werden würde, bei der Sympathie die unser Lehrer mir entgegenbrachte, vielleicht mit Pickel-Johnny, oder Streber-Tessa.

"Also!" fing Mr Smith an. "Daniel, du machst mit..." Ich schaltete ab. Dieses Gebrabbel ging mir jetzt schon wieder auf die Nerven.

Zu wem auch immer betend verbrachte ich die Zeit, bis plötzlich Bens Name fiel. 'Bitte nicht, Bitte nicht, bitte nicht!' Dachte ich nur, als Mr Smith weiterredete.

Benjamin Parker...mit wem stecken wir dich nur zusammen?..." Murmelte Hanibal Lektar alias Arschloch alias Vollidiot alias whatever schließlich. Ich begann erneut zu beten 'nicht mit mir! Bitte nicht mit mir!'

"Wie wär's mit...Ja! Mit Olivia Black! Sie beide scheinen ja so gut miteinander auszukommen! Perfekt!" Stieß er fies grinsend aus und rieb sich die Hände. In diesem Moment hatte er eine gewisse Ähnlichkeit mit Rumpelstilzchen und ich konnte mir nur allzu gut vorstellen, wie er abends singend und tanzend um sein Feuer hüpfte. Und er tat auch noch so scheinheilig als hätte er nicht schon von anfang der Stunde geplant, mich mit ihm zusammen zu stecken.

"Verdammt! Sie sind doch...Arrrgh!" Fauchte ich aufgebracht.

"Was hab ich Ihnen angetan, dass sie mich so abgrundtief hassen?!" Fragte ich.

"Das beruht meines Erachtens auf Gegenseitigkeit" grinste unser Lehrer, anscheinend zufrieden mit seinem Werk. Wie ich ihn doch hasste!

"Oh nein! Bitte nicht!" Protestierte nun auch Benjamin. "Lass gut sein, Benny!" Sagte ich verächtlich. "Das hat bei dem kein Sinn!"

"Korrekt!" Musste nun auch noch Mr Smith seinen Senf dazu geben.

Nach einem höllischen Schultag, den ich neben dem größten Vollidioten der Welt und unter der Herrschaft des fiesesten Lehrers aller Zeiten verbracht hatte, war ich endlich Zuhause angekommen. Ich schmiss meine Sachen in eine Ecke und ließ mich erschöpft aufs Sofa fallen. Ich setzte mir meine Kopfhörer auf und drehte voll auf. Das erste mal an diesem verdammten Tag konnte ich mich wirklich für einen kurzen Moment entspannen. Einige Songs später schnappte ich mir mein Handy und wählte Em's Nummer. Ich schon mir die Kopfhörer in den Nacken.

Es tutete. Einmal. Zweimal, dann nahm sie ab.

"Ja?" Kam ihre engels gleiche Stimme durch den Hörer.

"Hi süße...ich bin's...Liv. Ich wollte mich nochmal entschuldigen! Es tut mir so Leid! Ich wollte dir diesen Tag echt nicht versauen!" Sagte ich mit ehrlicher Reue in der Stimme.

"Hey! Ist schon okay! Es war trotzdem noch schön, als ihr weg wart. Ridion ist mit mir noch ins Kino gegangen und so...Es war echt toll! Er ist echt toll!..." Schwärmte mein goldenes Mädchen. Erleichtert lauschte ich ihrem glücklichen Gebrabbel und fand es irgendwie doof, nicht auch einen Freund zu haben. Doch noch im selben Moment rief ich mich wieder selbst zur Ordnung. 'Liv! Sag mal spinnst du?!' Dachte ich. 'Wenn du einen Freund hättest und dann sterben würdest, wäre er wahrscheinlich todtraurig! Okay, schlechtes Wort für diesen Zusammenhang...irgendwie makaber' Ich musste grinsen.

Aber es stimmte! Ich war wie eine Bombe oder Granate,  die jeden Moment hochgehen und alles in ihrem Umfeld zerstören konnte. Ich weiß, dass klingt wie ein Satz aus dem wirklich atemberaubend tollen Buch von John Green, aber er hat einfach immer recht.

"Hey Liv! Hörst du mir überhaupt noch zu?!" Drang die Stimme meiner besten nun wieder an mein Ohr.

"Äh was? Ja!" Sagte ich, obwohl ich mir sicher war, dass diese Aussage sehr unglaubwürdig klang. "Haha" machte nun auch Em. Ich musste kichern und auch sie begann nun ehrlich zu lachen. Sie sah immer das Gute in den Menschen, war immer freundlich und aufgeschlossen. Sogar zu Mr Smith! Darum beneidete ich sie irgendwie.  Aber dafür liebte ich sie so! Ich hätte mir keine bessere beste Freundin als sie wünschen können. "Em? Ich hab dich lieb!" Brach es plötzlich einfach so aus mir heraus.

" Ich dich auch Liv!" antwortete Em. " sag mal wollen wir mal wieder ins Kino od-" begann sie zu reden doch wurde mir schlagartig schlecht. Ich legte schnell auf und rannte ins Bad. Über die Toilette gebeugt kam mir mein Mittagessen wieder hoch. Scheiß Krebs. Völlig erschöpft setzte ich mich neben die Toilette und ließ meinen Kopf gegen den Badezimmerschrank fallen. Mir wurde schwarz vor Augen und ich schließ die Augen. Ich versuchte es immer zu vermeiden, dass Em etwas davon mitbekam. Sie war nicht für solche Dinge gemacht. Sie ist das Positive in meinem Leben und ich will ihre Reinheit nicht mit meinem Schmutz verdrecken.  

"Schatzt bist du ok?" hörte ich auch schon die besorgte Stimme meiner Muttergefolgt von den schweren schritten meiner Eltern.

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